Sehr geehrte Damen und Herren,
wir schützen Sie und uns!

Gemeinsam in interdisziplinären Teams inklusive unserer Fachabteilung Krankenhaushygiene passen wir stets unsere Corona-Schutzmaßnahmen an die aktuellen Bestimmungen an. Damit schaffen wir Ihnen Voraussetzungen, die Ihnen einen sicheren und effektiven Reha-Aufenthalt ermöglichen. Bitte beachten Sie jedoch, dass diese Maßnahmen in Einzelfällen je Klinik voneinander abweichen können.

Nicht zuletzt möchten wir Ihnen und unseren Mitarbeitern dadurch das Gefühl von bestmöglicher Sicherheit geben. Dazu benötigen wir ebenso Ihre Unterstützung hinsichtlich der Maßnahmeneinhaltung und bitten Sie um Verständnis.

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Nach Dickdarmoperationen klagen viele Menschen über Verdauungsbeschwerden. Um den Darm weitestgehend zu entlasten, ist es deshalb sinnvoll, im Anschluss an eine Operation einige Ernährungsaspekte zu beachten.

In der Sonnenberg-Klinik wird im Rahmen der Ernährungsberatung und Ernährungstherapie darauf eingegangen und eine den Darm schonende sogenannte „Leichte Vollkost“ verabreicht.

Im Folgenden finden Sie einige Tipps und Hinweise, welche den Heilungsprozess unterstützen.

Anfangs blähungsarm essen (Schonung der Wunde) - verträgliche Gemüse siehe unten - kann später erweitert werden je nach individueller Bekömmlichkeit.

Leicht verträgliche Gemüse sind in der Regel: Möhren, Zucchini, Fenchel, Schmorgurke, geschmorte Tomaten (ohne Haut), Sellerie, rote Bete, Spinat, Kürbis - Broccoli und Blumenkohl müssen ausgetestet werden.

Rohkostsalate (langsam aufbauend, beginnen mit): leichtem Blattsalat, fein geriebenen Möhren, günstig für den Darm sind Gemüsesäfte wie Möhren- und Tomatensaft.

Generell darf die Ernährung pflanzenbetont sein, d.h. täglich gekochtes Gemüse, dazu Naturreis, Nudeln oder Kartoffeln, nach Verträglichkeit etwas Rohkostsalat und Obst.

Für den Darm sind Milchsäure und Milchsäurebakterien wichtig, enthalten in: Naturjoghurt, Buttermilch, Kefir, Kanne Brottrunk, milchsauer vergorenen Gemüsesäften.

Fleisch muss nicht - kann aber in Maßen gegessen werden, d.h. max. 2-3 mal pro Woche eine kleine Portion (ca. 100g); Fisch empfehlen wir 1-2 x pro Woche.

bei Vollkornbrot sollten Sie auf feine Krume achten, d.h. Brot aus fein gemahlenem Vollkornmehl, ohne ganze Körner, geeignet sind aber auch Grau- oder Mischbrote.

Tee aus Fenchel, Kümmel und Anis ist sehr bekömmlich und vertreibt unangenehme Blähungen.

Dies sind grobe Richtlinien, welche man bei der Ernährung nach Darmoperation beachten sollte. Grundsätzlich muss immer in der individuellen Ernährung die Bekömmlichkeit und Verträglichkeit verschiedener Speisen ausgetestet werden.

Ist die Darmschleimhaut, z.B. als Folge einer Strahlen- und Chemotherapie, geschädigt, werden häufig lactosehaltige Milch und Milchprodukte in der Ernährung nicht vertragen.

Der in der Milch enthaltene Milchzucker (Lactose) wird im Dünndarm nicht abgebaut und gelangt in die unteren Darmabschnitte, wo er Krämpfe und Durchfälle auslösen kann.

Sie sollten deshalb zunächst etwas vorsichtig sein. Am besten werden in der Regel kleine Mengen Sauermilchprodukte (Joghurt, Quark) vertragen, während frische Milch häufiger Beschwerden hervorruft. Sofern Sie eine Lactoseintoleranz bemerken, sprechen Sie uns bitte an.

Verfasser: Chefarzt PD Dr. med. Johannes Zahner