Ihre Gesundheit, unsere Verantwortung – Qualität und Sicherheit während der Covid-19 Pandemie

Ihre Gesundheit steht für uns an erster Stelle und es ist uns wichtiger denn je, dass Sie sich in der Zeit der Pandemie bei uns sicher und gut aufgehoben fühlen. Unsere Corona-Schutzmaßnahmen werden stets in interdisziplinären Expertenteams mit den örtlichen Gesundheitsämtern abgestimmt und an aktuelle Entwicklungen angepasst. Damit schaffen wir für Sie die besten Voraussetzungen eines sicheren sowie wirkungsvollen Aufenthalts.

Durch Corona-Schutzmaßnahmen, die in unseren Klinikalltag integriert sind, ist die Qualität der medizinischen Versorgung sichergestellt. In kleineren Therapiegruppen können sich unsere Therapeuten sogar noch besser auf Sie und Ihre Bedürfnisse einstellen.

Wir verifizieren die Unbedenklichkeit Ihrer Aufnahme durch Kontrolle eines aktuellen, negativen Covid-19-Testergebnisses und führen auch im Verlauf Ihres Aufenthaltes weitere Kontrollen durch. Zusätzlich werden unsere Mitarbeiter in regelmäßigen Abständen getestet.

Nicht zuletzt möchten wir Ihnen und unseren Mitarbeitern dadurch bestmögliche Sicherheit geben. Dazu benötigen wir ebenso Ihre Unterstützung hinsichtlich der Maßnahmeneinhaltung - bitten haben Sie Verständnis.

#gemeinsamgegencorona #gemeinsamsindwirstark

Die Wicker Klinik Bad Wildungen ist von der DMSG (https://www.dmsg.de) zertifiziertes MS-Rehabilitationszentrum und nimmt am MS-Register der MS Forschungs- und Projektentwicklungs-gGmbH (MSFP) teil.

Allgemeines:

Es handelt sich um eine autoimmune entzündliche (d.h. das eigene Immunsystem greift eigene Körperzellen an) neurodegenerative Erkrankung mit vielschichtigem Krankheitsbild. Der Erkrankungsbeginn liegt meist zwischen dem 15. und 45. Lebensjahr.

In der Frühphase sind entzündliche (V.a. die Nervenscheiden betreffende - sog. Demyelinisierung) und regenerative Prozesse nebeneinander zu beobachten. In der Spätphase kommt es zu einer diffusen Schädigung von Nervenzellen in der auch die Nervenfasern betroffen sind.

Die Krankheit kommt bei 30-80/100.000 Einwohnern in Europa vor. Frauen sind mehr als doppelt so häufig betroffen.

Das Therapieprinzip der Akuttherapie besteht darin, die akute Entzündungsreaktion zu bremsen. Dies wir meist mittels Hochdosiskortisontherapie erreicht.

Ein weiteres Therapieprinzip ist die sog. immunmodulierende Therapie. Hierbei soll das Immunsystem soweit gebremst werden, dass die Krankheitsaktivität gestoppt und das Fortschreiten der Krankheitssymptome aufgehalten wird.

Sinn und Zweck der Rehabilitation bei der MS:

Häufig hinterlässt die Erkrankung aber Defektzustände und Behinderungen, die in der Rehabilitation durch aktives Üben reduziert werden sollen. Weiterhin soll ein gesundheitsförderndes Verhalten erlernt werden.

Typische Inhalte der Rehabilitation sind:

Nach gründlicher neurologischer Aufnahmeuntersuchung wird ein individueller Therapieplan erstellt nach den aktuellen Erkenntnissen der Rehabilitationsmedizin und der neurologischen Fachgesellschaften (DGN, DGNR, DMSG, Degemed u.v.m.) erstellt und mit dem Patienten besprochen.

Der Therapieplan umfasst:

  • Die Physiotherapie in Einzel- und in Gruppentherapie. Hier werden u.a. die allgemeinen Kraftfunktionen geschult.
  • In der Abteilung Ergotherapie werden die Bereiche Feinmotorik, Sensibilität, Spastik und Koordination behandelt. Auch Hirnleistungstraining wir durchgeführt.
  • Die Neuropsychologen der Wicker Klinik behandeln zum einen Teil psychotherapeutisch, zum anderen werden die Patienten mit anerkannten Testverfahren neuropsychologisch untersucht.
  • In der Logopädie wird mit den Patienten das Sprechen und Schlucken geübt.
  • In der Abteilung für Physikalische Therapie werden die üblichen balneophysikalische Maßnahmen durchgeführt.
  • Ein wichtiger Bestandteil der Rehabilitationstherapie ist auch die Sozialberatung.
  • Die Ernährungsberatung ist ein weiterer Baustein.
  • Das Rehabilitationsergebnis wird mit dem Patienten ausführlich besprochen und weitere Empfehlungen abgegeben.

Weitergehende Informationen zur MS:

Krankheitsursachen:

Unklar, multifaktoriell, d.h. es gibt diverse Risikofaktoren. U.a. sind genetische Faktoren (weit mehr als 100 verschiedene Faktoren bekannt) wichtig. Ein hochnormaler Vitamin-D-Spiegel scheint einen gewissen krankheitsmildernden Effekt zu haben. Gewisse durchgemachte Viruserkrankungen (EBV, CMV, VZV) erhöhen das Risiko an MS zu erkranken. Rauchen erhöht das Erkrankungsrisiko und verschlechtert den Verlauf. Die Darmflora scheint eine entscheidende Rolle bei der Entstehung von Autoimmunerkrankungen wie der MS zu spielen. Hoher Kochsalzkonsum scheint eine MS-Entstehung zu begünstigen.

Typische Symptome:

Motorische und sensible Störungen. Beeinträchtigungen der Kleinhirnfunktionen (Koordination), Augenstörungen (Sehvermögen, Doppelbilder), Blasenstörungen, chronisches Erschöpfungssyndrom (Fatigue), Verminderung von Aufmerksamkeit, Konzentration, der Informationsverarbeitungs-geschwindigkeit u.a.. Frühsymptome: Sehstörungen, Sensibilitätsstörungen, Erschöpfung.

Erfasst werden diese durch Bewertungsskalen wie dem in Deutschland üblichen EDSS (Expanded Disability Status Scale) eine von John F. Kurtzke entwickelte Leistungsskala, die den Schweregrad der Behinderung bei MS angibt.

Im angloamerikanischen Raum ist stattdessen der Multiple Sclerosis Functional Composite (MSFC) gebräuchlich.

Verlaufsformen der Erkrankung

Bezeichnung Erläuterung
Schubförmig, remittierend Phasen mit und ohne Krankheitsaktivität wechseln sich ab. Unter dieser Form leiden 90 % der Patienten zu Beginn der Erkrankung.
Schubförmig, progredient Krankheitsaktivität ist variabel aber dauerhaft vorhanden.
Sekundär chronisch progredient Nach anfänglich schubförmigen Verlauf fortschreitend.
Primär chronisch progredient Von Anfang an fortschreitender Verlauf.

Diagnosekriterien:

Derzeit angewandt werden die McDonald-/MAGNIMS-Kriterien auf Basis der aktuellen MRT-Befunde des zentralen Nervensystems (Gehirn und Rückenmark) unter Berücksichtigung der Liquor (=Nervenwasser) Befunde.

Guido Biller
Chefarzt, Neurologe
ZB Rehabilitationswesen, Verkehrsmedizinische Qualifikation

Aufnahme

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