HARDTWALDKLINIK I

Neuropsychologische Therapie

Übungsbereiche und Ziele

Wir behandeln kognitive Einschränkungen als Folge neurologischer Erkrankungen.

Übungsbereiche der Therapie:

  • Aufmerksamkeit und Konzentration
  • Gedächtnis
  • Sprachflexibilität
  • Rechnen
  • visuelle Wahrnehmung
  • räumlich-konstruktives Denken
  • abstrakt-logisches Denken
  • planendes Denken

Ziele der Therapie:

  • Wiederherstellen kognitiver Teilleistungen
  • Kompensation von Teilleistungsstörungen durch vorhandene Fähigkeiten
  • Aneignen neuer Lernstrategien
  • Förderung der Wahrnehmung der eigenen Leistungsmöglichkeiten
  • Förderung der Akzeptanz von körperlichen und geistigen Einschränkungen
  • Entwurf einer realistischen Lebensgestaltung mit der Erkrankung

Gruppentherapie

  • 3-4 Termine pro Woche (45 Min.)
  • Gruppeneinteilung nach Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit

Zum Einsatz kommen Arbeitsblätter mit schriftlichen Aufgaben, materialungebundene Übungen und erwachsenengerechtes Spielmaterial.

Damit steigern wir die kognitive Leistung zur beruflichen Reintegration. Aber auch psycho-emotionale Aspekte haben einen hohen Stellenwert. Die Patienten entwicklen durch den Vergleich mit den Gruppenmitgliedern eine realistische Selbsteinschätzung über ihre Stärken und Schwächen. So fördern wir Leistungspotentiale und die emotionale Akzeptanz eventueller Leistungseinbußen.

Eine spezielle Gedächtnisgruppe befasst sich mit der Vermittlung von alltagsrelevanten Gedächtnisstrategien. Sie zeigt auch Kompensationsmöglichkeiten bestehender Defizite auf.

Einzeltherapie

Um gezielt an Defiziten zu arbeiten, bieten wir Einzeltherapie zusätzlich zur Gruppe an. Auch Patienten, die wegen erheblicher Beeinträchtigungen an der Gruppeninteraktion nicht teilhaben können, erhalten Einzeltherapie. Die Einschränkungen können Aufmerksamkeits- und Wahrnehmungsstörungen, hochgradige Verlangsamung oder Sprachstörungen sein.

  • je nach Belastbarkeit 2-4 Termine pro Woche (30 Min.)
  • individuell angepasste Übungen mit schriftlichem Übungsmaterial und computergestützten Trainingsprogrammen
  • Erarbeitung von Kompensationsstrategien bei visuellen Störungen
  • Anregung zum selbstständigen Üben während des Klinikaufenthaltes und im häuslichen Alltag nach Entlassung

Patienten erhalten in abschließenden Beratungsgesprächen Informationen über Trainingsmaterial und ambulante Therapiemöglichkeiten. Angehörige sind bei diesen Gesprächen willkommen.