Der Partner eines Dialysepatienten ist in mehrfacher Weise durch die chronische Niereninsuffizienz mitbelastet:

  • Die partnerschaftliche Lebensqualität im häuslichen Alltag ist durch die wöchentlich mehrmals notwendigen Heim- oder Zentrumsdialyse geprägt. Essen und Trinken sind von Diätvorschriften bestimmt, Reisen und Ferienaufenthalte von Dialysemöglichkeiten.
  • Der Dialysepatient ist der wohl „emanzipierteste Patient“, der aufgrund seines Trinkverhaltens und seiner lebensbedrohlichen Erkrankung in Abhängigkeit von einer Maschine die volle Verantwortung für sein Wohlergehen und seine Lebensqualität übernimmt. Dabei ist er in ständig kritischer Beobachtung und in Ungewissheit über die weitere gesundheitliche Entwicklung. Diese kritische Gesundheitseinstellung in lebensbedrohlicher Dauersituation führt zu Gefühlsschwankungen und macht den Dialysepatienten für seine Umgebung verständlicherweise zeitweise „anspruchsvoll“ bis „genervt“ oder auch resigniert.
  • Durch eine enge partnerschaftliche Beziehung entwickelt sich ein hohes Verpflichtungsgefühl für Unterstützung und Verständnis des leidenden Partners. Dies kann auf Dauer in eine chronische Gereiztheit bis Erschöpfung (des Partners) führen. Schon das Anteil nehmende ständige Mitleiden in Verbindung mit therapeutischer Ohnmacht stellt einen dauerhaften seelischen Kraftakt dar.
  • Das Bewusstsein der Chronizität dieses Leidens, auch während des Hoffens auf eine Spenderniere, mit statistischer Verkürzung der Lebenserwartung führt zeitweise zu einer inneren Ohnmacht, die nicht selten durch Hyperaktivismus im Beruf oder im Privatleben überdeckt wird.

Jeder Dialysepatient hat seine eigenen Familien- bzw. Partnerrealität. Jede Beziehung hat ein eigenes Belastungsmuster.

Für die jeweiligen Partner des Dialysepatienten gibt es jedoch generelle Belastungs- und Entlastungsfaktoren, sowie mehr individuelle Faktoren entsprechend den jeweiligen Persönlichkeitsmerkmalen. Die individuelle Beziehungssituation wird geprägt von:

- Alter und Altersunterschied der Partner

- der Frage der Berufsfähigkeit

- gemeinsamen jüngeren oder schon älteren Kindern

- der Unterstützung der jeweiligen Großfamilie

- der Tragfähigkeit eines Freundschaftsnetzes

- dem wirkungsvollen Selbsthilfegruppenkontakt für Patient und Partner

Generelle Belastungsfaktoren für Partner des Dialysepatienten

Für den Partner des Dialysepatienten ergeben sich als generelle Belastungsfaktoren vor allem das als Burnout beschriebene Erschöpfungssyndrom. Die Burnout-Symptomatik umfasst nicht nur das tiefgehende Gefühl der absoluten Erschöpfung, sondern auch Unruhe und Schlafstörungen trotz Müdigkeit, allgemeine Gereiztheit bei gleichzeitiger Resignation, sowie verschiedene funktionelle Körpersymptome wie Kopfschmerzen, Rückenschmerzen oder Magenbeschwerden mit Appetitstörungen. Die Folge ist nicht selten ein „Doktorshopping“, ohne dass der jeweilige Arzt einen Befund erheben kann.

Diese bio-psycho-soziale Gesamtsymptomatik stellt ein seelisch-körperliches Nein dar, eine funktionelle Körperbremse gegen die Dauerbelastung. Die gleichzeitige hohe Gewissensverpflichtung erzwingt durch das Leiden des Partners eine Verausgabung bis zur Erschöpfung. Nur wer Ich-stark ist, kann seine Kräfte auf Dauer auch für sich selbst richtig einteilen.

Diese Symptomatik zwingt auch den Partner eines Dialysepatienten durch diese „Weisheit des Leibes“, wie es von Weizsäcker nannte, in eine eigene ärztliche Behandlung. Dabei braucht weniger der Körper Hilfe, sondern mehr die Seele und ihre Verarbeitungsmöglichkeit von Belastungssituationen.

