Welche Ursachen können zu einem Skidaumen, d.h. einem Riss des ulnaren Seitenbandes am Daumen führen?

Es handelt sich um eine äußere Gewalteinwirkung mit Riss des ellenwärts gelegenen Seitenbandes am Daumengrundgelenk, die als typische Verletzung des Skifahrers auftritt. Verletzungsmechanismus ist häufig ein Sturz auf den abgespreizten Daumen oder auch das Hängenbleiben beim Sturz in der Schlaufe des Skistocks.

Welches sind die Symptome beim sog. Skidaumen?

Es kommt zu einer Schwellung über dem Daumengrundgelenk, eventuell mit einem Bluterguss. Außerdem besteht ein starker Bewegungsschmerz. Zur Untersuchung wird vom Arzt eine Stabilitätsprüfung durchgeführt mit passiver Dehnung bei gestrecktem und um 30° gebeugtem Daumen (im Seitvergleich !).

Welche apparativ-diagnostischen Verfahren kommen beim Skidaumen um Einsatz?

Es werden Röntgenaufnahmen erstellt, um einen knöchernen Ausriss der Sehne ausschließen zu können. So genannte „gehaltene“ Aufnahmen werden immer im Vergleich zur Gegenseite durchgeführt, um eine Gelenkinstabilität ggf. röntgenologisch auch belegen zu können. Für die Indikation zur operativen Versorgung ist allerdings der klinische Eindruck entscheidend.

Welches sind die Therapieprinzipien beim Skidaumen?

Im Falle einer Teilruptur ist eine Ruhigstellung des Daumens im Gips oder mit Hilfe einer Orthese für den Zeitraum von 3 Wochen ausreichend. In der Regel ist jedoch ein operatives Vorgehen mit Naht des zerrissenen Bandes angezeigt. Es erfolgt postoperativ ebenfalls eine Ruhigstellung in einer Daumenschiene, welche die Bewegung im Daumengrundgelenk verhindert. Danach ist eine zunehmende Belastung wieder möglich.