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Schmerzbehandlung

Anders als bei den "akuten Schmerzen", die jeder kennt, findet man bei chronischen Schmerzen oft keine eindeutige organische Ursache. Oder die organische Ursache der Schmerzen ist nicht oder nur unzureichend behandelbar.

Dennoch gibt es zahlreiche Möglichkeiten der Schmerzbehandlung. Bei Schmerzen aufgrund von Muskelverspannungen bieten sich verschiedene Entspannungstechniken wie Autogenes Training oder Progressive Muskelentspannung an.

Auch Wärme (z.B. Hyperthermie), physikalische Therapien sind besonders bei chronischen Schmerzen sowie Muskelverspannungen wirksam.

Hyperthermiebehandlung

Ganzkörperhyperthermie ist die therapeutische Anwendung auf physikalischem Wege erzeugter Temperaturerhöhung des ganzen Körpers.

Gut geeignet zur Erzeugung einer Ganzkörperhyperthermie erweist sich Infrarot und hier besonders der kurzwellige Anteil (Infrarot A).

Finden Sie hier mehr Infos zu unserer Hyperthermiebehandlung 

Muskelentspannung

Bei uns gehören Entspannungstechniken zum festen Bestandteil der Schmerzbehandlung. Neben dem Autogenen Training spielt die Progressive Muskelentspannung nach Dr. Edmund Jacobson eine wichtige Rolle.

Physikalische- und Trainingstherapie

Die Physikalische Therapie dient:

  • der raschen Mobilisierung und Rekonditionierung nach Krankheit und Operation
  • als spezifisches Funktionstraining der Grundfunktionen, wie Wärmehaushalt, Kreislauf, Atmung, Bewegungssystem bei kranken Patienten
  • als Basistherapie bei Überforderung, gestörter Anpassung an die Umweltbedingungen oder anderen rehabilitativen Defiziten

Physiotherapeutische Verfahren spielen, neben medikamentösen und psychologischen Therapien, eine zentrale Rolle in der Schmerztherapie.

Die Auswahl geeigneter Behandlungsverfahren ist nicht leicht, da eine Vielzahl von Methoden zur Verfügung stehen und die Wirksamkeit mancher Therapien nicht durch prospektive Studien belegt ist.

Bei der Behandlung des Schmerzgeschehens ist zu beachten, dass es durch die somatische, psychische, aber auch soziale Faktoren bestimmt wird.

Der Schmerzchronifizierung entgegenwirken

Bereits im frühen Schmerzstadium muss das Ziel des Behandlerteams darauf gerichtet sein, einer Schmerzchronifizierung entgegen zu wirken.

Zur Definition eines chronischen Schmerzes reicht es nicht aus, allein die zeitliche Dimension zu berücksichtigen:

  • mehr als 3 Monate anhaltende Schmerzsymptomatik
  • mehr als 4-wöchige Arbeitsunfähigkeit
  • akute Schmerzepisoden, mindestens zwei mal im Jahr

Die Chronifizierung ist gekennzeichnet durch zunehmende Schmerzausdehnung auf andere Lokalisationen, bis hin zum generalisierten Schmerzsyndrom, Umfang der Medikation und die Häufigkeit von Arzt- und Krankenhauskontakten.

Der Einsatz passiver Behandlungsmethoden darf sich nur auf die Anfangszeit erstrecken, da ein alleiniger Einsatz von Passivtherapien eine Schmerzchronifizierung begünstigt.

Finden Sie hier mehr Infos zu unserer Physikalischen und Trainingstherapie bei Schmerzpatienten.

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