Persönlichkeitsspezifische Belastungsreaktionen für Partner des Dialysepatienten

Noch bedeutsamer als die generelle Burnout-Symptomatik ist die jeweilige individuelle persönlichkeitsspezifische Belastungsreaktion. Es ist eine seelisch-körperliche Reaktionsweise auf eine Krise oder zu große Dauerbelastung und als solche nicht nur abhängig von der Belastbarkeit, der Ich-Stärke, sondern auch von der jeweiligen Persönlichkeitsstruktur, dem „Charaktertyp“.

Die tiefenpsychologische Charakterkunde kennt verschiedene Persönlichkeitstypen mit entsprechenden Charaktereigenschaften. Diese „Typen“ entsprechen seelischen Persönlichkeitsstrukturen. Es sind vor allem vier Strukturen, die bei jedem Menschen mehr oder weniger ausgeprägt vorliegen und in der individuellen Zusammensetzung seine Gesamtpersönlichkeit ausbilden. Liegt in einer oder zwei dieser Strukturen eine seelische Verarbeitungsstörung vor, kommt es zur Ausbildung einer strukturspezifischen Neurose mit Symptomatik im seelischen Erleben, im sozialen Verhalten oder/und in den körperlichen Funktionen. Seelisch bilden sich so genannte neurotische Symptome, körperlich bilden sich psycho-somatische Erkrankungen. Es können einfache Störungen der Organsteuerung sein, wie funktionelles Herzrasen, Muskelschmerzen oder Magenbeschwerden ohne erkennbare organische Ursachen. Es können sich jedoch auch psycho-somatische Krankheitsbilder entwickeln mit Organdefekt wie Magengeschwür oder Herzinfarkt als ein vielseitiges, multifaktorielles, bio-psycho-soziales Geschehen.

Zum besseren Verständnis dieser Charaktereinteilung eine kurze Beschreibung der wichtigsten seelischen Strukturanteile, ihre Entwicklung, ihre sozialen Stärken sowie einige Folgen neurotischer Störungen mit seelischen und körperlichen Störungs- bzw. Krankheitsbildern.

Die depressive, zwanghafte, hysterische Struktur sind Persönlichkeitsstrukturen, die auch die katholische Kirche in Form ihrer Gelübde kennt:

· Armut für die Versorgung und Geborgenheit als Grundlage der depressiven Struktur

· Demut für die Aggression als Grundlage der Zwangsstruktur und

· Keuschheit für die Sexualität als Grundlage der Hysterie.

Diese Charakterstrukturen bilden sich in einem Beziehungsgeschehen von Eltern-Kind bzw. sozialer Umwelt und individueller Realität.

Die narzisstische Struktur dagegen ist durch ihre primäre Selbstbezogenheit gekennzeichnet, ihre „Splendid Isolation“ und scheint in unserem Computer-Zeitalter mit maximaler Datenflut bei minimalem emotional Anteil nehmendem Beziehungskontakt zunehmend zum Problem der Vereinsamung zu werden.

Partner des Dialysepatienten: Die depressive Struktur

Die depressive Struktur umfasst den elementaren existenziellen Bereich mit Versorgung, Geborgenheit und Ernährung, aber auch Wohlwollen und Anteilnahme. Sie repräsentiert das tiefe und wichtige Lebensgefühl: Es ist gut, dass es mich gibt.

Dieses Erleben beginnt in der frühen Sozialisation der Kindheit schon mit dem ersten Lebensjahr. Ist dieses Erleben gestört, etwa durch problematische oder fehlende Elternbeziehung oder einem Nichtgewolltsein, entwickelt dieser Mensch nicht selten eine Unterordnungs- und Verausgabungstendenz. Er macht sich für andere „nützlich“ und opfert sich für diese Menschen auf. Die Folge ist meist ein entsprechendes Erschöpfungssyndrom (Burnout, chronic fatique-Syndrom), um doch noch gemochte zu werden.

Im körperlichen Bereich ist oft der Magen-Darm-Trakt mit betroffen und damit auch das zu viel und zu wenig Essen mit starkem Übergewicht oder Magersucht bzw. Bulimie.

