Krebserkrankung
Krebserkrankungen sind bösartig und durch unkontrolliertes Zellwachstum gekennzeichnet. Sie können verschiedenste Bereiche des Körpers betreffen und führen je nach Tumorart zu sehr unterschiedlichen Beschwerden und Verläufen.
Krebs ist eine bösartige Erkrankung, bei der Körperzellen unkontrolliert wachsen und sich vermehren. Dieses abnormale Wachstum kann dazu führen, dass gesundes Gewebe verdrängt oder geschädigt wird. Häufig entstehen dadurch Tumore, die sich im Körper weiter ausbreiten und Organe in ihrer Funktion beeinträchtigen. Neben gynäkologischen, urologischen und gastrointestinalen Tumoren zählen auch Tumore des lymphatischen Systems, Lungentumore sowie HNO-Tumore zu den weit verbreiteten Krebsarten. Darüber hinaus gibt es viele weitere Formen von Krebs, die beispielsweise Blut, Haut, Knochen oder Weichgewebe betreffen können.

Krebsinzidenz
Krebs kann grundsätzlich in jedem Alter auftreten. Das Erkrankungsrisiko steigt jedoch ab dem mittleren Lebensalter deutlich an und erreicht bei älteren Menschen ihren Höhepunkt. Viele Krebsarten kommen daher häufiger bei älteren Menschen vor. Dennoch gibt es auch Tumorerkrankungen, die jüngere Menschen betreffen können. Und selbst Kinder können an Krebs erkranken, auch wenn dies insgesamt selten ist.
Die Krebsinzidenz variiert außerdem nach Geschlecht. Manche Krebsarten treten bei Männern häufiger auf, andere eher bei Frauen. Einige Tumore sind zudem geschlechtsspezifisch, wie etwa Gebärmutterhalskrebs oder Prostatakrebs. Viele andere Krebsarten sind hingegen nicht an ein bestimmtes Geschlecht gebunden und können bei allen Menschen auftreten.
Die genauen Ursachen von Krebs sind nicht immer bekannt, aber es gibt bestimmte Risikofaktoren, die das Risiko einer Krebserkrankung erhöhen. Einige der bekanntesten und Faktoren für Krebs sind:
In vielen Fällen entsteht die Krebserkrankung durch eine Kombination mehrerer Faktoren. Außerdem variieren die Risikofaktoren bzw. Ursachen nach der Art der Krebserkrankung. Grundsätzlich lässt sich jedoch sagen, dass eine gesunde Lebensweise sowie regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen wichtige Bausteine sind, um das persönliche Krebsrisiko zu reduzieren.
Tumorarten
Es gibt viele Krebsarten, die sich in unterschiedliche Kategorien einteilen lassen. Neben Tumoren verschiedener Organsysteme gibt es Krebsarten, die etwa Blut, Haut oder Weichgewebe betreffen.
Blutkrebs (Leukämie) entsteht durch eine unkontrollierte Vermehrung bestimmter Blut- oder Knochenmarkszellen. Dadurch werden gesunde Blutzellen verdrängt, was unter anderem zu Müdigkeit, häufiger Infektanfälligkeit oder Blutungsneigung führen kann.
Hirntumore sind abnorme Zellwucherungen im Gehirn, die dort Raum einnehmen und die normale Funktion des Nervensystems beeinträchtigen können. Je nach Größe und Lage treten unterschiedliche Beschwerden auf.
Schwarzer Hautkrebs (Melanom) entsteht aus pigmentbildenden Zellen der Haut und kann früh metastasieren. Meist macht sich diese Krebsart durch auffällige Hautveränderungen bemerkbar.
Sarkome sind seltene Tumore, die im Knochen oder in den Weichgeweben wie Muskeln, Fett- oder Bindegewebe entstehen. Sie können an verschiedenen Körperstellen auftreten und verursachen je nach Lage unterschiedliche Beschwerden.
Die Krebsbehandlung variiert je nach Krebsart, Stadium, dem bisherigen Gesundheitszustand und weiteren Faktoren. Typische Ansätze für die Krebstherapie sind chirurgische Eingriffe, Strahlentherapie, Chemotherapie, Immuntherapie, zielgerichtete Therapien und Hormontherapie. Auch Stammzelltransplantationen oder palliative Pflege zur Symptomlinderung können Bestandteile der Krebsbehandlung sein. Die Therapie kann allein oder aus einer Kombination verschiedener Methoden angewendet werden und wird häufig in enger Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Fachärzten und einem multidisziplinären Behandlungsteam durchgeführt. Die Prognosen und Behandlungsergebnisse hängen jedoch von vielen Faktoren ab und können von Fall zu Fall unterschiedlich sein.
Im Anschluss an die akute Behandlung wird häufig eine onkologische Reha empfohlen, um wieder zu Kräften zu kommen und Symptome der Krebserkrankung oder der Therapie zu lindern. Dazu zählen verschiedene therapeutische Ansätze für Körper und Geist, darunter Physio- und Ergotherapie sowie psychologische Angebote oder Kreativtherapien, um die Erholung zu fördern und die Lebensqualität nachhaltig zu verbessern.
Informieren Sie sich über eine Anschlussheilbehandlung (AHB) nach dem Abschluss der Primärtherapie oder im Rahmen von Heilverfahren in den Wicker-Kliniken.
Rehaklinik Onkologie
In unseren Kliniken setzen wir auf ein ganzheitliches Therapiekonzept, das auf die umfassende rehabilitative Behandlung verschiedener Krebserkrankungen in allen Krankheitsphasen abgestimmt ist.
Medizinische Einrichtungen
Eine kassenärztliche Ambulanz sichert die medizinische Betreuung während der Reha. Außerdem stehen ein hämatologisches und immunologisches Labor, Funktionsdiagnostik, Somnocheck sowie bildgebende Verfahren wie CT und MRT zur Verfügung.
Bewegungstherapien
Mit unterschiedlichen therapeutischen Maßnahmen wird die Mobilität und körperliche Leistungsfähigkeit gezielt unterstützt. Dazu zählen unter anderem Krankengymnastik, Training an Sportgeräten sowie verschiedene ergotherapeutische Anwendungen.
Psychologische Angebote
Unsere psychologischen Angebote unterstützen dabei, die Krebserkrankung emotional zu verarbeiten. In Einzel- und Gruppengesprächen besteht Raum für Austausch. Zusätzlich unterstützt der Sozialdienst bei organisatorischen Anliegen.
Ergänzende Verfahren
Zum ganzheitlichen Angebot zählen auch kreative Therapieformen wie Musik- oder Tanztherapie. Einen wichtigen Bestandteil bildet zudem die Ernährungstherapie. Ergänzend fördern Yoga und Tai Chi die Entspannung und das allgemeine Wohlbefinden.
Kontakt
Möchten Sie mehr über die Therapiemöglichkeiten in der onkologischen Reha erfahren? Oder haben Sie weitere Fragen zu unseren Kliniken? Wenden Sie sich jederzeit gerne an uns.
FAQ
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