Was ist eine Klavikulafraktur?

Es handelt sich um einen Bruch des (knöchernen) Schlüsselbeins, welches einerseits Kontakt zum Brustbein hat, hingegen mit seinem äußersten Ende einen Teil des Schultergelenkes darstellt.

Welcher Verletzungsmechanismus führt zu einer Klavikulafraktur?

Die Klavikulafraktur kommt häufig vor (etwa 10 % aller Knochenbrüche). Sie entsteht entweder durch eine direkte Gewalteinwirkung (Verkehrsunfall) und liegt dann meist im mittleren Bereich des Schlüsselbeines. Aber auch ein indirektes Trauma mit seitlicher Stauchung des Schultergürtels, z.B. ein Sturz auf die Schulter (Rennradfahrer) kann eine Klavikulafraktur verursachen.

Welches sind die typischen Symptome einer Klavikulafraktur?

Es besteht eine oft erheblich druckschmerzhafte Schwellung über der Bruchstelle sowie eine schmerzhaft eingeschränkte Armbeweglichkeit, auf der betroffenen Seite hängt die Schulter herab und die Schulterbreite ist vermindert. Häufig lässt sich eine Stufe über dem Schlüsselbein tasten und das schultergelenkferne Bruchende wird durch Muskelzug nach oben gezogen. Das Betasten der Bruchstelle erzeugt eine schmerzhafte Krepitation (Reiben der Bruchenden aneinander). Es ist auf eine mögliche Mitverletzung der Gefäße und Nerven zu achten.

Welche apparativ-diagnostischen Methoden kommen bei Klavikulafraktur zum Einsatz?

Es werden Röntgenaufnahmen des Schlüsselbeines erstellt.

Welches sind die Therapieprinzipien bei einer Klavikulafraktur?

In den meisten Fällen wird eine konservative, d.h. nicht-operative Behandlung möglich sein mit Ruhigstellung des Schultergürtels im so genannten Rucksackverband für einen Zeitraum von etwa 4 Wochen. Der Verband muss regelmäßig nachgezogen werden, um eine Verkürzung des Schultergürtels zu verhindern.

Ein operatives Vorgehen, d.h. eine Versorgung des Knochenbruches mit Schrauben, Platten und/oder Drähten wird bei einer erheblichen, insbesondere gelenknahen Verschiebung aber auch bei einem offenen Bruch durchgeführt.