Die Erlebnisanteile aus der depressiven Struktur sind wichtig für die Gestaltung von Qualitäten wie Genussfähigkeit und Gemütlichkeit, für allgemeine Versorgungsbereitschaft und Anteilnahme.

Ist bei dem Partner dieser depressive Bereich aufgrund einer Fehlsozialisation neurotisch gestört, kann dies zu entsprechenden Fehlverhaltensweisen führen wie: Verausgabung und Überfürsorglichkeit bis zur Infantilisierung des anderen. „Ich meine es doch nur gut mit dir“ ist eine öfter gehörte Begründung dieser Bevormundungstendenz. Betont wird vor allem die Ernährung und Versorgung. Wenn diese Kompensationsform der Überfürsorglichkeit nicht mehr funktioniert, kommt es zur Depression mit resignativer Grundstimmung und dem Gefühl, wertlos oder überflüssig zu sein.

Partner des Dialysepatienten: Die Zwangsstruktur

Die Zwangsstruktur ist benannt nach den Zwängen als den häufigsten Krankheitssymptomen wie Grübel-, Zähl-, Wasch- oder Kontrollzwängen. Im Wesentlichen repräsentiert diese Struktur die gesamte Aggression und Expansion als Abgrenzung und Verteidigung eigener Rechte gegenüber anderen. Das eigene Revier wird abgesteckt. Die Thematik kreist um Macht und mächtig Sein, um Eigenwilligkeit, sowie um die „preußischen Tugenden“ wie Gehorsam, Fleiß, Ordnung bis Unterordnung, Pünktlichkeit und Sparsamkeit.

Bei Krankheitssymptomen geht es meist „ums Prinzip“ mit Pedanterie und stundenlangen quälenden Diskussionen, wer „das letzte Wort hat“. Alles geschieht pünktlich und geregelt, in einem Perfektionismus ritualisiert. Die körperlichen psychosomatischen Auswirkungen betreffen vorwiegend den Bewegungsapparat aus Muskeln und Gelenken, mit dem relativ häufigen „Bandscheibenleiden“ als muskuläre Verspannungsfolge.

Der zwanghaft erkrankte Partner ist entsprechend perfektionistisch auf den technischen Ablauf zentriert. Er kennt alles, weiß alles, meist besser als der Hausarzt, bestimmt alles und diskutiert alles klein.

Gefühle werden eher zerredet. Die Atmosphäre ist geordnet, sauber, überschaubar und rational kühl. Bezeichnend ist auch eine generelle Sparsamkeit bis Geiz aus der tiefer liegenden Zukunftsangst und Absicherungstendenz.

Überlastung kann entstehen durch Streitereien und emotionale Beziehungskonflikte, in denen man sich außerhalb der alltäglichen Sachzwänge „auseinander lebt“ und nur noch wenig zu sagen hat. Nicht selten tauchen auch gleichzeitig körperliche Spannungssymptome auf mit Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Ein- und Durchschlafstörungen, bis Zähneknirschen als Signal überlasteter Traumarbeit, oder dem Einbruch der inneren Spannung in das vegetative Nervensystem mit essentiellem Bluthochdruck.

Partner des Dialysepatienten; Hysterie

Hysterie ist die Sozialisationsphase im vierten und fünften Lebensjahr, in der das Kind üblicherweise erstmals aus der Mutter-Kind-Symbiose heraus kommt in die ödipale Dreierbeziehung von Vater-Mutter und Kind. Damit in Zusammenhang steht die Realitätsprüfung und das Interesse an Sexualität mit den „Doktorspielen“.

Die hysterische Struktur macht das Leben bunt, gesellig, fröhlich, realitätsbezogen. Diese Menschen sind tüchtig, gut informiert über alle „Schnäppchen“ und die Mode, dabei gastfreundlich, offen und entgegenkommend.

Probleme zeigen sich in einer hysterischen Übertriebenheit der Außenerscheinung, einer generellen Tendenz zur Dramatisierung, einer relativen Unzuverlässigkeit bis Schlampigkeit sowie in sexuellen Störungen und im „Fremdgehen“. Gefühlshaft ist der Effekt wichtiger als der tiefere Affekt, der Schein wichtiger als das Sein.

