Lymphome
Lymphome sind Tumorerkankungen, die das lymphatische System betreffen. Man unterscheidet dabei zwei Hauptformen: Hodgkin-Lymphome und Non-Hodgkin-Lymphome.
Lymphome, umgangssprachlich auch Lymphdrüsenkrebs genannt, bezeichnen bösartige Tumorerkrankungen des lymphatischen Systems, also des körpereigenen Immunsystems. Das lymphatische System spielt eine zentrale Rolle bei den Abwehrmechanismen des Körpers und erstreckt sich über den gesamten Organismus: Es umfasst die Lymphknoten, die Milz, die Mandeln, die Thymusdrüse, das Knochenmark sowie lymphatisches Gewebe im Magen-Darm-Trakt und in der Haut. In diesem Netzwerk aus Organen und Gefäßen zirkuliert die Lymphflüssigkeit, in der sich Lymphozyten, eine spezielle Art der weißen Blutkörperchen, befinden. Kommt es zu einer bösartigen Veränderung und unkontrollierten Vermehrung dieser Lymphozyten, entsteht ein Lymphom.

Ursachen und Risikofaktoren
Lymphome entstehen meist durch eine Kombination aus genetischer Veranlagung, Fehlern in Immunzellen und äußeren Einflüssen wie Infektionen oder Umweltfaktoren. In der Regel kann jedoch keine eindeutige Ursache für das Lymphom festgestellt werden.
Ein Lymphom kann sich auf sehr unterschiedliche Weise äußern. Die Symptome unterscheiden sich je nach Art, Stadium und betroffenem Körperbereich. Das häufigste erste Anzeichen eines Lymphoms ist die Vergrößerung eines einzelnen oder mehrere Lymphknoten in einer Region, z. B. am Hals, in der Achsel oder Leiste. Die Schwellung ist meist schmerzlos, bleibt jedoch über längere Zeit bestehen und nimmt oft langsam zu.
Neben der Schwellung können allgemeine Symptome auftreten. Dazu gehören Fieber ohne erkennbare Ursache, starkes nächtliches Schwitzen sowie ein unerklärlicher Gewichtsverlust, insbesondere, wenn innerhalb von sechs Monaten mehr als 10 % des Körpergewichts verloren gehen. Weitere mögliche Anzeichen sind Müdigkeit, Schwächegefühl und Appetitlosigkeit. Besonders bei Hodgkin-Lymphomen kann auch Juckreiz vorkommen. Sind Lymphknoten im Brustraum vergrößert, kann es zu Atemnot, Husten oder einem Druckgefühl im Brustkorb kommen. Bei einer Vergrößerung von Milz oder Leber können auch Bauchschmerzen oder ein Völlegefühl auftreten.
Lymphdrüsenkrebs
Man unterscheidet zwei Hauptformen von Lymphomen, die sich vor allem in ihrem zellulären Ursprung, Krankheitsverlauf und Art der Behandlung unterscheiden.
Lymphome unterscheiden sich in ihrer Verlaufsform. Es gibt sogenannte niedrig-maligne (indolente), also weniger aggressiv verlaufende, meist chronische Formen, und hoch-maligne, also aggressiv und rasch fortschreitende Formen. Weniger aggressive Lymphome entwickeln sich langsam, verursachen anfangs oft kaum Beschwerden und können über längere Zeit stabil bleiben. Aggressive Lymphome schreiten hingegen schnell voran, verursachen häufig deutliche Symptome und erfordern häufig eine frühe Behandlung. Das Hodgkin-Lymphom zählt in der Regel zu den aggressiveren Formen, spricht jedoch oft gut auf eine Therapie an und ist häufig heilbar. Die Non-Hodgkin-Lymphome hingegen umfassen sowohl niedrig-maligne als auch hoch-maligne Varianten, die je nach Typ unterschiedlich schnell verlaufen und verschiedene Symptome zeigen können.
Unabhängig von Verlaufsform und Erkrankungstyp steht nach der Diagnose die individuell angepasste Behandlung im Vordergrund. Neben der medizinischen Therapie spielt auch die onkologische Rehabilitation eine wichtige Rolle, um körperliche Kräfte wieder aufzubauen, Nebenwirkungen zu lindern und die Lebensqualität langfristig zu verbessern.
Wir bieten eine Anschlussheilbehandlung (AHB) nach dem Abschluss der Primärtherapie oder im Rahmen von Heilverfahren.
Klinik für Lymphome
Im Rahmen der onkologischen Rehabilitation in unseren Kliniken verfolgen wir ein ganzheitliches Therapiekonzept, das auf die rehabilitative Behandlung von Krebserkrankungen wie Lymphomen in allen Krankheitsphasen ausgerichtet ist.
Medizinische Einrichtungen
Es stehen ein hämatologisches und immunologisches Labor, Funktionsdiagnostik von Lunge und Herz, Somnocheck sowie bildgebende Verfahren wie CT und MRT zur Verfügung. Eine kassenärztliche Ambulanz sichert die medizinische Betreuung während der Rehabilitation.
Bewegungstherapie
Im Mittelpunkt stehen vielfältige Maßnahmen zur Wiederherstellung von Mobilität und körperlicher Leistungsfähigkeit. Dazu gehören unter anderem Krankengymnastik, Sportgerätetraining, das Hallenbewegungsbad sowie ergotherapeutische Verfahren.
Psychologische Angebote
Zum therapeutischen Angebot gehören psychologische Einzel- und Gruppentherapien, Angehörigengespräche, die Klinikseelsorge sowie eine Sozialberatung. Sie bieten seelische Unterstützung und helfen bei persönlichen Anliegen.
Ergänzende Verfahren
Zum ganzheitlichen Angebot gehören auch kreative Therapieformen wie Musik-, Tanz- und Ernährungstherapie in der Lehrküche. Ergänzend fördern Schmerztherapie, Yoga und Tai Chi die Entspannung und das allgemeine Wohlbefinden.
Kontakt
Haben Sie Fragen zu unseren Leistungen im Bereich der Onkologie und Hämatologie? Oder möchten Sie mehr über unsere Kliniken erfahren? Wir sind jederzeit gerne für Sie da.
FAQ Tumore des lymphatischen Systems
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Magazin
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