WERNER WICKER KLINIK

Neuro-Urologie

Abklärung und Therapie neurogener Harnblasenfunktionsstörungen

Chefarzt Dr. med. Marcus Nehiba leitet die Abteilung für Neuro-Urologie. Die Abteilung bietet mit modernen operativen und konservativen Verfahren eine differenzierte Abklärung und Therapie neurogener Harnblasenfunktionsstörungen (z.B. infolge einer Querschnittlähmung, einer multiplen Sklerose, eines Parkinsonsyndroms oder anderer neurologischer Erkrankungen).

Die Abteilung versorgt frischverletzte und chronisch querschnittgelähmte Patienten und Patientinnen fachübergreifend in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Rückenmarksverletzte. Jährlich behandeln wir 2 200 – 2 300 stationäre und ambulante Patienten mit unterschiedlichen neuro-urologischen Funktionsstörungen.

Die Neuro-Urologische Abteilung verfügt über 40 Betten. Damit gehört sie zu den größten neuro-urologischen Abteilungen Europas. Die Versorgung ist ausgerichtet auf querschnittgelähmte Patienten.

Behandlungsziele

  • Klassifikation der Harnblasenfunktionsstörung
  • Einleitung einer individuellen konservativen oder operativen Therapie

Therapieverfahren

Uns steht das ganze Spektrum moderner konservativer und operativer Therapieverfahren zur Verfügung:

  • medikamentöse Therapien
  • Einweisung in den intermittierenden Katheterismus
  • transurethrale Operationen z.B. Botox-Injektionen in die Blase
  • sakrale Deafferentation mit Implantation eines Vorderwurzelstimulators
  • sakrale Neuromodulation
  • Darmerweiterungsplastiken der Harnblase
  • Harnblasenersatz oder Harnableitung
  • Implantation eines künstlichen Schließmuskelsystems oder Schwellkörperimplantate

Diagnostik

Basis der Diagnostik sind verschiedene urodynamische Verfahren, die den Umfang der Funktionsschädigung der oberen und unteren Harnwege klären helfen.

Wir verfügen über vier moderne (video-) urodynamische Messplätze mit deren Hilfe wir Funktionsabläufe synchron messbar und sichtbar machen können.