Ihre Gesundheit, unsere Verantwortung – Qualität und Sicherheit während der Covid-19 Pandemie

Ihre Gesundheit steht für uns an erster Stelle und es ist uns wichtiger denn je, dass Sie sich in der Zeit der Pandemie bei uns sicher und gut aufgehoben fühlen. Unsere Corona-Schutzmaßnahmen werden stets in interdisziplinären Expertenteams mit den örtlichen Gesundheitsämtern abgestimmt und an aktuelle Entwicklungen angepasst. Damit schaffen wir für Sie die besten Voraussetzungen eines sicheren sowie wirkungsvollen Aufenthalts.

Durch Corona-Schutzmaßnahmen, die in unseren Klinikalltag integriert sind, ist die Qualität der medizinischen Versorgung sichergestellt. In kleineren Therapiegruppen können sich unsere Therapeuten sogar noch besser auf Sie und Ihre Bedürfnisse einstellen.

Wir verifizieren die Unbedenklichkeit Ihrer Aufnahme durch Kontrolle eines aktuellen, negativen Covid-19-Testergebnisses und führen auch im Verlauf Ihres Aufenthaltes weitere Kontrollen durch. Zusätzlich werden unsere Mitarbeiter in regelmäßigen Abständen getestet.

Nicht zuletzt möchten wir Ihnen und unseren Mitarbeitern dadurch bestmögliche Sicherheit geben. Dazu benötigen wir ebenso Ihre Unterstützung hinsichtlich der Maßnahmeneinhaltung - bitten haben Sie Verständnis.

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Insgesamt gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Kopfschmerzformen. Die wichtigsten und häufigsten davon sind neben der Migräne, der Spannungskopfschmerz und der Medikamenten-induzierter-Kopfschmerz.

Die Migräne ist eine häufige Erkrankung, ca. 6 % der Männer und 12 % der Frauen in Deutschland leiden unter ein- oder mehrmaligen Migräne -Attacken. Es handelt sich dabei um heftige, häufig einseitig pochende Kopfschmerzen, die bei körperlicher Betätigung an Intensität zunehmen. Die Dauer der Migräne - Attacken liegt zwischen 4 und 72 Stunden. Manchmal treten vor der Migräne gewisse Reiz- und Ausfallerscheinungen auf, die als sogenannte Aura der Migräne bezeichnet werden. Hierbei kann es sich um Sehstörungen, Sensibilitätsstörungen, Sprech- oder Sprachstörungen handeln. Typisch für diese Aura der Migräne ist, dass sich dies innerhalb von 10 bis 20 Minuten entwickelt und sich dann langsam wieder zurückbildet. 

Migräne wird auch oft mit beeinflusst durch Umweltfaktoren wie Lärm, Aufenthalt in großer Höhe oder stark mit Nikotin belastete Räume. Psychologische Faktoren wie Stress und Entlastungsreaktionen, Prüfungsängste etc. können auch Migräne auslösen. Bestimmte Genussmittel wie Rotwein, auch gelegentlich bestimmte Käsesorten und Schokolade können ebenfalls eine Migräne mit auslösen.

Rolle der Rehabilitation

Die Therapie der Migräne erfolgt durch Medikamente und Rehabilitation. Dabei reicht die medikamentöse Bandbreite der Migräne in der Rehabilitation von gängigen Schmerzmitteln bis hin zu neuen und teils teuren sogenannten Serotonin-Agonisten („Triptane“). Bei Patienten mit häufiger Migräne sollte eine sogenannte Prophylaxe (Vorbeugung) begonnen werden.

Dabei kann eine stationäre Rehabilitation mit einem gezielten Therapiesetting und der Ausschaltung von den belastenden Faktoren im Alltag bei Migräne – Patienten durchaus sehr hilfreich sein und manchmal langfristig eine Besserung bringen. Eine ganzheitliche Betrachtung der Migränepatienten in der Rehabilitation ist sehr wichtig. Besonders bei der Migräne zeigt sich, dass Körper, Geist, Gemüt und Seele eine Einheit bilden und daher sollte das Therapiekonzept der Migräne während der Rehabilitation nicht nur isoliert den Kopf betrachten, sondern den Menschen als Ganzes.

Unsere Ziele

Zunächst einmal werden bei Migräne – Patienten die Medikamente überprüft und evtl. verändert. Hierbei ist bei langjährigen Migräne – Patienten die Vermittlung neuer und nicht medikamentöser Strategien wichtig. Die häufige jahrelange und manchmal auch unkritische Einnahme von Schmerzmitteln führt zu zusätzlichen Kopfschmerzen, dem sogenannten Medikamenten-induzierten Dauerkopfschmerzen.

Ärztlicher Beratung der Migräne – Patienten, der Vermittlung von Stressbewältigungsstrategien, Umgang mit den Schmerzen und Erlernen von Entspannungstechniken. Als besonders wirksam in der Rehabilitation bei Migräne – Patienten haben sich dabei Autogenes Training, progressive Muskelrelaxation nach Jacobsen erwiesen.

