Sehr geehrte Damen und Herren,

aufgrund der aktuellen Corona-Lage (COVID-19) müssen wir zum Schutz der Patientinnen und Patienten sowie der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schweren Herzens ein Besuchsverbot aussprechen.

Bei den getroffenen Maßnahmen handelt es sich um eine reine Schutzmaßnahme im Zusammenhang mit dem Corona-Virus wie sie bereits in zahlreichen Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen derzeit umgesetzt werden.

Wir bitten um Verständnis und hoffen auf Ihre Unterstützung, um in dieser besonderen Situation die medizinische Versorgung von Ihnen und Ihren Angehörigen auch weiterhin optimal gewährleisten zu können.

Bleiben Sie gesund!

Bei der spasmodischen / spastischen Dysphonie handelt es sich um eine extreme Form der hyperfunktionellen Stimmstörung.

Es kommt dabei zu Verkrampfungen (Muskelspasmen) im Bereich des Atmungs- und Stimmfunktionskreises. Diese äußern sich in einer gepressten, stockenden und knarrenden Phonation mit irregulären Stimmabbrüchen und Stimmtremor. Die Behinderung wird oft von Körpermitbewegungen begleitet und nicht selten können belanglose Stimmäußerungen wie z. B. Summen oder bestimmte Silben ohne Verspannung nicht produziert werden.

Die Ursache dieser spasmodischen Dysphonie ist noch verhältnismäßig ungeklärt. Am ehesten handelt es sich um eine neurotische Fehlentwicklung. Eine psychische Begleitkomponente ist sich nicht wegzudiskutieren. Eine Psychose oder neurologische Abweichungen können im Hintergrund stehen.

Neue Untersuchen zeigen, dass dem Krankheitsbild ein neurologisches Substrat, die fokale Dystonie zugrunde liegen kann. Somit wird erklärt, dass die spasmodische / spastische Dysphonie vom Adduktortyp (Muskel der die Stimmlippen schließt) mehr einen gepressten und abgehackten Stimmklang hervorruft, als würden die Betroffenen ersticken, während sie sprechen. Die Dysphonie vom Abduktortyp (Muskel, der die Stimmlippen öffnet) zeichnet sich durch eine hauchende und flüsternde Stimmgebung aus.

Diese spasmodische Dysphonie macht das Sprechen für die betroffenen Menschen sehr anstrengend.

Die Therapie bei diesem Störungsbild erfolgen durch eine interdisziplinäre Arbeit der Bereiche Phoniatrie, Logopädie und Psychotherapie einschließend sowie der Neurologie. Oft ist nur eine geringe Verbesserung zu erzielen.

Die Behandlung der spasmodischen / spastische n Dysphonie kann über die Injektion von Botulinum-Toxin in den M. vocalis (Muskel der Stimmlippe) erfolgen, welche die unkontrollierten überschießenden Muskelaktivitäten unterbricht und zu einer ca. drei Monate anhaltenden Verbesserung der Stimme führt.

Verfasser: Team des Stimm- und Sprachheilzentrum in der Klinik Am Osterbach