Prostatakarzinom
Prostatakrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Männern. Das Prostatakarzinom ist ein bösartiger Tumor an der Prostata, einer männlichen Drüse unterhalb der Harnblase.
Prostatakrebs (medizinisch als Prostatakarzinom bezeichnet) ist eine bösartige Tumorerkrankung, die in der Prostata entsteht. Die Prostata ist eine etwa walnussgrioße, männliche Drüse unterhalb der Harnblase, die wichtige Aufgaben im männlichen Körper übernimmt, unter anderem im Zusammenspiel von Harnwegen, Fortpflanzungsorganen und Hormonstoffwechsel. Wenn sich Zellen des Prostatagewebes krankhaft verändern und unkontrolliert vermehren, kann sich ein Prostatakarzinom entwickeln. Zunächst bleibt der Tumor meist auf die Prostata begrenzt, kann sich im weiteren Verlauf jedoch auf umliegendes Gewebe oder andere Körperregionen ausbreiten. Der Krankheitsverlauf ist individuell sehr unterschiedlich und verläuft insbesondere in frühen Stadien häufig ohne eindeutige Symptome. Umso wichtiger ist die frühzeitige Erkennung, etwa durch Vorsorgeuntersuchungen und die Beachtung möglicher Warnzeichen.

Ursachen
Die genauen Ursachen für die Entstehung eines Prostatakarzinoms sind bislang nicht eindeutig geklärt. Es sind jedoch mehrere Faktoren bekannt, die das Risiko für die Erkrankung erhöhen können:
Auch eine gesunde Lebensweise kann nicht immer vor einer Krebserkrankung schützen. Umso wichtiger sind regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen. Wie bei den meisten anderen Krebserkrankungen ist auch bei Prostatakrebs entscheidend, wie früh der Krebs erkannt wird. Wird Prostatakrebs frühzeitig diagnostiziert, sind die Behandlungs- und Heilungschancen in vielen Fällen besser. Um die Diagnose Prostatakrebs zu stellen, werden in der Regel mehrere Untersuchungen und Verfahren eingesetzt:
Da Prostatakrebs in frühen Stadien aber häufig keine oder nur unspezifische Beschwerden verursacht, kommt der Vorsorge eine besondere Bedeutung zu. Mit fortschreitender Erkrankung können jedoch verschiedene Symptome auftreten, die auf Prostatakrebs hindeuten können und ärztlich abgeklärt werden sollten.
Prostatakrebs Symptome
Häufig verursacht der Tumor erst Beschwerden, wenn er eine bestimme Größe erreicht hat. Deswegen ist es wichtig, bereits erste mögliche Symptome ärztlich abklären zu lassen.
Deutlich häufiger Harndrang mit meist kleinen Harnmengen, Beschwerden beim Wasserlassen, ein schwacher oder unterbrochener Harnstrahl sowie Nachtropfen oder das Gefühl einer unvollständigen Blasenentleerung.
Mögliche Warnzeichen eines Prostatakarzinoms sind Blutbeimengungen im Urin oder in seltenen Fällen auch im Ejakulat. Diese können auftreten, wenn sich der Tumor auf angrenzende Strukturen wie die Samenblasen ausgedehnt hat.
Auch Unregelmäßigkeiten und Beschwerden beim Stuhlgang können mögliche Prostatakrebs Symptome sein. Verstopfung kann durch eine Darmeinengung entstehen, Blut im Stuhl bei einem Einwachsen des Karzinoms in den Darm.
Schmerzen in der Prostata, im Bereich des Schambeins oder des Damms sowie auch Ischias-ähnliche Schmerzen, die durch Knochenmetastasen verursacht werden können, zählen ebenfalls zu möglichen, meist späteren, Symptomen.
Insbesondere, wenn die Prostatakrebserkrankung bereits weiter fortgeschritten ist oder sich der Tumor über die Prostata hinaus ausgebreitet hat, kann es auch zu Erektionsstörungen kommen.
Bei fortgeschrittenen Prostatatumoren können zudem unspezifische Symptome auftreten, wie Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Leistungsabfall, allgemeine Schwäche, Appetitlosigkeit, Gewichtsabnahme sowie eine Blutarmut.
Prostatakrebs entwickelt sich in vielen Fällen langsam und bleibt insbesondere in frühen Stadien häufig ohne spürbare Symptome. Deshalb wird die Erkrankung nicht selten zufällig im Rahmen von Vorsorgeuntersuchungen entdeckt. Mit zunehmendem Fortschreiten der Erkrankung kann der Tumor jedoch an Größe gewinnen, in umliegendes Gewebe einwachsen oder sich im Körper ausbreiten. In diesen späteren Stadien treten häufiger deutlichere und zum Teil belastende Beschwerden auf. Der Krankheitsverlauf und die Symptome hängen dabei maßgeblich vom jeweiligen Stadium des Prostatakrebses ab.
Lokal begrenztes Prostatakarzinom: Der Tumor ist ausschließlich auf die Prostata beschränkt. In diesem Stadium verursacht die Erkrankung meist keine oder nur geringe Beschwerden.
Lokal fortgeschrittenes Prostatakarzinom: Der Tumor hat sich über die Prostata hinaus ausgebreitet und kann angrenzende Strukturen wie die Samenblasen oder umliegendes Gewebe betreffen. Dadurch können unter anderem Probleme beim Wasserlassen oder Schmerzen auftreten.
Metastasiertes Prostatakarzinom: Der Krebs hat Metastasen gebildet, häufig in Lymphknoten oder Knochen. Neben lokalen Beschwerden können dann auch starke Schmerzen sowie weitere Symptome auftreten.
Prostatakrebs Therapie
Wird Prostatakrebs nicht behandelt, kann sich die Erkrankung im Körper ausbreiten und im weiteren Verlauf bis zum Tod führen. Welche Behandlung sinnvoll ist, hängt davon ab, wie weit der Tumor fortgeschritten ist, wie aggressiv er wächst, vom allgemeinen Gesundheitszustand und vom Lebensalter des Patienten. Grundsätzlich gibt es verschiedene Behandlungsansätze:
Reha nach Prostatakrebs
In unseren Reha-Kliniken sind wir auf die onkologische Rehabilitation, unter anderem nach Prostatakrebs, spezialisiert. Während der Reha unterstützen wir Sie dabei, schrittweise in den Alltag zurückzufinden. Ziel ist es, körperliche und seelische Folgen der Krebserkrankung oder Behandlung zu lindern und das allgemeine Wohlbefinden zu stärken.
Unsere Angebote orientieren sich an aktuellen medizinischen Leitlinien und sind auf die besonderen Anforderungen nach einer Prostatakrebserkrankung abgestimmt. Ein interdisziplinäres Team begleitet jeden Patienten individuell – von bewegungstherapeutischen Maßnahmen über Ernährungsberatung bis hin zur psychoonkologischen Unterstützung. Durch einen ganzheitlichen Ansatz und moderne Therapieangebote fördern wir die Rückkehr zu Lebensqualität, Selbstständigkeit und Belastbarkeit.
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Bei Fragen oder für weitere Informationen zur onkologischen Rehabilitation stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung. Nehmen Sie einfach Kontakt zu uns auf.
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Die Diagnose Prostatakrebs bringt oft viele Fragen mit sich. Sollten Sie mehr Informationen benötigen, wenden Sie sich jederzeit gerne an uns.
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