NEUROLOGISCHE AKUTKLINIK

Multiple Sklerose

Austausch mit einer Betroffenen

Als ich an Multipler Sklerose erkrankte versuchte ich, die Krankheit „kopfmäßig“ zu verarbeiten. Ich hatte nur wenig Gelegenheit und Möglichkeiten, mit Betroffenen zu sprechen. Die entstandenen Ängste und Sorgen über meine Situation verdrängte ich.

Ich grenzte mich von Familienangehörigen, Freunden und Bekannten ab, weil sie mich mit Ratschlägen und Fragen überhäuften und mich damit immer mehr verunsichert haben. Durch die Klinikaufenthalte und Gespräche mit Betroffenen gelang es mir allmählich, meine Ängste zu formulieren. Dadurch lernte ich, mit ihnen umzugehen.

Rückblickend hätte mir in der ersten Zeit nach Diagnosestellung eine Anlaufstelle geholfen, über meine Situation und meine Fragen sprechen zu können.

Heute weiß ich, dass die Auseinandersetzung mit der Diagnose weitgehend von der Stabilität der Patienten abhängig ist. Gespräche können Patienten davor schützen, dass sie sich in ein Schneckenhaus zurückziehen. Darum möchte ich einen Erfahrungsaustausch von Betroffenen mit Neu-Betroffenen aufbauen, der die Zeit nach der Diagnosestellung begleitet.

Kontakt

Sprechstunden: jeden Dienstag 10:00 - 12:00 Uhr Raum 913 im Erdgeschoss.

Sie können mich auch telefonisch erreichen. Jeden Dienstag zwischen 10:00 und 10:15 Uhr unter der Telefonnummer 0 56 26.87-913