

Am 27. Oktober 2009 fand der letzte der von insgesamt drei von der Wicker-Klinik/ Wirbelsäulenklinik, Bad Homburg v. d. Höhe angebotenen Terminen (auch am 25.08.2009 und 16.09.2009) zur Teilnahme am PKW-Fahrsicherheitstraining in Finthen bei Mainz statt.
Anmelden und teilnehmen konnten alle interessierten Mitarbeiter unserer Klinik, die dafür im Rahmen eines Sonderurlaubs vom Dienst befreit wurden. Die Gruppen setzten sich aus einer bunt zusammen gewürfelten Mannschaft von 9-14 Interessenten zusammen, von der Krankenschwester über die Sekretärin und den Haustechniker bis hin zum/zur Physiotherapeut/-in und zum/zur Oberarzt/-ärztin.
Hintergrund des ganzen Ausflugs war es, den Mitarbeitern mehr Sicherheit beim Autofahren zu vermitteln und damit einen ungefährlicheren Arbeitsweg zu gewährleisten.
Inhaltlich ging es beim Training darum, die eigenen Stärken im Straßenverkehr kennen zu lernen und mehr Gefühl, Zuversicht und Vertrauen in sich und das eigene Fahrzeug zu bekommen.
Nach der Anreise mit dem eigenen PKW erfolgte um 9 Uhr eine 45-minütige Einführung, Vorstellung und Zielsetzung des Tages, ebenso wie die Besprechung allgemeiner Aspekte am Fahrzeug. Es wurde über die Unterschiede von Sommer- und Winterreifen erzählt, ebenso über Reifenprofile und Reifendruck gesprochen. Alles Dinge von denen man schon gehört hat und über deren Vorhandensein man sich im Klaren ist, jedoch nicht genau über deren Sinn und Zweck informiert ist. Bei der Frage nach dem wichtigsten Autoteil blieb man schon verwundert, dass es nicht die altbewährte Bremse ist auf die man sich im Notfall doch immer verlassen kann, sondern die richtigen Reifen mit dem richtigen Profil. Weiter ging es über die Aufklärung über das ABS und ESP. Außer einer wilden Zusammenführung von Buchstaben konnte man sich lediglich denken für was das ABS steht, aber wozu es denn genau dient konnte nicht jeder so leicht beantworten. Ganz zu schweigen von ESP. Aufgeklärt wurden wir, dass das ABS (Antiblockiersystem) nicht den Bremsweg verkürzt, sondern für die weitere Steuerbarkeit des Wagens während des Bremsvorgangs verantwortlich ist. Dies ist aus dem Grund wichtig, da es ohne ABS bei einer Vollbremsung nicht mehr möglich wäre, das Auto in eine gewünschte Richtung zu lenken und dies lediglich gewährt sein würde, wenn man nicht komplett auf die Bremse drückt. Nur, wer denkt in einer Gefahrensituation daran auf die richtige Dosierung beim Bremsen zu achten, um das Fahrzeug noch lenken zu können.
Und EPS (Electric Power Steering) steht für nichts anderes als die Servolenkung, die uns beim Rangieren des Fahrzeugs enorme Kraftanstrengung abnimmt. Da haben wir alle mal wieder was dazugelernt.
Nachdem dann alles Wesentliche geklärt schien und jeder die Informationsflut aufgenommen und verarbeitet hat, ging es auch schon auf das ACE (Auto Club Europa e.V.) Übungsgelände.
Jeder saß in seinem eigenen PKW, vom Fiat bis zum Mercedes, und wartete auf letzte Anweisungen des Instruktors, die es vor jeder Einzel-Übung gab. Jeder durfte der Reihe nach unter Einhaltung des richtigen Abstandes die Übungen ausführen.
Angefangen haben wir mit dem Slalomfahren um aufgestellte Hindernisse (Pylonen). Geübt wurde das Fahren und Bremsen bei 30 km/h, dann 40 km/h und 50 km/h etc. auf trockener Fahrbahn sowohl bei an- und später auch bei ausgeschaltetem ESP. Ebenso wurde das Fahren um die Kurve bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten geübt.
Die Zeit verging sehr schnell. Um 12.30 Uhr machten wir eine Stunde Mittagspause.
Anschließend gab es wieder eine kleine theoretische Einheit und noch mehr Übungen, die aber diesmal im Schwierigkeitsgrad wuchsen. Es wurden ähnliche Übungen wie am Vormittag vorgenommen, jedoch nun bei nasser Fahrbahn.
Das Gefühl in sich und in das eigene Fahrzeug wuchs. Man bekam mehr und mehr Sicherheit und ein Gefühl für den Bremsweg. Die lustigste Übung unter allen war im Einvernehmen das „Hütchenwerfen“. Hierbei musste man bei fahrendem PKW, den vom Instruktor zugeworfenen Hütchen/Pylonen geschickt ausweichen.
Um 16.30 Uhr war dann der Tag auf dem Übungsgelände auch schon zu Ende.
Im Resümee war es ein gelungener, lustiger, lehrreicher, aber auch ermüdender Tag, der sich allemal gelohnt hat. Denn, wann bekommt man sonst schon mal die Möglichkeit einfach so sich und sein Auto auszutesten. Einfach ein klasse Tag!
Dr. med. Anna Kraus
Oberärztin
Wirbelsäulenklinik, Bad Homburg
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