SONNENBERG-KLINIK

Logopädie

Störungen der Sprache und Stimme sowie beim Sprechen und Schlucken

Logopädie bei onkologischen Erkrankungen

Die logopädische Behandlung umfasst nach Krebs im Bereich des Kopfes und Halses vor allem die Bereiche Kommunikation (Sprechen, Stimme) und Nahrungsaufnahme (Kauen und Schlucken). Selbstverständlich behandeln wir auch nicht-tumorbedingte Störungen in diesen Bereichen (z.B. Stimmbandlähmungen).

Für die Behandlung stimmen sich Ärzte, Ernährungsberaterin, Physiotherapeuten, Lymphtherapeuten, Pflegedienst und anderen Beteiligte (etwa Hilfsmittelherstellern) eng ab. Das ist durch die oft rasch wechselnde Symptomatik notwendig.

Eine große Hilfe ist für viele Patienten die Arbeit an der Verbesserung der Aussprache und damit der Verständlichkeit. Nach Kehlkopfentfernung kann am Erlernen einer Ersatzstimme gearbeitet werden.

Manche Patienten neigen dazu, sich zu verschlucken (Aspiration) und müssen lernen, mit speziellen Esstechniken und geeigneten Speisen ihre Nahrung zu sich zu nehmen.

Wir behandeln:

  • Sprechstörungen
  • Stimmstörungen
  • Schluckstörungen
  • Kommunikationsstörungen

Häufig sind Betroffene neben ihren körperlichen Beschwerden auch psychisch belastet. Ist die Mitteilungsfähigkeit zusätzlich beeinträchtigt, findet nicht selten ein sozialer Rückzug statt.

Daher zielt die logopädische Behandlung auch darauf ab Aktivität, Selbstakzeptanz, Selbstbewusstsein und Selbständigkeit zu fördern.

Logopädie bei neurologischen Erkrankungen

Ziel der Logopädie ist die Untersuchung und Behandlung von Sprech-, Sprach-, Stimm- oder Schluckstörungen. Die Behandlung in der Logopädie orientiert sich dabei an den individuellen Voraussetzungen, Bedürfnissen und Fähigkeiten des Patienten. Dabei versuchen wir, für jeden Patienten die bestmögliche Lebensqualität in den Bereichen Kommunikationsfähigkeit und Nahrungsaufnahme zu erreichen.

Kommunikationsfähigkeit

Dabei kann je nach Schweregrad der Störung eine völlige Wiederherstellung der verbalen Kommunikationsfähigkeit sein. In anderen Fällen besteht das Behandlungsziel darin, mit dem Patienten Möglichkeiten zu erarbeiten, sich unter Nutzung aller Kommunikationskanäle (auch Gestik, Mimik) verständlich machen zu können.

Nahrungsaufnahme

Bei schwer betroffenen Patienten besteht das primäre Behandlungsziel darin, eine orale Ernährung bei minimierter Aspirationsgefahr möglich zu machen. Patienten mit relevanten Schluckstörungen untersichen wir am Tag der Anreise logopädisch, die Kost legen Patient und aufnehmender Arzt in Absprache fest.

Eine weitere Absprache findet in den regelmäßigen Teambesprechungen statt.

Der Aufbau der Speisen je nach Fähigkeiten des Patienten erfolgt ebenfalls gemäß Beurteilung der Logopäden in Abstimmung mit den behandelnden Ärzten. Es existieren verschiedene Diäten, deren Konsistenz gemeinsam mit den Diätassistentinnen der Klinik festgelegt wurde.

Bei komplexen Störungen erfolgt eine HNO-ärztliche Beurteilung des Schluckaktes in der HNO-Klinik der Universitätsmedizin Göttingen.