Hat ein Partner solche hysterischen Störungen, neigt er zur Dramatisierung und zu affektiven „hysterischen Anfällen“ mit wirkungsvollen Auftritten. Alles ist sehr unruhig, unbestimmt, geht aber „irgendwie doch“, verunsichert jedoch stark den Dialysepatienten, vor allem bei partnerlicher Untreue und Nebenbeziehungen.

Partner des Dialysepatienten: Narzissmus

Während die depressive, zwanghafte und hysterische Struktur sich mehr in einem Ich-Du-Beziehungsgeschehen entfaltet, ist die narzisstische Struktur weitgehend auf sich selbst bezogen. Sie repräsentiert Selbstwert und Identität und ist der Motor für berufliche Höchstleistung mit hoher sozialer Position und Bedeutung.

Störungen zeigen sich entsprechend in einer Identitäts- und Selbstwertproblematik mit „Minderwertigkeitskomplexen“. Hinter dem Gefühl der Minderwertigkeit stehen in der Regel unbewusste Größenideen, die sich in der Frage verdeutlichen: Wie toll muss derjenige mit Minderwertigkeitskomplexen eigentlich sein, um sich selbst als normal akzeptieren zu können?

Bei schweren Störungen kommt es zu einer „Splendid Isolation“ mit Größendünkel und entsprechenden Behauptungskämpfen und Streitereien in der beruflichen Umgebung. Diese Menschen erscheinen dann nach außen stark und rücksichtslos, nach innen sind sie jedoch äußerst kränkbar und nachtragend. 

Anteile der Persönlichkeitsstruktur
Strukturanteile Entwicklungsbeginn soziale Stärke Idealziel Störung seelisch Störung körperlich
depressiv 1. Lebensjahr Fürsorglichkeit aufopfernd

Erschöpfungsdepression
anklammernd

Essstörung, Magen
zwanghaft 2./3. Lebensjahr Organisation stark Perfektion kämpferisch Muskel-, Gelenkschmerzen (Bandscheibe)
hysterisch 4./5. Lebensjahr Außenkontakt verführerisch (attraktiv) Außen- und Nebenaktivitäten  dramatisierend Sexualstörung, funktionelle Organstörung
narzisstisch 1.bis 5.Lebensjahr Sozialprestige großartig (grandios oder genial) Selbstherrlichkeit
alles schlecht machend
Sucht, Suizidalität und deren Folgen

Zusammenfassend lässt sich aus den verschiedenen beschriebenen Persönlichkeitsanteilen als Störungsbild und Belastungsgefahr auch für den Partner eines Dialysepatienten unter seiner Dauerbelastung sagen:

  • Der vorwiegend depressiv Strukturierte neigt in der neurotischen Entwicklung zur Aufopferung, sogar unter Schuldgefühlen, bis zur Erschöpfungsdepression. Ihm darf es „nur gut gehen, wenn es auch dem anderen, dem Partner gut geht“. Dabei kommt es in der Überfürsorglichkeit nicht selten zur Infantilisierung des anderen, mit Bevormundung und Anklammerung als Abwehr seiner tiefen Verlustängste.
  • Der vorwiegend zwangsneurotisch Strukturierte neigt in seiner Übergenauigkeit und seiner Perfektion über das „Besserwissen“ zum Machtkampf, oder aber auch zum Gegenteil der übertriebenen Unterordnung, wenn der andere „das Sagen hat“.
  • Der vorwiegend hysterisch Strukturierte neigt in der neurotischen Entwicklung zum Dramatisieren bis zur panischen Angst sowie zu erotisierten Außenaktivitäten. Auch bei ihm kann das Gegenteil auftreten, dem erotischen Rückzug, oder das Ausweichen in eine „gespielte Krankheit“.
  • Für den seelisch kranken Narzissten ist die Nierenerkrankung seines Partners letztlich eine Einbuße an dessen sozialem Funktionieren und damit an der sozialen Vorzeigbarkeit. Dies bedeutet im tieferen Erleben eine Kränkung, dass er mit einer solchen Situation belastet wird. Er verschiebt seine Kränkung nicht selten auf die anderen in Form z. B. einer Entwertung der behandelnden Ärzte, die sich „so dumm anstellen“.

