KLINIK AM OSTERBACH

Rehabilitation der Stimme

Wir unterstützen Sie in Ihren individuellen Anforderungen

„Das Verständlichste an der Sprache ist nicht das Wort selber, sondern Ton, Stärke, Modulation, Tempo, mit denen eine Reihe von Wörtern gesprochen wird, kurz die Musik hinter den Worten, die Leidenschaft hinter dieser Musik, die Person hinter dieser Leidenschaft: Alles das also, was nicht geschrieben werden kann.“ (Friedrich Nietzsche)

Ziel der stationären Stimmrehabilitation

Das Ziel der stationären Stimmrehabilitation ist die Wiederherstellung oder Verbesserung der stimmlichen Leistungsfähigkeit für die individuellen Anforderungen im beruflichen Alltag und für die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.

Im Hinblick auf eine medizinisch-beruflich orientierte Rehabilitation kann neben dem Erwerb von Stimmtechniken, die ein anstrengungsfreieres Sprechen ermöglichen, und der stimmtherapeutischen Verbesserung der Trag- und Durchdringungsfähigkeit der Stimme die Erprobung kompensatorischer Hilfen (z.B. Stimmeverstärker) sinnvoll sein.

Kompetenzteam

Die Betreuung im Stimm- und Sprachheilzentrum erfolgt durch ein interdisziplinäres Kompetenzteam unter phoniatrischer chefärztlicher Leitung.

Unsere Stimmtherapeutinnen und –therapeuten haben eine abgeschlossene Berufsausbildung als Logopäde/Logopädin, bzw. als Atem-, Sprech- und Stimmlehrerin. Langjährige Erfahrung und vielfältige Weiterbildungen (u.a. in funktionalem Stimmtraining, Lichtenberger Methode, personaler Stimmarbeit, Schlaffhorst-Andersen-Methode) ermöglichen es ihnen, ganzheitlich mit Ihnen an Ihrer Stimme und der sich durch die Stimme ausdrückenden Person zu arbeiten.

Unser psychotherapeutisches Team ist in kognitiver Verhaltenstherapie, systemischer Familientherapie, Trauma- und Hypnotherapie weitergebildet und verfügt über langjährige Erfahrungen in der Vermittlung von Entspannungstechniken.

Diagnostik

  • Video-Laryngoskopie und Video-Stroboskopie mit digitaler Archivierung
  • Elektroglottographie
  • Computergestützte Stimmumfangsprofilmessung (Sprech- und Singstimmfeldmessung)
  • Elektroakustische Verfahren zur Beurteilung von z.B. Jitter und DSI (Dysphonia Severity Index)
  • Lungenfunktionstest
  • Audiologische Untersuchung
  • Bei Bedarf: Stimmbelastungstest

Rehabilitationsplan

Wir stellen den Plan individuell entsprechend Ihrer Rehabilitationsziele und medizinischen Bedürfnisse zusammen.

Grundsätzlich steht bei der Rehabilitation im Stimm- und Sprachheilzentrum die logopädische Behandlung im Vordergrund: In der Regel 4-5 mal pro Woche als logopädische Einzeltherapie sowie über zwei Wochen zusätzlich als logopädische Gruppentherapie in einer geschlossenen Gruppe.

Anwendungen und Therapien finden von Montag bis Freitag zwischen 7:00 und 17:00 Uhr, samstags bis 12:00 Uhr statt.

Psychotherapeutische Einzel- und Gruppenangebote, sowie Sporttherapie, physikalische Therapie, krankengymnastische Indikationsgruppen und verschiedene Freizeit- und Kreativangebote komplettieren das interdisziplinäre Behandlungsprogramm.

In eingeschränktem Umfang ist außerdem eine Mitbehandlung durch die anderen Abteilungen im Hause möglich. Wir bitten aber um Verständnis, dass dieses aufgrund unterschiedlicher Therapiekonzepte nur in begrenztem Umfang erfolgen kann.

Internistische Begleiterkrankungen können durch unsere Internistin mitbehandelt werden.

Dauer des Reha-Aufenthalts

Der stationäre Aufenthalt im Stimm- und Sprachheilzentrum dauert in der Regel drei Wochen. Bei entsprechender medizinisch-therapeutischer Notwendigkeit ist gegebenenfalls die Verlängerung um eine Woche möglich.

Besondere stimmrehabilitative Erfordernisse

Bei einer Stimmlippenlähmung ist neben der logopädischen Therapie die Durchführung einer hochfrequenten Exponentialstrom-Behandlung möglich. Dabei handelt es sich um die sog. „Neuromuskuläre elektrophonatorische Stimulationstherapie“ (NMEPS) nach Prof. Pahn am VocaSTIM-Gerät.

Nach Kehlkopfentfernung (Laryngektomie) führen wir eine Stimmrehabilitation mit Anbildung einer Ersatzstimmgebung (Ersatzphonation) durch. Abhängig von Ihrer persönlichen Situation kann dies z.B. in Form der Ösophagus-Ersatzstimme, sowie der Stimmgebung unter Verwendung von Stimmprothesen oder elektronischen Sprechhilfen sein.

Kontakt – Wir helfen Ihnen weiter!

Haben Sie Fragen oder benötigen Sie Hilfe bei den Formalitäten mit Ihrem Kostenträger oder bei der Einweisung? Wir stehen Ihnen gerne zur Verfügung.

Aufnahmesekretariat
Manuela Dahlmeier

Telefon 0 57 31.159-706
Fax 0 57 31.159-704

Sekretariat der Chefärztin
Birgit Alvermann

Telefon 0 57 31.159-603
Fax 0 57 31.159-607

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