WERNER WICKER KLINIK

Schüler leiten eine Station

Unsere Gesundheits- und Krankenpflegeschüler üben Verantwortung

Bereits zum dritten Mal führten wir an der Werner Wicker Klinik das Projekt „Schüler leiten eine Station“ durch.

Der Kurs GKP 15 des hauseigenen Bildungszentrums übernahm vor Ort die Organisation der Station B4 mit der umfassenden pflegerischen Versorgung der Patienten. Es waren 17 Gesundheits- und Krankenpflegeschülern daran beteiligt.

Das Projekt diente der professionellen Prüfungsvorbereitung, mit dem Ziel, den Schülern einen Einblick und Übungsmöglichkeiten für das eigenverantwortliche Arbeiten in der Praxis zu geben.

Initiatorin war die zuständige Praxisanleiterin der Station Frau Diana Böttcher. Sie übernahm in Zusammenarbeit mit Lehrern des Bildungszentrums auch die Leitung.

Unterstützt wurde das Projekt von Gottfried Fischer, dem verantwortlichen Pflegedirektor der Werner-Wicker-Klinik. Der leitende Chefarzt des Zentrums für Rückenmarkverletzte, PD Dr. med. Thomas Meiners, war gerne bereit, der Durchführung dieser Maßnahme zuzustimmen.

Die Station

Bei der B4 handelt es sich um eine Station mit 26 Betten auf der insbesondere Patienten mit der Diagnose Querschnittlähmung betreut werden. Patienten mit einer Querschnittlähmung sind in ihren Handlungsmöglichkeiten vielfach eingeschränkt. Je nach Lähmungshöhe benötigen sie in vielen bis allen Bereichen der täglichen Selbstpflege und ihrer Aktivitäten Unterstützung.

Die praktische Begleitung vor Ort erfolgte, neben Frau Diana Böttcher, durch Frau Ulrike Gräbing und weitere erfahrene Kollegen der Station B4. Alle Beteiligten waren mit Begeisterung dabei und unterstützten die Schüler mit professionellem Rat bei ihrer Arbeit.

Über Allem wachte der verantwortliche Stationsleiter Josef Maier.

Er stellte insbesondere die reibungslose Kooperation mit den ärztlichen Mitarbeitern sicher und koordinierte die externe Kommunikation.

Routine und Sicherheit

Das diesjährige Projekt wurde von 7 auf 10 Tage erweitert. Das sollte den Schülern die Möglichkeit geben, mehr Routine und Sicherheit in der Patientenversorgung zu erlangen. Ebenso sollten sie zwischen den einzelnen Schichten wechseln, um die Schwerpunkte innerhalb der unterschiedlichen Arbeitszeiten kennenzulernen.

Natürlich bedurfte es zur Durchführung des Projektes einer intensiven Vorplanung. Dabei wurden Dienstpläne geschrieben, das Einverständnis der Patienten eingeholt und die Schüler sowohl theoretisch, als auch praktisch auf die verantwortungsvollen Tätigkeiten vorbereitet.

Aufgabenschwerpunkte

Aufgabenschwerpunkte für die Schüler waren die umfassend geplante und prozessorientierte Pflege, Kooperation mit anderen Berufsgruppen sowie Organisation und Dokumentation der Pflegeleistungen. Dazu wurden unterschiedliche Anleitungen und Beratungsgespräche von den Schülern individuell geplant und durchgeführt. Zielsetzung war, Patienten mit der Diagnose Querschnittlähmung auf die pflegerische Versorgung im häuslichen Bereich professionell vorzubereiten.

Am Ende des Projektes wurde in „ Großer Runde“ eine Reflexion durchgeführt. Dabei waren neben den betreuenden Kolleginnen auch Lehrer des Bildungsinstitutes und der Pflegedirektor anwesend.

Die Schüler beschrieben die selbständige, eigenverantwortliche Arbeit als sehr lehrreich. Sie konnten viele positive Erkenntnisse für ihre zukünftige berufliche Praxis gewinnen.

Wichtig war die Auswertung der anonymen Patientenbefragung. Sie ergab, dass sich die Patienten sehr gut und sicher versorgt gefühlt haben.

Insgesamt war das Projekt für alle Beteiligten ein voller Erfolg.

Diana Böttcher