Schmerzerkrankung

Fibromyalgie

Fibromyalgie ist eine komplexe chronische Schmerzerkrankung, die mit Symptomen wie Müdigkeit, Schmerzen, Schlafstörungen, Muskelsteifheit und psychischen Symptomen einhergeht.

NeurologieFibromyalgie

Was ist Fibromyalgie?

Fibromyalgie ist eine komplexe chronische Schmerzerkrankung, die von anhaltenden und weitverbreiteten Schmerzen im Bewegungsapparat begleitet wird. Die Erkrankung betrifft in der Regel sowohl Muskeln als auch Sehnen, Bänder und Gelenke. Zusätzlich zu den Schmerzen können Menschen mit Fibromyalgie auch an Fatigue (anhaltende Müdigkeit), Schlafstörungen, Steifheit, Muskelkater, Schwierigkeiten bei kognitiven Aufgaben (Gedächtnisprobleme, Konzentrationsschwierigkeiten) und psychischen Symptomen wie Angstzuständen oder Depressionen leiden.

Die Erkrankung kann Menschen jeden Alters und Geschlechts betreffen. Es gibt jedoch bestimmte Gruppen, die häufiger von Fibromyalgie betroffen sind. Hierzu gehören vor allem Frauen und Personen mittleren Alters. Die Diagnose wird meist zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr gestellt. Bei Kindern und Jugendlichen kommt Fibromyalgie ebenfalls vor, ist jedoch eine vergleichsweise seltene Erkrankung in der Altersgruppe. Fibromyalgie tritt somit überwiegend bei Frauen auf. Schätzungen zufolge sind etwa 75 - 90 % der Betroffenen weiblich. Die Hintergründe und Ursachen für das erhöhte Risiko für Frauen ist jedoch nicht geklärt.

Ältere Frau fasst sich mit der Hand an den schmerzenden Nacken
Ältere Frau fasst sich mit der Hand an den schmerzenden Nacken

Schmerzen am ganzen Körper

Fibromyalgie Diagnose

Bei der Diagnose von Fibromyalgie wurden früher sogenannte "tender points", also Schmerz­punkte, verwendet. Es handelt sich um bestimmte Bereiche des Körpers, die bei Berührung schmerzhaft sind. Diese 18 spezifischen Schmerz­punkte sind symmetrisch über den Körper verteilt, dazu gehörten zum Beispiel der obere Teil des Rückens oder der Kniebereich.

Die Verwendung von diesen Fibromyalgie-Schmerz­punkten zur Diagnose ist jedoch umstritten. Heute basiert die Fibromyalgie Diagnose auf einer umfassenden Beurteilung der Symptome und einer klinischen Bewertung durch Fachärzte. Die Forschung und das Verständnis von Fibromyalgie haben sich so weiterentwickelt, dass der Fokus nicht mehr auf den einzelnen Schmerz­punkten liegt, sondern auf dem Ausmaß der weit­verbreiteten Schmerzen, Müdigkeit und anderen Symptomen.

Vermuten Sie an Fibromyalgie zu leiden, können Sie über unseren Fibromyalgie Selbsttest eine erste Einschätzung Ihrer Symptome vornehmen.

Fibromyalgie Ursachen

Die genauen Ursachen von Fibromyalgie sind noch nicht vollständig geklärt. Es wird vermutet, dass eine Kombination aus genetischen, neurologischen und Umweltfaktoren eine Rolle spielt. Jedoch gibt es noch keine eindeutige Identifizierung einer einzelnen, konkreten Ursache für Fibromyalgie. Mögliche Faktoren, die mit der Erkrankung in Verbindung gebracht werden, sind genetische Veranlagung, hormonelle Ungleich­gewichte und Infektionen, aber auch mögliche psychosomatische Ursachen wie traumatische Ereignisse und anhaltender Stress. Die Wechsel­wirkung der etwaigen Ursachen ist jedoch komplex und bedarf weiterer Forschung.

Auch der exakte Beginn von Fibromyalgie ist nicht vollständig verstanden. Während manche plötzlich starke Symptome entwickeln, erleben andere einen schleichenden Prozess. Anfangs verspüren sie leichte Schmerzen, Müdigkeit oder Muskelschwäche, die sich im Laufe der Zeit verschlimmern.

Auslöser

Wie fängt Fibromyalgie an?

Wie Fibromyalgie anfängt, ist äußerst individuell. Es gibt keine klaren Vorzeichen oder Muster, die allgemeingültig sind.

Unterstützung finden
Icon Verletzung

Nach einer Verletzung oder Krankheit

Bei einigen Personen scheint Fibromyalgie nach einer Verletzung, Operation oder Krankheit aufzutreten. Das wird manchmal als "Trigger-Ereignis" angesehen, was die Entwicklung von Fibromyalgie Symptomen auslöst.