Partner des Dialysepatienten: Der partnerschaftliche Gewinn aus der gemeinsam getragenen Krankheit

Es muss bei aller negativer Belastungsgefahr aber auch betont werden, dass die Pflege und Anteilnahme an der Nierenerkrankung und der Dialyse-Behandlungsnotwendigkeit des Partners unter normalen Umständen letztlich einen großen Gewinn bringt. Dieser Gewinn betrifft vor allem die Zunahme an menschlicher Nähe und die Vertiefung der Beziehung. 

  • Helfen bedeutet eine Zunahme der eigenen Bedeutung und sozialen Wertigkeit in der wichtigsten Beziehung, der Partnerbeziehung, und wirkt positiv auf die dahinter liegenden tieferen Sinnfragen des eigenen Lebens.
  • Die Beziehungsvertiefung führt zu mehr Realitätsbezug, zur konkreteren Krisenplanung, zur offenen Beschäftigung mit der Frage der Endlichkeit.
  • Die Dankbarkeit des kranken Partners bringt den erbrachten Einsatz zurück und beglückt aus der Zufriedenheit des Leidenden.
  • Der eigene Realitätsbezug als die Eichkurve für eigenes Glücklichsein wird in den positiven Bereich des „kleinen alltäglichen Glücks“ verschoben, das Leben gewinnt an emotionaler Tiefe. Einsamkeit als die moderne Gesellschaftskrankheit wird gemeinsam in den Grenzen der Realität und des Machbaren überwunden und gestaltet. Beziehung als ein sich Beziehen auf das anders Sein des anderen wird in Anteil nehmender Verbundenheit verwirklicht.

Therapiemöglichkeiten für Partner des Dialysepatienten

Zum Schluss einige Gedanken zu Therapiemöglichkeiten bei persönlichen Überlastungen und Krisen eines Dialysepartners: 

  • Am wichtigsten ist wohl die Anteil nehmende, informierende und entlastende Gesprächsmöglichkeit, strukturiert in den Selbsthilfe-Organisationen der Partnergruppen. Diese Menschen können sich aus ihrer gemeinsamen leidvollen Erfahrung am besten verstehen, beraten und unterstützen.
  • Bei bestimmten eigenen Symptomen hilft das ambulante Gespräch bei einem Psychotherapeuten, einem „seelischen Steuerberater“, möglichst über längere Dauer als Psychotherapie. Die jeweiligen Krankenkassen übernehmen auf Antrag die Behandlungskosten.
  • Bei ausgeprägter Krise und Erschöpfungsreaktion ist eine „Milieu-Therapie“ angezeigt in Form einer drei- bis vierwöchigen stationären Behandlungsphase. Geeignet sind psychotherapeutisch-psychosomatische, tiefenpsychologisch oder verhaltenstherapeu­tische Kliniken, wie auch wir in unserer Klinik diese Behandlung anbieten.

Die Kosten werden auch hier in der Regel auf Kostenantrag vor Behandlung durch die Krankenkasse oder in Form einer Rehabilitationsbehandlung durch die zuständigen Rentenversicherungsträger übernommen. 

Die Belastungen für den Partner des Dialysepatienten sind groß. Noch größer ist jedoch auch in einer Krise die Möglichkeit der Beziehungsvertiefung, der Realitätsrelativierung und der Sinnerfahrung durch eine gemeinsam gestaltete Krisenbewältigung. Dazu stehen verschiedene Hilfen und Therapiemöglichkeiten zur Verfügung, die - ähnlich wie bei einer organischen Erkrankung - im Sinne einer gemeinsamen Bewältigung genutzt werden sollten. 

Ihr Dr. med. P. Bernhard

FA für Psychotherapeutische Medizin

FA für Innere Medizin

Psychoanalyse, Sozialmedizin, Rehabilitationswesen

Weitere Informationen

Chefarzt-Sekretariat:

Frau Jäger-Berge

Telefon 05626 88-1702

Telefax 05626 88-1833

E-Mail jaeger-berge(at)hwk2.de

Dr. med. Manfred Schäfer

Ärztlicher Direktor und Chefarzt Dr. med. Manfred Schäfer

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