In der Entwicklungsgeschichte des Menschen stellt der Fuß ein lange verkanntes Detail dar. So weist der Entwicklungsbiologe Prof. Dr. med. Schad von der Universität Witten-Herdecke auf die hervorragende entwicklungsgeschichtliche Bedeutung der Fortbewegungsorgane, insbesondere des menschlichen Fuß es hin.

Fuß konstruktion und –funktion sind einem Wandel unterworfen, der mit der Entwicklung vom Säugling zum Kind und vom Kind zum Erwachsenen einhergeht.

Der Menschen fuß hat Eigenschaften, die gleichermaßen von großer Festigkeit und großer Beweglichkeit gekennzeichnet sind. Das scheint gegensätzlich, jedoch verdanken wir Zweibeiner unsere Sicherheit im Stehen, Gehen, Hüpfen, Springen und Laufen diesen scheinbaren Gegensätzlichkeiten. Ein gesunder Fuß ist sowohl beweglich als auch standfest. Das aus 26 Knochen bestehende Fußskelett besitzt viele gelenkige Verbindungen. Nur so kann die Muskulatur des Fuß es den Fuß jeder Unebenheit des Bodens bei jeder Bewegung anpassen. Der Fuß ist also kein Knochen fuß, sondern ein Muskelorgan mit vielen Bandverbindungen zwischen den Fuß- und Zehengelenken. Der Säuglings fuß imponiert durch das plantare Fettpolster als Platt fuß. Die Aufrichtung des Fuß es beginnt in der Regel erst am Ende des ersten oder Beginn des zweiten Lebensjahres. Früher war man der Auffassung, dass man den Fuß über äußere Unterstützung (Einlagen) helfen müsse.

Heute wissen wir, dass der kindliche Fuß in seiner normalen Entwicklung keine Einlagen, sondern Bewegungsfreiheit und Belastung braucht. Barfußgehen auf weichem Untergrund wird empfohlen.

Andererseits bringt das Leben in einer modernen Industrie-Gesellschaft auch deutliche Probleme für unsere Füße, wobei beispielhaft der zunehmende Bewegungsmangel, Körpergewichtsprobleme oder mode- und nicht funktionsorientierte Trends in der Schuhgestaltung genannt seien.

Ein gut funktionierender Fuß erfährt von uns häufig wenig Würdigung.

Vielleicht trifft es auch für Sie zu, dass man sich seiner wichtigen Funktion und großen Leistungsfähigkeit nicht bewusst wird, solange der Fuß „funktioniert“ und nicht schmerzt.

Die Aufmerksamkeitslenkung ändert sich sofort, wenn Probleme am Fuß oder Sprunggelenk entstehen.

Bei jedem Schritt wird den Betroffenen dann schmerzhaft bewusst, welchen Belastungen unsere Füße ausgesetzt sind.

Sollten auch Sie an Problemen oder Schmerzen im Fuß-, Zehen- oder Sprunggelenkbereich leiden, tragen wir mit unserem orthopädisch-rehabilitativen Wissen und unseren Möglichkeiten gern zur Verbesserung dieses Zustandes bei und würden uns freuen, sie ambulant oder stationär bei uns betreuen zu dürfen.

Wenn Sie Fragen zu diesem Thema haben, rufen Sie doch einfach an oder besser – schicken sie eine Mail.

Konkretere Informationen können Sie auch unter den verschalteten Links (z. B. zur Sprunggelenkarthrose, Fußfehlformen wie Knick-Senk-Spreizfuß oder Hallux valgus) finden.

Wir möchten Ihnen helfen, wieder fröhlich und schmerzfrei zu gehen.

Verfasser: Dr. med. Petra Brückner

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