Kolorektales Karzinom

Darmkrebs

Darmkrebs ist eine der häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland, hat aber bei früher Erkennung oft gute Heilungschancen. Zudem lässt sich das Erkrankungsrisiko durch den Lebensstil beeinflussen.

Was ist Darmkrebs?

Darmkrebs ist die Überbezeichnung für maligne Erkrankungen des Gastro­intestinaltrakts, bei der sich Zellen im Darm unkontrolliert vermehren. Aus medizinischer Sicht werden dabei, je nach betroffenem Abschnitt, verschiedene Formen von Darm­krebs unter­schieden. Am häufigsten tritt Darmkrebs im Dickdarm auf und wird dann als kolorektales Karzinom bezeichnet. Aber auch Dünn­darm (Dünndarm­karzinom) oder Zwölffinger­darm (Duodenal­karzinom) können betroffen sein. Oft entwickelt sich Darm­krebs über einen längeren Zeitraum aus zunächst gut­artigen Veränderungen der Darm­schleimhaut. Daher spielt die Früh­erkennung eine wichtige Rolle, um Veränderungen rechtzeitig zu erkennen und behandeln zu können.

Ältere Frau steht am Meer und atmet mit geschlossenen Augen tief ein
Ältere Frau steht am Meer und atmet mit geschlossenen Augen tief ein

Ursachen

Risikofaktoren für Darmkrebs

Warum Darmkrebs im Einzelfall entsteht, ist nicht immer erklärbar. Es gibt jedoch Faktoren, die das Erkrankungsrisiko erhöhen können:

  • Ernährung: insbesondere ballaststoffarme Kost sowie ein hoher Konsum von rotem und verarbeitetem Fleisch
  • Tabakkonsum: langjähriges Rauchen
  • Alkoholkonsum: regelmäßiges Trinken von Alkohol
  • Übergewicht: kann Stoffwechselprozesse und Entzündungen im Körper begünstigen
  • Bewegungsmangel: kann sich ungünstig auf den Stoffwechsel und die Darmgesundheit auswirken
  • Familiäre Veranlagung: Verwandte ersten Grades von Betroffenen haben ein erhöhtes Risiko
  • Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen: z. B. Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn
  • Alter: Mehr als die Hälfte der Patienten erkranken jenseits des 70. Lebensjahres

Darmkrebsvorsorge im Überblick

Wenn einer oder mehrere der Darmkrebs Risikofaktoren auf Sie zutreffen, bedeutet das nicht zwangsläufig, dass Sie erkranken. Ihr persönliches Risiko kann jedoch erhöht sein. Ein gesunder Lebens­stil unter Berück­sichtung dieseer Faktoren kann dazu beitragen, das persönliche Darm­krebs­risiko zu senken.

Ebenso wichtig ist die Früh­erkennung, da Darmkrebs Anzeichen oft unspezifisch sind und die Erkrankung dadurch erst spät erkannt wird. Im Rahmen des gesetzlichen Früh­erkennungs­­programms in Deutsch­land haben gesetzlich Versicherte die Möglichkeit, im Alter von 50 bis 54 Jahren jährlich und ab 55 Jahren alle zwei Jahre einen immuno­logischen Test auf verstecktes Blut im Stuhl durchführen zu lassen. Zudem können Männer ab 50 Jahren und Frauen ab 55 Jahren eine Darm­spiegelung in Anspruch nehmen. Dabei lassen sich nicht nur Auffällig­keiten erkennen, sondern auch Vorstufen von Darmkrebs direkt entfernen. Ist das Ergebnis unauffällig, wird die Unter­suchung in der Regel nach etwa zehn Jahren erneut empfohlen. Für Menschen mit erhöhtem Risiko gelten meist individuelle Vorsorge­empfehlungen.

Darmkrebs Symptome

Darmkrebs Anzeichen erkennen & abklären lasssen

Zu Beginn sind die Darmkrebs-Symptome oft unspezifisch. Aauch gutartige Erkrankungen können ähnliche Beschwerden verursachen. Bei Auffällig­keiten sollten Sie daher ärztlichen Rat einholen.

Kontakt aufnehmen
Icon Darm

Veränderte
Stuhlgewohnheiten

Treten vermehrt Durch­fall, Ver­stopfung oder beides im Wechsel auf, sollten Sie ärztlichen Rat einholen. Bei Darm­krebs können Ver­stopfungen sehr schmerz­haft sein, da der Tumor den Darm verengen oder blockieren kann.

Icon Blitz

Krampfartige
Bauchschmerzen

Bauch­schmerzen oder Bauchkrämpfe sowie häufiger, teils zwingender Stuhl­drang ohne anschließende Stuhle­ntleerung können ein Anzeichen für Darm­krebs sein und sollten ärztlich abgeklärt werden.

