NSCLC
Nicht Kleinzelliges Bronchialkarzinom
Das nichtkleinzellige Bronchialkarzinom (NSCLC) ist die häufigste Form von Lungenkrebs. Anfangs kann die Erkrankung ohne Symptome verlaufen, eine frühzeitige Erkennung kann jedoch die Prognose deutlich verbessern.
Was ist ein nichtkleinzelliges Bronchialkarzinom?
Ein nichtkleinzelliges Bronchialkarzinom ist eine häufige Form von Lungenkrebs. Fast 80 % der Lungenkrebsfälle in Deutschland gehören zu dieser Tumorart. Häufig wird auch die Abkürzung NSCLC verwendet, die für den englischen Begriff Non-Small Cell Lung Cancer steht. Im Vergleich zum kleinzelligen Bronchialkarzinom besteht dieser Tumor aus größeren Krebszellen und wächst in der Regel langsamer. Daher gilt er meist als weniger aggressiv, breitet sich häufig später im Körper aus und bietet in vielen Fällen bessere Behandlungsmöglichkeiten.


Risikofaktoren
Ursachen für NSCLC
Wie auch bei anderen Lungenkrebsarten sind die Ursachen für ein nichtkleinzelliges Bronchialkarzinom vielfältig. Meist entsteht die Erkrankung durch ein Zusammenspiel verschiedener äußerer Einflüsse und individueller Faktoren. Mögliche Risikofaktoren sind:
- Rauchen, etwa 85 bis 90 % aller Lungenkrebsfälle stehen in Zusammenhang mit Tabakkonsum
- Kontakt mit bestimmten Schadstoffen, zum Beispiel Asbest, Quarzstaub oder Radon
- Vorbestehende Lungenerkrankungen, z.B. COPD
- Genetische Faktoren
Unterteilung des nichtkleinzelligen Bronchialkarzinoms
Das nichtkleinzellige Bronchialkarzinom ist keine einheitliche Erkrankung. Je nach Art der Krebszellen, ihrem Ursprung im Lungengewebe sowie ihrem Wachstum werden verschiedene Unterformen unterschieden. Diese Einteilung ist wichtig, da sie Einfluss auf Therapie, Verlauf und Prognose der Erkrankung haben kann. Zu den wichtigsten Formen gehören:
- Adenokarzinom: Häufigster Subtyp des nichtkleinzelligen Bronchialkarzinoms. Entsteht aus Drüsenzellen der Lunge und tritt oft in den äußeren Bereichen des Lungengewebes auf.
- Plattenepithelkarzinom: Entwickelt sich aus Zellen der Bronchialschleimhaut und steht besonders häufig in Zusammenhang mit langjährigem Rauchen.
- Großzelliges Karzinom: Relativ seltene Form mit großen, wenig spezialisierten Tumorzellen. Diese Tumoren können in verschiedenen Bereichen der Lunge auftreten und wachsen häufig schneller.
- Adenosquamöses Karzinom: Seltene Mischform aus Adenokarzinom und Plattenepithelkarzinom, die Merkmale beider Zelltypen aufweist und oft aggressiver verläuft.
- Sarkomatoides Karzinom: Sehr seltene und meist aggressivere Tumorform, bei der die Krebszellen teilweise Eigenschaften von Bindegewebstumoren zeigen.
Nicht-kleinzelliges Bronchialkarzinom Symptome
Mögliche Symptome und Warnsignale
Zu Beginn kann ein Bronchialkarzinom ohne Beschwerden verlaufen. Erste mögliche Warnzeichen sollten daher frühzeitig ärztlich abgeklärt werden, da eine frühe Diagnose die Prognose häufig verbessert.
Husten
Anhaltender Husten, der sich über längere Zeit nicht bessert oder stärker wird. Insbesondere wenn dabei blutiger Auswurf auftritt (Bluthusten), sollte dies zeitnah ärztlich abgeklärt werden.
Atemprobleme
Typische Symptome, die beim nichtkleinzelligen Bronchialkarzinom auftreten können, sind außerdem verschieden schwere Atemprobleme über Keuchen bis hin zu Atemnot (Dyspnoe).
Lungenentzündungen
Wiederkehrende Lungenentzündungen (rezidivierende Pneumonien) können ebenfalls ein Warnzeichen sein, insbesondere wenn sie mehrfach innerhalb kurzer Zeit auftreten.
Schmerzen
Das nichtkleinzellige Brochialkarzinom kann Brustschmerzen verursachen. In späteren Stadien oder bei Metastasen können zudem Knochen- oder Rückenschmerzen auftreten.
Weitere Sympome
Auch unspezifische Symptome wie Fieber, Nachtschweiß, unbeabsichtigter Gewichtsverlust oder ausgeprägte Müdigkeit (Fatigue) können auf ein Bronchialkarzinom hinweisen.

Bronchialkarzinom Behandlung
Von Operation bis Rehabilitation
Welche Behandlung bei einem nichtkleinzelligen Bronchialkarzinom infrage kommen, hängt vor allem vom Stadium der Erkrankung, aber auch vom allgemeinen Gesundheitszustand der Betroffenen ab. Häufig werden mehrere Behandlungsformen miteinander kombiniert.
- Operation: In frühen Stadien kann der Tumor oft operativ entfernt werden, teilweise zusammen mit einem Abschnitt der Lunge.
- Strahlen- und Chemotherapie: Oft in Kombination, um Krebszellen gezielt zu bekämpfen.
- Immuntherapie: Unterstützung des Immunsystems, auch in Bezug auf Rückfälle.
- Onkologische Reha: Wiederaufbau von Kraft, Belastbarkeit und Lebensqualität.

Reha Klinik
Therapiemöglichkeiten bei Wicker
In unseren onkologischen Abteilungen sind wir auf die Rehabilitation nach Bronchialkarzinomen spezialisiert. Wir unterstützen Sie beispielsweise nach der Operation oder abgeschlossenen Akuttherapie dabei, schrittweise in den Alltag zurückzufinden.
Abgestimmt auf Ihren Gesundheitszustand kommt ein ganzheitliches, individuell zusammengestelltes Therapieprogramm zum Einsatz. Dazu gehören verschiedene Therapien von bewegungstherapeutischen Angeboten und Atemtherapien über kreative Verfahren bis hin zu einer psychoonkologischen Begleitung. Ziel ist es, Sie dabei zu unterstützen, Schritt für Schritt wieder mehr Stabilität, Belastbarkeit und Lebensqualität zu gewinnen.
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Häufig gestellte Fragen
Die Diagnose Bronchialkarzinom ist für viele Betroffene mit Unsicherheiten und Fragen verbunden. Wenn Sie weitere Informationen benötigen, stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.
Was bedeutet NSCLC?
Was ist der Unterschied zwischen dem kleinzelligen und nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinom?
Was bedeutet nicht-kleinzelliges Lungenkarzinom?
Ist ein nicht kleinzelliges Lungenkarzinom heilbar?
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