Autoimmunerkrankung

Rheumatoide Arthritis

Rheumatoide Arthritis ist eine chronische Autoimmunerkrankung, die vor allem die Gelenke betrifft und zu Entzündungen, Schmerzen sowie fortschreitenden Gelenkschäden führen kann.

OrthopädieRheumatoide Arthritis

Was ist rheumatoide Arthritis?

Die rheumatoide Arthritis (RA) ist laut Definition eine chronische, entzündliche Auto­immun­erkrankung, die haupt­sächlich die Gelenke betrifft. Sie führt zu anhaltenden Entzündungen, Schmerzen, Schwellungen und Steifheit in den betroffenen Gelenken. Rheumatoide Arthritis kann auch andere Organe und Systeme im Körper beeinflussen. Das Immun­system greift fälschlicher­weise die eigenen Gelenke an, was zu Gelenk­schäden und Funktions­verlust führen kann. Normaler­weise tritt rheumatoide Arthritis symmetrisch auf, was bedeutet, dass beide Seiten des Körpers gleicher­maßen betroffen sind. Eine frühzeitige Diagnose und eine adäquate Behandlung sind wichtig, um die Krankheit zu kontrollieren und Schäden zu minimieren.

Nach Angaben des Deutschen Rheuma-Forschungszentrums (DRFZ) leiden in Deutschland zwischen 0,4 und 1 % der Bevölkerung, das sind etwa 320.000 bis 800.000 Betroffene, an rheumatoider Arthritis. Weltweit gibt es keine genauen Statistiken, Schätzungen zufolge sind weltweit 0,5 bis 1 % der Bevölkerung von rheumatoider Arthritis betroffen.

Mann mit rheumatoider Arthritis dehnt sein Handgelenk
Mann mit rheumatoider Arthritis dehnt sein Handgelenk

Arthritis

Häufig betroffene Gelenke

Die rheumatoide Arthritis betrifft typischerweise die Gelenke beider Seiten des Körpers gleichzeitig. Die Gelenke können schmerzhaft, geschwollen, steif und entzündet sein. In fortgeschrittenen Fällen kann rheumatoide Arthritis auch zu Gelenkdeformationen führen. Häufig betroffene Gelenke von rheumatoider Arthritis sind:

  • Finger
  • Handgelenke
  • Fußgelenke
  • Ellenbogen
  • Knie
  • Sprunggelenke

Rheumatoide Arthritis Ursachen

Die genauen Ursachen der rheumatoiden Arthritis sind nicht vollständig bekannt, aber es wird angenommen, dass mehrere Faktoren zusammenwirken. Zum einen könnte die genetische Veranlagung eine wichtige Rolle spielen. Menschen mit bestimmten Genvarianten oder einer familiären Häufung von rheumatoider Arthritis haben ein erhöhtes Risiko, an der Erkrankung zu leiden. Hinzu kommen Umweltfaktoren, die das Ausbrechen der Krankheit begünstigen können. Dazu zählen unter anderem Infektionen, hormonelle Veränderungen sowie Rauchen, das als einer der bedeutendsten Risikofaktoren gilt. Darüber hinaus werden auch Einflüsse wie Stress, Ernährung oder bestimmte Lebensgewohnheiten diskutiert, deren konkrete Bedeutung für die Entstehung der rheumatoiden Arthritis jedoch noch nicht abschließend geklärt ist.

Rheumatoide Arthritis Symptome

Wie äußert sich die Autoimmunerkrankung?

Typischerweise beginnt die Erkrankung in den kleinen Gelenken der Hände und Füße, kann sich aber im Laufe der Zeit auf andere Gelenke im Körper ausbreiten. Die Symptome der rheuma­toiden Arthritis äußern sich je nach betrof­fenem Gelenk unter­schiedlich und können zudem von weiteren Symptomen begleitet werden.

Icon Gelenke

Gelenkbezogene Symtome

Die rheumatoide Arthritis zeigt sich vor allem an den Gelenken. Typisch sind Schmerzen, Schwellungen, Steifheit und Bewegungseinschränkungen, die besonders morgens auftreten. Im Verlauf kann es zu bleibenden Gelenkdeformationen und Funktionsverlust kommen.

Icon Müdigkeit

Allgemeine Beschwerden

Zusätzlich treten häufig allgemeine Krankheitszeichen auf. Dazu gehören Müdigkeit, leichtes Fieber und ein allgemeines Krankheitsgefühl. Diese Beschwerden sind Ausdruck der andauernden Entzündungsaktivität im Körper.

Icon Blitz

Systemische Auswirkungen

Die Erkrankung kann auch den gesamten Organismus betreffen. Häufige Folgen sind Appetitlosigkeit und ungewollter Gewichtsverlust, die durch die chronische Entzündung entstehen können.

Rheumatoide Arthritis: Alter und Geschlecht

Rheumatoide Arthritis kann grundsätzlich Menschen jeden Alters betreffen, tritt jedoch am häufigsten im mittleren bis höheren Lebensalter auf. Das Erkrankungs­risiko steigt mit zu­nehm­endem Alter, und das durchschnittliche Erkrankungs­alter liegt zwischen 40 und 60 Jahren. Frauen sind dabei etwa zwei- bis dreimal häufiger betroffen als Männer. Auch Kinder und Jugend­liche können an Arthritis erkranken. In diesen Fällen spricht man von juveniler Arthritis, einer speziellen Form der Erkrankung im Kindes- und Jugendalter.

Patientin mit Arthritis dehnt ihren Arm bei der Physiotherapie in der Wicker Klinik

Arthritis Reha Klinik

Rheumatoide Arthritis behandeln

Unsere Wicker Klinik / Wirbelsäulenklinik in Bad Homburg ist auf die Behandlung der rheumatoiden Arthritis spezialisiert. Dank des klinikspezifischen Schwerpunkts können wir unseren Patienten eine optimale Unterstützung in ihrer individuellen Situation bieten.

Es werden passgenaue Therapiepläne erstellt, die neben medizinischen Maßnahmen auch rheumatische Bewegungstherapie, Ergotherapie, Physiotherapie sowie kreative Ansätze wie Kunsttherapie umfassen können. Darüber hinaus steht für sozialrechtliche und organisatorische Anliegen ein eigener Sozialdienst zur Verfügung.

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FAQ Rheumatoide Arthritis

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