Icon Laboruntersuchung

Blut
im Stuhl

Polypen können leichte Blutungen der Darm­schleimhaut verursachen, sodass sich Blut mit dem Stuhl vermischt. Meist ist dies nur im Labor nachweis­bar. Sicht­bares Blut gilt jedoch als deutliches Warn­zeichen.

Icon Tropfen

Verschleimter
Stuhl

Einige Darmkrebs Tumore entstehen aus schleim­bildenden Zellen, wodurch diese vermehrt Schleim produ­zieren. Fällt Ihnen mehr Schleim als üblich auf dem Stuhl auf, kann dies ein mögliches Anzeichen für Darm­krebs sein.

Icon Oberkörper

Ungewollter
Gewichtsverlust

Weitere Symptome können ein deutlicher Gewichtsverlust, häufig mit Schwäche oder Blässe, sein. Besonders, wenn dies in Kombination mit weiteren Symptomen auftritt, sollten die Anzeichen ernst genommen werden.

Abgrenzung zu anderen Darmerkrankungen

Viele der möglichen Darmkrebs Symptome können auch bei anderen, oft gut­artigen Darm­erkrankungen auftreten. Dazu gehören zum Beispiel Reizdarm, Infektionen, Hämorrhoiden oder chronisch-entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa. Einzelne Beschwerden sind daher nicht automatisch ein Hinweis auf Darmkrebs. Wenn Symptome jedoch länger anhalten, sich verändern oder in Kombination auftreten, sollten sie ärztlich abgeklärt werden.

Besteht der Verdacht auf Darmkrebs, werden meist schrittweise verschiedene Unter­suchungen durchgeführt. Dazu gehören meist körperliche Unter­suchungen sowie Labor­untersuchungen, zum Beispiel ein Stuhltest auf verborgenes Blut. Eine besonders wichtige Rolle für eine sichere Diagnose spielt die Darm­­spiegelung (Koloskopie). Dabei wird der Darm mit einer Kamera untersucht, sodass Veränderungen der Darm­­schleimhaut sichtbar gemacht werden können. Auffällige Stellen können direkt genauer untersucht und Gewebe­proben (Biopsien) entnommen werden, um den Darmkrebs gesichtert zu diagnostizieren.

Frau knotet OP Hemd zu

Therapien

Möglichkeiten der Darmkrebs Behandlung

Die Behandlung von Darmkrebs richtet sich danach, wie weit die Erkrankung fortgeschritten ist. Ziel ist es, den Krebs möglichst vollständig zu entfernen oder das Tumorwachstum zu kontrollieren und Beschwerden zu lindern. Welche Therapien eingesetzt werden, hängt von der individuellen Situation ab. Mögliche Behandlungsformen sind:

  • Operation: Entfernung des Tumors sowie häufig auch umliegender Lymphknoten
  • Chemotherapie: meist ergänzend vor oder nach einer Operation
  • Strahlentherapie: zur gezielten Zerstörung von Tumorzellen
  • Zielgerichtete Therapien: Medikamente, die gezielt in bestimmte Wachstumsprozesse der Tumorzellen eingreifen
  • Immuntherapie: zur Unterstützung des körpereigenne Immunsystems
Zwei Patientinnen mit Bällen bei der Physiotherapie

Reha Klinik

Reha nach Darmkrebs OP & Behandlung

Insbesondere nach einer Darmkrebs-Operation, aber auch im Anschluss an weitere Behandlungen, kann eine onko­logische Reha­bilitation in einer spezialisierten Rehaklinik sinnvoll sein. In den Wicker Kliniken sind wir auf die Reha bei Darm­krebs spezialisiert und unter­stützen Sie dabei, die Folgen der Erkrankung und der Therapie gezielt zu bewältigen.

Unser inter­disziplinäres Team begleitet Sie individuell und ganzheitlich. Dabei kommen unter anderem Bewegungs­therapien, kreative Therapie­angebote sowie eine psycho­onkologische Betreuung zum Einsatz. Ziel ist es, Sie Schritt für Schritt zu mehr Stabilität, Belastbarkeit und Lebensqualität zu führen.

Kontakt

Kontaktieren Sie uns gerne

Benötigen Sie weitere Informationen zu unserer onko­logischen Reha­bilitation bei Darmkrebs? Wir stehen Ihnen gerne zur Verfügung, um Ihre Fragen zu beantworten.

FAQ

Häufig gestellte Fragen

Die Diagnose Darmkrebs ist oft mit vielen Fragen verbunden. Hier finden Sie Antworten auf häufige Fragen rund um die Erkrankung.

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