Ovarialkarzinom
Eierstockkrebs, medizinisch als Ovarialkarzinom bezeichnet, beschreibt einen malignen Tumor am Eierstock und ist eine der häufigsten Krebserkrankungen bei Frauen.
Eierstockkrebs, bzw. das Ovarialkarzinom, ist die zweithäufigste Krebserkrankung der weiblichen Geschlechtsorgane. Es handelt sich dabei um einen bösartigen Tumor an den Eierstöcken. Kommt es in diesen Zellen zu genetischen Veränderungen, können die natürlichen Kontrollmechanismen der Zellteilung gestört werden und die betroffenen Zellen beginnen, sich ungebremst zu vermehren und gesundes Gewebe zu verdrängen. Der entstehende Tumor kann weiter wachsen, in umliegende Strukturen einwachsen und sich im Körper ausbreiten. Die meisten Frauen erhalten die Diagnose Eierstockkrebs erst in fortgeschrittenen Tumorstadien, da zu Beginn meist keine oder nur unspezifische Beschwerden auftreten. Je früher das Ovarialkarzinom erkannt wird, desto günstiger sind jedoch die Behandlungsmöglichkeiten und damit die zu erwartende Prognose.

Ursachen
Es wird vermutet, dass verschiedene Ursachen zusammenwirken müssen, damit Eierstockkrebs entsteht. Es sind jedoch einige Faktoren bekannt, die das Erkrankungsrisiko erhöhen könnten, darunter:
Eierstockkrebs kann aus unterschiedlichen Zellarten entstehen, die im Eierstock vorkommen. Je nachdem, welche Zellen betroffen sind, unterscheidet man verschiedene Formen des Ovarialkarzinoms. Die mit Abstand häufigste Gruppe sind epitheliale Tumore. Sie entwickeln sich aus der obersten Zellschicht, die die Oberfläche der Eierstöcke überzieht. Diese Form tritt überwiegend bei Frauen nach dem 50. Lebensjahr auf. Keimzelltumore entstehen aus den ursprünglichen Keimzellen, aus denen später die Eizellen hervorgehen. Diese Tumorart ist insgesamt deutlich seltener und betrifft auch häufiger jüngere Frauen. Außerdem gibt es die deutlich selteneren Keimstrang-Stroma-Tumore. Sie entstehen aus dem Stütz- und Bindegewebe der Eierstöcke, das auch an der Hormonproduktion beteiligt ist. Jede Form von Eierstockkrebs erhält sich etwas anders und kann auch unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten erfordern. Daher ist eine genaue Diagnostik wichtig, um die passende Therapie zu planen.
Eierstockkrebs Symptome
Häufig verursacht der Tumor erst Beschwerden, wenn er bereits in das Becken oder die Bauchhöhle vorgedrungen ist. Viele der möglichen Symptome sind unspezifisch und können nicht nur bei Eierstockkrebs auftreten, sondern auch bei deutlich harmloseren Erkrankungen.
Unbestimmte Beschwerden wie Bauchschmerzen, Völlegefühl oder Blähungen, für die keine andere Erklärung gefunden wird. Auch Veränderungen des Stuhlgangs können auftreten.
Auch unüblich häufiges Wasserlassen oder andere Beschwerden beim Wasserlassen, etwa Schmerzen, Brennen oder ein schwacher Harnstrahl, können Anzeichen für Eierstockkrebs sein.
Zyklusstörungen wie etwa Blutungen außerhalb der Monatsregel oder nach den Wechseljahren können auf eine Veränderung im Bereich der Eierstöcke hinweisen.
Mögliche Anzeichen für Eierstockkrebs können auch Schmerzen im Rücken oder Beckenbereich sein, insbesondere wenn diese neu auftreten und über längere Zeit bestehen bleiben.
Eine unerklärliche Gewichtsabnahme, während der Bauchumfang zunimmt, kann insbesondere in späteren Stadien darauf hinweisen, dass sich Flüssigkeit im Bauchraum angesammelt hat.
Anhaltende Müdigkeit, eine verminderte Leistungsfähigkeit, Appetitlosigkeit oder ein allgemeines Krankheitsgefühl können ebenfalls auftreten und gelten als eher unspezifische Symptome.
Eierstockkrebs verläuft häufig zu Beginn unauffällig. Viele Betroffene haben anfangs keine oder nur sehr unspezifische Beschwerden, die leicht mit harmlosen Verdauungs- oder Unterleibsproblemen verwechselt werden können. Deshalb wird die Erkrankung oft erst entdeckt, wenn sich der Tumor bereits weiter ausgebreitet hat. Der Verlauf hängt stark davon ab, in welchem Stadium der Krebs zum Zeitpunkt der Diagnose vorliegt und wie schnell er wächst. Um den Krankheitsverlauf besser einordnen zu können, wird Eierstockkrebs in verschiedene Stadien eingeteilt. Diese sogenannte FIGO-Klassifikation beschreibt, wie weit sich der Tumor im Körper ausgebreitet hat und ist wichtig für die Wahl der geeigneten Therapie.
Eierstockkrebs Behandlungen
Ob Eierstockkrebs heilbar ist, hängt vor allem davon ab, in welchem Stadium die Erkrankung entdeckt wird. Je nach Ausbreitung und allgemeinem Gesundheitszustand können unterschiedliche Behandlungsformen angewandt werden:
Reha Klinik
In den Wicker-Kliniken unterstützen wir Sie nach einer Eierstockkrebs Behandlung dabei, den Weg zurück in den Alltag zu finden. Unser Ziel ist es, die körperlichen und seelischen Folgen der Erkrankung zu lindern und das Wohlbefinden zu verbessern.
Die Angebote unserer Abteilung für onkologische Rehabilitation basieren auf aktuellen medizinischen Leitlinien und berücksichtigen die besonderen Anforderungen einer Reha nach Eierstockkrebs. Ein interdisziplinäres Team begleitet jede Patientin individuell – bewegungstherapeutischen Angeboten über Ernährungsberatung bis hin zu psychoonkologischer Unterstützung. Mit einem ganzheitlichen Ansatz und modernen Therapieformen schaffen wir ein Umfeld, das die Rückkehr zu Lebensqualität und Selbstständigkeit bestmöglich fördert.
Kontakt
Für weitere Informationen zu unserer onkologischen Rehabilitation oder bei offenen Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Nehmen Sie einfach Kontakt zu uns auf.
FAQ
Die Diagnose Eierstockkrebs bringt oft viele Fragen mit sich. Sollten Sie hier keine passende Antwort finden, können Sie sich jederzeit gerne direkt an uns wenden.
Magazin
In unserem Wicker Magazin finden Sie vielfältige Beiträge zu verschiedenen Erkrankungen, praktische Tipps rund um die Rehabilitation sowie aktuelle Neuigkeiten aus unseren Kliniken.

