Harnblasenkarzinom
Blasenkrebs ist eine bösartige Erkrankung der Harnblase, die sich vor allem durch typische Symptome wie Veränderungen des Urins und Beschwerden beim Wasserlassen äußert.
Blasenkrebs (medizinisch als Harnblasenkarzinom bezeichnet) ist ein bösartiger Tumor der Harnblase, bei der sich Zellen der Blasenwand unkontrolliert vermehren. Der Tumor entsteht, wenn sich Zellen genetisch verändern und ihre normale Wachstumsregulation verlieren. In den meisten Fällen entwickelt sich Blasenkrebs aus der Schleimhaut der Harnblase, die das Organ von innen auskleidet. Je nach Ausbreitung kann der Tumor auf die oberflächlichen Schichten der Blasenwand begrenzt bleiben oder in tiefere Gewebeschichten, insbesondere die Muskelschicht, hineinwachsen. Oberflächliche Blasentumore weisen in der Regel eine günstigere Prognose auf. Mit zunehmender Eindringtiefe, stärkerer Zellveränderung und weiterem Fortschreiten der Erkrankung verschlechtert sich die Prognose.

Ursachen
Die genauen Ursachen für die Entstehung von Blasenkrebs sind bislang nicht vollständig geklärt. Es wird davon ausgegangen, dass die Erkrankung durch ein Zusammenspiel verschiedener innerer und äußerer Einflüsse begünstigt wird. Nicht jeder Mensch mit entsprechenden Belastungen erkrankt zwangsläufig an Blasenkrebs, jedoch können bestimmte Einflüsse das Risiko für die Entwicklung der Erkrankung erhöhen:
Blasenkrebs kann unabhängig vom Geschlecht auftreten, wobei in Deutschland Männer deutlich häufiger erkranken als Fruaen. Bei Männern zählt Blasenkrebs zu den vier häufigsten Krebserkrankungen, während er bei Frauen auf Position 13 liegt (Stand 2023). Allerdings wird die Erkrankung bei Frauen häufig erst in einem späteren Stadium erkannt, da frühe Symptome teilweise anderen Erkrankungen zugeschrieben werden. Zudem wird Blasenkrebs bei Frauen häufiger in einer aggressiveren Form diagnostiziert. Beides kann dazu führen, dass der Krankheitsverlauf bei Frauen insgesamt ungünstiger ist als bei Männern. Die Behandlung von Blasenkrebs unterscheidet sich grundsätzlich nicht zwischen Männern und Frauen. Sie richtet sich vielmehr nach dem Stadium der Erkrankung, der Tumorart sowie der individuellen Situation der Betroffenen.
Blasenkrebs Symptome
Nicht selten treten in frühen Stadien keine oder nur unspezifische Symptome auf. Unabhängig vom Geschlecht gilt jedoch: Anhaltende oder wiederkehrende Veränderungen beim Wasserlassen zählen zu möglichen Blasenkrebs-Symptomen und sollten frühzeitig ärztlich abgeklärt werden.
Eine braune oder rötliche Verfärbung des Urins bis hin zu sichtbarem Blut im Urin zählt zu den häufigsten Blasenkrebs Symptomen. Die Verfärbung kann dauerhaft oder nur zeitweise auftreten.
Es kann zu einem häufigen Harndrang kommen, obwohl nur kleine Mengen Urin entleert werden. Der Drang zum Wasserlassen besteht dabei oft auch kurz nach dem Toilettengang weiterhin.
Gerade zu Beginn kann Blasenkrebs schmerzfrei verlaufen. Erst in fortgeschritteneren Stadien treten bei vielen Betroffenen Schmerzen im Unterleib oder in der Nierengegend auftreten.
Einigen Symptomen, die auf Blasenkrebs hinweisen können, können auch andere und teilweise deutlich harmlosere Erkrankungen zugrundeliegen, beispielsweise Blasenentzündungen oder Erkrankungen der Prostata. Da sich die Symptome überschneiden, lässt sich anhand der Beschwerden allein keine eindeutige Diagnose stellen. Umso wichtiger ist es, anhaltende oder wiederkehrende Veränderungen frühzeitig medizinisch abklären zu lassen. Besteht ein entsprechender Verdacht, stehen verschiedene Untersuchungen zur Verfügung, mit denen Blasenkrebs zuverlässig diagnostiziert oder ausgeschlossen werden kann.
Körperliche Untersuchung: Abtasten der Nierengegend, des Unterbauchs sowie ggfls. der inneren Geschlechtsorgane.
Ultraschalluntersuchung: Ultraschall der Harnblase und der Nieren zur Beurteilung von Veränderungen oder Auffälligkeiten.
Blasenspiegelung: Untersuchung der Harnblase mit einem speziellen Endoskop, um die Schleimhaut direkt zu beurteilen und gegebenenfalls Gewebeproben zu entnehmen.
Bildgebende Verfahren: Untersuchung mittels Verfahren wie Computertomografie (CT), Magnetresonanztomografie (MRT) oder Röntgen.
Blasenkrebs Behandlung
Die Lebenserwartung bei Blasenkrebs ist ohne Behandlung deutlich eingeschränkt. Je nach Art, Größe und Stadium des Harnblasenkarzinoms kommen verschiedene Behandlungsformen zum Einsatz, um den Blasenkrebs möglichst gezielt zu bekämpfen:
Onkologische Rehabilitation
Ein besonderer Schwerpunkt unserer Reha-Kliniken liegt in der onkologischen Rehabilitation. Mit einem ganzheitlichen Therapiekonzept unterstützen wir Sie schrittweise bei der Rückkehr in den Alltag. Ziel der Reha ist es, typische Folgen der Krebserkankung und der Behandlung zu lindern. Dazu zählen unter anderem Einschränkungen der körperlichen Leistungsfähigkeit, Veränderungen beim Wasserlassen, der Umgang mit einem Harnableitungssystem, Fatigue, Schmerzen sowie psychische Belastungen wie Ängste oder Unsicherheit im Alltag.
Unser interdisziplinäres Behandlungsteam begleitet Sie dabei individuell und ganzheitlich – von bewegungstherapeutischen Maßnahmen zum Wiederaufbau von Kraft und Ausdauer über eine gezielte Ernährungsberatung bis hin zur psychoonkologischen Begleitung zur Stabilisierung der seelischen Gesundheit.
Kontakt
Benötigen Sie weitere Informationen zu unserer onkologischen Rehabilitation bei Blasenkrebs? Wir stehen Ihnen gerne zur Verfügung, um Ihre Fragen zu beantworten.
FAQ
Die Diagnose Blasenkrebs ist häufig mit vielen Unsicherheiten verbunden. Sollten Sie weitere Fragen haben, stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.
Magazin
In unserem Wicker Magazin informieren wir Sie regelmäßig über verschiedene Krankheitsbilder, Rehabilitationsangebote und Aktuelles aus unseren Kliniken.

