Die therapeutische Anwendung der auf physikalischem Wege erzeugten Ganzkörpertemperaturerhöhung (Ganzkörper-Hyperthermie) hat eine lange, wechselvolle Geschichte und beispielhaft wird häufig der griechische Arzt Parmenides (4. Jahrhundert vor Christus) zitiert – „ich heile alle Krankheiten, wenn ich nur Fieber erzeugen könnte“.

Als besonders geeignet zur Erzeugung einer Ganzkörper-Hyperthermie erweist sich die Nutzung von Infrarot und hier insbesondere der kurzwellige Anteil (Infrarot A).

Die Infrarot A-Ganzkörper-Hyperthermie ist deutlich weniger thermisch belastend/ stressend als andere systemische Hyperthermie-Verfahren, wie z. B. Überwärmungsbäder/Moorbäder und kann im Gegensatz zur Hochfrequenzelektrotherapie auch bei Metallimplantat- und Herzschrittmacherträgern eingesetzt werden.

Die Infrarot-A-Ganzkörper-Hyperthermie in ihrer milden Form (d.h. Erzeugung einer Körperkerntemperaturerhöhung auf maximal 38,5°C) ist indiziert zur Behandlung generalisierter Schmerzen wie der Fibromyalgie, lokaler Schmerzsyndrome, z.B. im Rückenbereich, polyarthrotischer Veränderungen, aber auch für die Therapie einzelner degenenerativ funktionsgestörter großer und kleiner Gelenke.

In Anwendungsbeobachtungsstudien und Pilotarbeiten zur milden Infrarot A-Ganzkörper-Hyperthermie fanden sich Positiveffekte, vor allem bezüglich Schmerz und Funktion.

Seit mehr als 3 Jahren behandeln wir in der Klinik Hoher Meissner in großem Umfang Fibromyalgiepatienten.

Um die Beschwerden der Betroffenen zu reduzieren, haben wir ein komplexes Behandlungsprogramm, bestehend aus moderater Krankengymnastik, balneophysikalischen Behandlungsinhalten, psychologischer Mitbetreuung, themenzentrierter Gesprächstherapie und wenn gewünscht, leichter Sport- und Trainingstherapie (ohne Gewinner und Verlierer) etabliert.

Die Behandlung von Ihnen - als Fibromyalgie-, Rückenschmerz- und Arthrosepatienten/innen - liegt uns sehr am Herzen!

Nicht der Schmerz soll Macht über Sie gewinnen, sondern Sie sollen den Schmerz beherrschen.

Auf dem Weg zu Schmerzlinderung möchten wir gemeinsam mit Ihnen ein gutes Stück vorankommen und haben deshalb nach zusätzlichen Möglichkeiten zur Schmerzlinderung gesucht.

Diese Überlegung führte zur Anschaffung einer Hyperthermie-Einrichtung.

Nachfolgend möchten wir das Prinzip der Hyperthermie behandlung erklären:

Als Hyperthermie-Anlage nutzen wir die im offenen Design (keine Platzangst der Patienten) gestaltete Einheit IRATHERM 1000 des Ardenne-Institutes für Angewandte Medizinische Forschung Dresden.

Durch das in dieser Einheit genutzte Prinzip der Wasserfilterung wird reines, kurzwelliges Infrarot A erzeugt, mit dem Effekt der beschleunigten Körpererwärmung (Behandlungszeitreduktion auf ca. 40 Minuten mit Erwärmungs- und Wärmestauphase) und Reduktion des thermischen Stresses.

Bei gegebener fachtherapeutischer Aufsicht werden laufend, vermittels Gerätüberwachungseinheit, die Körpertemperatur, die Herzfrequenz, die Sauerstoffsättigung und die Strahlerleistung registriert.

Wir bieten Ihnen mit der milden wassergefilterten Infrarot A-Ganzkörper-Hyperthermie eine innovative und sehr gut verträgliche Form der Wärmetherapie auf hohem wissenschaftlichem Niveau für chronische Schmerzzustände (wie Fibromyalgie) an.

Wir sind überzeugt, dass wir durch die Anschaffung dieses speziellen Hyperthermie-Gerätes einen weiteren wertvollen Baustein im Puzzle zur Bewältigung von chronischen Schmerzen des Haltungs- und Bewegungssystems für Sie, als chronischem Schmerzpatienten, gefunden zu haben.

Sinnvoll und geeignet erscheint die Infrarot A-Ganzkörperhyperthermie in ihrer milden Form (d. h. Erzeugung einer Körperkerntemperaturerhöhung auf maximal 38,5° C) sowohl theoretisch als auch praktisch klinisch für die Behandlung generalisierter Schmerzen wie der Fibromyalgie, lokaler Schmerzsyndrome, z. B. im Rückenbereich, polyarthrotischer Veränderungen, aber auch hinsichtlich der Therapie einzelner arthrotisch funktionsgestörter großer und kleiner Gelenke.

Verfasser: Dr. med. Petra Brückner

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