Lungenkrebs

Lungentumore

Lungentumore sind bösartige Veränderungen des Gewebes in der Lunge oder den Bronchien. Diese Lungen- bzw. Bronchialkarzinome führen zu einer erheblichen Einschränkung der Lungenfunktion.

Lungentumore im Überblick

Lungentumore beschreiben alle sowohl alle gutartigen (benigne) als auch bösartigen (maligne) Wucherungen der Lunge. Die bösartigen Lungentumore, die im allgemeinen Sprachgebrauch als Lungenkrebs bekannt sind, werden nach ihrer Entstehung in Lungen­karzinome und Bronchial­karzinome unterschieden. Beide Lungentumor-Arten entwickeln sich aus unterschiedlichen Zelltypen der Lunge und können je nach Lokalisation und Ausbreitung verschiedene Beschwerden verursachen, darunter anhaltenden Husten, Atemnot, Brust­schmerzen oder wiederkehrende Infektionen der Atemwege. Die Erkrankung wird in der Regel durch bildgebende Verfahren, Gewebe­proben und weitere diagnostische Unter­suchungen festgestellt. Die Behandlung richtet sich nach Art und Stadium des Lungen­tumors und kann unter anderem Operationen, Strahlen­therapie, medikamentöse Therapien oder eine Kombination dieser Verfahren umfassen. Da die Heilungs­chancen maßgeblich vom Zeitpunkt der Diagnose abhängen, sind eine frühzeitige Erkennung sowie präventive Maßnahmen besonders wichtig.

Mann sitzt auf dem Sofa und hustet und hält seine Hand auf die Brust
Mann sitzt auf dem Sofa und hustet und hält seine Hand auf die Brust

Lungentumore Symptome

Abklärungsbedürftige Anzeichen

Es gibt verschiedene Symptome, die durch Lungentumore verursacht werden. Letztlich führen Lungentumore zu einer Einschränkung der Lungenfunktion, in frühen Stadien verursachen sie jedoch häufig keine oder nur unspezifische Beschwerden. Sollten diese Warnzeichen bei Ihnen auftreten, ist eine ärztliche Abklärung empfehlenswert:

  • anhaltender, hartnäckiger Husten
  • Veränderungen des Hustens, z. B. blutiger Auswurf
  • chronische Heiserkeit
  • Kurzatmigkeit bis hin zu Atemnot
  • andauernde Schmerzen in der Brust
  • ständige Entzündungen der Atemwege
  • unerklärliche Gewichtsabnahme
  • begleitendes, nächtliches Schwitzen
  • Schwellungen im Hals- oder Gesichtbereich

Risikofaktoren für Lungentumore

Lungenkrebs entwickelt sich oft nicht durch eine einzelne Ursache, sondern durch das Zusammenwirken verschiedener schädigender Einflüsse auf die Lunge über einen längeren Zeitraum. Obwohl viele Faktoren eine Rolle spielen können, ist die Hauptursache und der mit Abstand größte Risikofaktor für die Entstehung von Lungentumoren das Rauchen von Zigaretten und anderen Tabakprodukten.

Aktiv- und Passivrauchen

Der Hauptrisikofaktor für die Entstehung von Lungentumoren ist das Rauchen. Durch das Einatmen des Tabakrauchs werden schädliche Stoffe in die Lunge transportiert, von denen viele als krebserregende Stoffe bekannt sind. Diese Substanzen schädigen das Erbgut der Zellen in den Atemwegen. Das Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken, erhöht sich dramatisch mit der Anzahl der gerauchten Zigaretten sowie der Dauer des Rauchens. Auch das Passivrauchen, also das regelmäßige Einatmen des Tabakrauchs aus der Umgebung, erhöht das Risiko signifikant. Die beste Möglichkeit, Lungenkrebs vorzubeugen, ist demnach, nicht zu rauchen oder so früh wie möglich damit aufzuhören.

Belastung mit krebserregenden Substanzen

Neben dem Rauchen spielen weitere krebserregende Substanzen, insbesondere am Arbeitsplatz und in der Umwelt, eine Rolle bei der Entstehung von Lungentumoren. So kann die Belastung mit Karzinogenen wie zum Beispiel Asbest oder Strahlung das Risiko deutlich erhöhen. Berufe im Bergbau, im Baugewerbe, in der chemischen Industrie oder bei der Metallverarbeitung sind oft mit diesen Gesundheitsrisiken verbunden. Darüber hinaus wird auch die Luftverschmutzung von der WHO als Risikofaktor eingestuft. Auch die regelmäßige Inhalation von Rauch und Dämpfen aus offenen Feuern ist ein Risikofaktor für Lungentumore.

Genetische Veranlagung und Vorerkrankungen

Ebenso können Vorerkrankungen der Lunge das Risiko erhöhen, an Lungentumoren zu erkranken. Dies betrifft insbesondere chronisch entzündliche Zustände wie die Chronisch Obstruktive Lungenerkrankung (COPD) und die Lungenfibrose. In seltenen Fällen kommt Lungenkrebs auch bei Menschen vor, in deren Lunge sich durch andere Erkrankungen wie Tuberkulose Narben gebildet haben. Ein erhöhtes Risiko besteht auch, wenn bereits Fälle von Lungenkrebs in der Familie aufgetreten sind.

