Kolorektales Karzinom
Darmkrebs ist eine der häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland, hat aber bei früher Erkennung oft gute Heilungschancen. Zudem lässt sich das Erkrankungsrisiko durch den Lebensstil beeinflussen.
Darmkrebs ist die Überbezeichnung für maligne Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts, bei der sich Zellen im Darm unkontrolliert vermehren. Aus medizinischer Sicht werden dabei, je nach betroffenem Abschnitt, verschiedene Formen von Darmkrebs unterschieden. Am häufigsten tritt Darmkrebs im Dickdarm auf und wird dann als kolorektales Karzinom bezeichnet. Aber auch Dünndarm (Dünndarmkarzinom) oder Zwölffingerdarm (Duodenalkarzinom) können betroffen sein. Oft entwickelt sich Darmkrebs über einen längeren Zeitraum aus zunächst gutartigen Veränderungen der Darmschleimhaut. Daher spielt die Früherkennung eine wichtige Rolle, um Veränderungen rechtzeitig zu erkennen und behandeln zu können.

Ursachen
Warum Darmkrebs im Einzelfall entsteht, ist nicht immer erklärbar. Es gibt jedoch Faktoren, die das Erkrankungsrisiko erhöhen können:
Wenn einer oder mehrere der Darmkrebs Risikofaktoren auf Sie zutreffen, bedeutet das nicht zwangsläufig, dass Sie erkranken. Ihr persönliches Risiko kann jedoch erhöht sein. Ein gesunder Lebensstil unter Berücksichtung dieseer Faktoren kann dazu beitragen, das persönliche Darmkrebsrisiko zu senken.
Ebenso wichtig ist die Früherkennung, da Darmkrebs Anzeichen oft unspezifisch sind und die Erkrankung dadurch erst spät erkannt wird. Im Rahmen des gesetzlichen Früherkennungsprogramms in Deutschland haben gesetzlich Versicherte die Möglichkeit, im Alter von 50 bis 54 Jahren jährlich und ab 55 Jahren alle zwei Jahre einen immunologischen Test auf verstecktes Blut im Stuhl durchführen zu lassen. Zudem können Männer ab 50 Jahren und Frauen ab 55 Jahren eine Darmspiegelung in Anspruch nehmen. Dabei lassen sich nicht nur Auffälligkeiten erkennen, sondern auch Vorstufen von Darmkrebs direkt entfernen. Ist das Ergebnis unauffällig, wird die Untersuchung in der Regel nach etwa zehn Jahren erneut empfohlen. Für Menschen mit erhöhtem Risiko gelten meist individuelle Vorsorgeempfehlungen.
Darmkrebs Symptome
Zu Beginn sind die Darmkrebs-Symptome oft unspezifisch. Aauch gutartige Erkrankungen können ähnliche Beschwerden verursachen. Bei Auffälligkeiten sollten Sie daher ärztlichen Rat einholen.
Treten vermehrt Durchfall, Verstopfung oder beides im Wechsel auf, sollten Sie ärztlichen Rat einholen. Bei Darmkrebs können Verstopfungen sehr schmerzhaft sein, da der Tumor den Darm verengen oder blockieren kann.
Bauchschmerzen oder Bauchkrämpfe sowie häufiger, teils zwingender Stuhldrang ohne anschließende Stuhlentleerung können ein Anzeichen für Darmkrebs sein und sollten ärztlich abgeklärt werden.
Polypen können leichte Blutungen der Darmschleimhaut verursachen, sodass sich Blut mit dem Stuhl vermischt. Meist ist dies nur im Labor nachweisbar. Sichtbares Blut gilt jedoch als deutliches Warnzeichen.
Einige Darmkrebs Tumore entstehen aus schleimbildenden Zellen, wodurch diese vermehrt Schleim produzieren. Fällt Ihnen mehr Schleim als üblich auf dem Stuhl auf, kann dies ein mögliches Anzeichen für Darmkrebs sein.
Weitere Symptome können ein deutlicher Gewichtsverlust, häufig mit Schwäche oder Blässe, sein. Besonders, wenn dies in Kombination mit weiteren Symptomen auftritt, sollten die Anzeichen ernst genommen werden.
Viele der möglichen Darmkrebs Symptome können auch bei anderen, oft gutartigen Darmerkrankungen auftreten. Dazu gehören zum Beispiel Reizdarm, Infektionen, Hämorrhoiden oder chronisch-entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa. Einzelne Beschwerden sind daher nicht automatisch ein Hinweis auf Darmkrebs. Wenn Symptome jedoch länger anhalten, sich verändern oder in Kombination auftreten, sollten sie ärztlich abgeklärt werden.
Besteht der Verdacht auf Darmkrebs, werden meist schrittweise verschiedene Untersuchungen durchgeführt. Dazu gehören meist körperliche Untersuchungen sowie Laboruntersuchungen, zum Beispiel ein Stuhltest auf verborgenes Blut. Eine besonders wichtige Rolle für eine sichere Diagnose spielt die Darmspiegelung (Koloskopie). Dabei wird der Darm mit einer Kamera untersucht, sodass Veränderungen der Darmschleimhaut sichtbar gemacht werden können. Auffällige Stellen können direkt genauer untersucht und Gewebeproben (Biopsien) entnommen werden, um den Darmkrebs gesichtert zu diagnostizieren.
Therapien
Die Behandlung von Darmkrebs richtet sich danach, wie weit die Erkrankung fortgeschritten ist. Ziel ist es, den Krebs möglichst vollständig zu entfernen oder das Tumorwachstum zu kontrollieren und Beschwerden zu lindern. Welche Therapien eingesetzt werden, hängt von der individuellen Situation ab. Mögliche Behandlungsformen sind:
Reha Klinik
Insbesondere nach einer Darmkrebs-Operation, aber auch im Anschluss an weitere Behandlungen, kann eine onkologische Rehabilitation in einer spezialisierten Rehaklinik sinnvoll sein. In den Wicker Kliniken sind wir auf die Reha bei Darmkrebs spezialisiert und unterstützen Sie dabei, die Folgen der Erkrankung und der Therapie gezielt zu bewältigen.
Unser interdisziplinäres Team begleitet Sie individuell und ganzheitlich. Dabei kommen unter anderem Bewegungstherapien, kreative Therapieangebote sowie eine psychoonkologische Betreuung zum Einsatz. Ziel ist es, Sie Schritt für Schritt zu mehr Stabilität, Belastbarkeit und Lebensqualität zu führen.
Kontakt
Benötigen Sie weitere Informationen zu unserer onkologischen Rehabilitation bei Darmkrebs? Wir stehen Ihnen gerne zur Verfügung, um Ihre Fragen zu beantworten.
FAQ
Die Diagnose Darmkrebs ist oft mit vielen Fragen verbunden. Hier finden Sie Antworten auf häufige Fragen rund um die Erkrankung.
Magazin
In unserem Wicker Magazin finden Sie zahlreiche Beiträge zu verschiedenen Erkrankungen, Einblicke in unsere Reha-Angebote sowie aktuelle Neuigkeiten aus unseren Kliniken.