Die Physiotherapie setzt für Muskelverhärtungen oder –Verkürzungen einem individuellen Therapieplan an. Andere wichtige Bausteine der Physiotherapie bei Migräne – Patienten sind: Craniosacrale Therapie, Kopfschwartenlockerungen. Aerobe-Ausdauersportarten haben einen wissenschaftlichen Nachweis in der Migränebehandlung. Daher wird eine Ausdauertraining-Gruppe von den Physiotherapeuten hierzu angeboten.

In der Ergotherapie können gezielte Übungen für die Entspannung der oberen Extremitäten und des Gesichts durchgeführt werden.

Die Physikalische Therapie ist eine wichtige Abteilung in der Rehabilitation von Migräne. Als sehr wirksam in der Behandlung von Migräne – Patienten haben sich dabei Massagen der Schulter-Nackenregion, Hydrojet, gezielte Wirbelsäulenmassagen, Moorpackungen und Schmerztherapie mittels Elektrotherapie - Hochvolt erwiesen.

In der Rehabilitation ist für Patienten mit Migräne auch eine Überprüfung der Ernährungsgewohnheiten sehr wichtig, dies geschieht hier mit Hilfe einer kompetenten Diätassistentin. Besonders der Genuss von Fett, Süßigkeiten und Zitrusfrüchten, Kaffee, Alkohol und Nikotin wird dabei kritisch beurteilt.

Grundsätzlich ist bei der stationären Rehabilitation von Migräne - Patienten ein individuelles Therapieprogramm wichtig, was auch eine genaue Erhebung der Erkrankung und Beschreibung der Symptome einbezieht.

Die MigräneLiga e.V. Deutschland unterstützt betroffene Migränepatienten mit Aktionen, Selbsthilfegruppen und Informationen rund um die Migräne: www.migraeneliga.de

Spannungskopfschmerz

Spannungskopfschmerzen treten in der Regel beidseitig auf. Sie strahlen vom Nacken über den Kopf bis in die Stirn aus. Meist fühlen sie sich drückend und ziehend an. Anders als bei Migräne verschlimmern sie sich nicht bei körperlichen Tätigkeiten.

Vermutlich ist eine Verspannung der Nacken-, Hals- und Schultermuskulatur an der Entstehung der Schmerzen beteiligt. Doch gilt vor allem psychischer Stress als Hauptauslöser. Psychischer Stress können Konflikt- und Stresssituationen sein, Existenz- und Verlustängste, Depressionen und Überforderung. Die Belastung reizt die Schmerzfilter im Gehirn, Schmerzen werden eher wahrgenommen. Leidet ein Patient über mehr als drei Monate lang an mindestens 15 Tagen im Monat, handelt es sich um chronische Spannungskopfschmerzen. Diese sollten unbedingt ärztlich behandelt werden.

Unsere Ziele

Deutschen Migräne - und Kopfschmerzgesellschaft und setzt auf mehreren Ebenen an.

Die nichtmedikamentösen Behandlungsverfahren sind die wesentlichen Bestandteile der stationären Rehabilitation bei chronischen Kopfschmerzen. Der Spannungskopfschmerz kann mit den medikamenteninduzierten Kopfschmerz verwechselt werden. Der medikamenteninduzierte Kopfschmerz ist schwierig zu behandeln. Häufig ist ein Medikamentenentzug unter ärztlichen Beobachtung erforderlich, der in der Anfangsphase neben Entzugserscheinungen oft zu einer vorübergehenden Verstärkung der Kopfschmerzen führt.

Sporttherapie: Eine gute Vorbeugemaßnahme ist ein regelmäßiges, moderates Ausdauertraining. Das kann langsames Joggen, auch Schwimmen, Radfahren oder Nordic Walking sein.

Physiotherapie: Da auch eine schlechte Körperhaltung die Probleme verursachen kann, ist ein gezieltes Haltungs- und Muskelaufbautraining empfehlenswert.

Wenn seelische Belastungen die Ursache sind, kann eine Psychotherapie helfen. Bei chronischen Spannungskopfschmerzen sind Entspannungsmaßnahmen wie die Progressive Muskelentspannung oder auch Yoga nachweislich gut wirksam.

In der pharmakologischen Langzeittherapie: Die Mehrzahl der Studien geht von einer Wirksamkeit von Amitriptylin (antidepressiva) aus, welche möglicherweise mit Dauer der Einnahme noch zunimmt. Eine schwache Evidenz liegt für den Einsatz des serotonerg/adrenerg-wirkenden Mirtazapins vor.

Die Kombination aus pharmakologischer Therapie und Stressbewältigungstraining ist erfolgreicher als die Einzeltherapien. Der Zusammenhang mit Schlafstörungen (Apnoe-Syndrom) ist zu beachten.

Dr. Ecaterina Moraru
Oberärztin Neurologie
ZB Spezielle Schmerztherapie und Sozialmedizin

Aufnahme

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