Lungentumore Arten

Lungen- und Bronchialkarzinome

Neben der allgemeinen Bezeichnung Lungenkarzinome werden zwei Hauptunterformen unterschieden. Diese Klassifizierung erfolgt je nachdem, welche Art von Zellen betroffen sind und wie schnell die Tumorzellen wachsen und sich ausbreiten.

Icon Lungenkarzinom

Lungenkarzinom

Das Lungenkarzinom ist der allgemeine Über­begriff für alle bösartigen Tumore, die primär in der Lunge entstehen, typischer­weise aus den Zellen der Bronchien oder Bronchiolen.

Icon Kleinzelliges Brochialkarzinom

Kleinzelliges Brochialkarzinom

Das Kleinzellige Bronchial­karzinom (SCLC) ist durch die geringe Größe der Tumor­zellen charakterisiert, die sich allerdings sehr schnell und aggressiv verbreiten.

Icon Nichtkleinzelliges Bronchialkarzinom

Nichtkleinzelliges Bronchialkarzinom

Das nicht­kleinzellige Bronchial­karzinom (NSCLC) fasst alle anderen Lungen­tumore zusammen, deren Zellen größer und anders strukturiert erscheinen.

Behandlung von Krebserkrankungen der Lunge und Bronchien

Nach der Diagnosestellung eines Lungentumors ist eine akut-medizinische Behandlung erforderlich. Hierbei kommen unterschiedliche therapeutische Verfahren zum Einsatz, darunter Operationen, Strahlentherapien und Chemotherapien. Die genaue Kombination und Reihenfolge der Behandlung hängt stets von der Krebsart, der Lage des Tumors und dem Stadium der Erkrankung ab. Obwohl Lungenkrebs häufig eine schlechte Prognose hat, gilt: Die Überlebensrate erhöht sich deutlich, wenn der Tumor in einem frühen Stadium erkannt wird.

Ist die akute Behandlung abgeschlossen, schließt sich die wichtige Nachsorge-Phase an. Neben der regelmäßigen Nachkontrolle gehört hierzu oft auch eine rehabilitative Anschlussbehandlung. Diese unterstützende Rehabilitation kann die körperliche Verfassung und die allgemeine Belastbarkeit verbessern und dabei unterstützen, nach der schweren Krebserkrankung besser zu Kräften zu kommen. Bei Lungentumoren spielt insbesondere das Atemtraining eine zentrale Rolle, um die verbliebene Atemfunktion zu verbessern und Atemnot zu reduzieren.

Physiotherapeutin sitzt auf einem Gymnastikball und hebt die Arme hoch

Onkologische Rehabiliation

Hier erhalten Sie weitere Informationen über die Möglich­keiten einer Anschluss­heilbehandlung (AHB) oder weiter­führende Reha­bilitations­maßnahmen im Rahmen eines Heilverfahrens.

Reha nach Lungenkrebs

Rehabilitative Behandlung

Durch die Kombination verschiedener Therapieformen in unserer Abteilung für onkologischen Rehabilitation bieten wir Ihnen einen ganzheitlichen Ansatz. Dieser ist darauf ausgerichtet, krankheits- und therapiebedingte Beschwerden unserer Patienten effektiv zu lindern.

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Medizinische Einrichtungen

Um die Reha optimal zu begleiten, ist die medizinische Versorgung durch eine kassen­ärztliche Ambulanz abgesichert. Des Weiteren stehen u. a. ein Labor, Verfahren zur Messung der Lungen­funktion sowie bildgebende Verfahren zur Verfügung.

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Bewegungstherapien

Um körperliche Kräfte wiederzuerlangen und gezielt zu stärken, können je nach Gesundheitszustand verschiedene Therapien wie Kranken­gymnastik, Übungen an Sportgeräten oder ergotherapeutischen Maßnahmen zum Einsatz kommen.

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Psychologische Angebote

Auch psychologische Einzel- und Gruppen­gespräche, eine Ange­hörigen­beratung und Klinik­seelsorge können in Anspruch genommen werden. Unser Sozial­dienst unterstützt zusätzlich bei sozialen, beruflichen und organi­satorischen Anliegen.

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Ergänzende Therapien

Auch kreative Therapieformen wie Musik- oder Tanztherapien gehören zum Konzept. Ebenso ist eine Ernährungsberatung möglich, um dabei zu unterstützen, durch eine ausgewogene Kost Energie zu tanken und einen gesundheitsfördernden Lebensstil zu etablieren.

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FAQ Lungentumore

Fragen & Antworten

Die Diagnose Lungentumor wirft bei Betroffenen und Angehörigen oft viele Fragen auf. Sollten Sie in dieser Übersicht keine passende Antwort finden, wenden Sie sich gerne direkt an uns.

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