Icon Post-virales Syndrom

Post-virales Syndrom

In einigen Fällen wurde Fibromyalgie nach einer viralen Infektion, wie z. B nach einer Grippe oder Mononukleose, diagnostiziert. Dies deutet auf eine mögliche Verbindung zwischen viralen Infektionen und der Entwicklung von Fibromyalgie hin.

Icon Genetische Veranlagung

Genetische Veranlagung

Es gibt Anzeichen dafür, dass genetische Faktoren eine Rolle bei der Entstehung von Fibromyalgie spielen könnten. Tauchten Fibromyalgie oder andere verwandte Krankheiten bereits in der Krankengeschichte der Familie auf, könnte ein erhöhtes Risiko für die Entstehung der Erkrankung bestehen.

Psychsomatische Krankheitsbilder

Stress oder Trauma

Auch emotionale Belastungen, Trauma oder chronischer Stress können bei einigen Patienten den Beginn von Fibromyalgie beeinflussen oder begleiten.

Mögliche Folgen: Übergewicht durch Fibromyalgie

Eine Gewichtszunahme bei Fibromyalgie ist durchaus möglich. Dies kann auf mehrere Faktoren zurückzuführen sein, die mit der Krankheit selbst sowie den damit verbundenen Symptomen zusammenhängen. Bitte beachten Sie jedoch, dass nicht zwangsläufig alle Patienten mit Fibromyalgie an Gewicht zunehmen. Einige verlieren aufgrund von Appetitverlust oder Stress sogar an Gewicht. Ein ganzheitlicher Behandlungsansatz, der Bewegung, Ernährung, Schlafmanagement und eine angemessene medizinische Betreuung umfasst, kann einer Gewichtszunahme bei Fibromyalgie entgegenwirken.

Bewegungseinschränkungen: Fibromyalgie kann mit Muskelschmerzen, Gelenksteifheit und allgemeiner Müdigkeit einhergehen. Diese Symptome können die körperliche Aktivität einschränken und dazu führen, dass Betroffene weniger aktiv sind.

Mögliche hormonelle Veränderungen: Es gibt Hinweise darauf, dass Fibromyalgie hormonelle Veränderungen im Körper hervorruft, die den Stoffwechsel beeinflussen und somit zu einer Gewichtszunahme bei Fibromyalgie führen können.

Schlafstörungen: Viele Patienten leiden unter Schlafstörungen, was den Hormonhaushalt und den Stoffwechsel beeinträchtigen kann. Schlafmangel kann zu einer verminderten Insulinsensitivität führen und das Risiko einer Gewichtszunahme erhöhen.

Medikamenteneinnahme: Einige Medikamente, die zur Behandlung von Fibromyalgie eingesetzt werden, können eine Gewichtszunahme als Nebenwirkung haben. Zum Beispiel können Medikamente, die zur Schmerzlinderung oder zur Verbesserung des Schlafs eingesetzt werden, den Appetit erhöhen oder den Stoffwechsel beeinflussen.

Ernährungsveränderungen: Menschen mit Fibromyalgie könnten aufgrund von Schmerzen, Erschöpfung und anderen Symptomen dazu neigen, sich auf eine weniger aktive Gestaltung ihres Alltags zu konzentrieren und sich auf komfortable, aber möglicherweise weniger gesunde Lebensmittel zu stützen, was zu einer ungesunden Ernährung und letztlich zum Übergewicht bei Fibromyalgie führen kann.

Fibromyalgie Patientin im Gespräch mit der Therapeutin

Therapie

Fibromyalgie Behandlung

Die Behandlung von Fibromyalgie zielt darauf ab, die Symptome zu lindern und die Lebens­qualität zu verbessern. Dabei kann es sich um eine Kombination aus medikamentöser Therapie, Bewegungs­therapie, Physio­therapie und auch der Änderung des Lebens­stils handeln. Teilweise werden bei der Behandlung von Fibromyalgie Medikamente wie Anti­depressiva, Antikonvulsiva und Schmerz­mittel eingesetzt, um eine Schmerzlinderung zu erzielen.

Physiotherapeut unterstützt eine Patientin mit Fibromyalgie beim Ausstrecken des Arms.

Fibromyalgie Klinik

Ganzheitliche Behandlung bei Wicker

In unseren neurologischen Kliniken setzen wir bei der Behandlung von Fibromyalgie sowohl auf Gruppen- als auch Einzeltherapie, um unsere Patienten bei der Bewältigung ihrer psychischen und physischen Beschwerden zu unterstützen. Neben den neurologischen Behandlungs­methoden sind weitere Therapien bedeutend für eine ganzheitliche Fibromyalgie Behandlung:

Kontakt

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Wir sind jederzeit gerne für Sie da, wenn Sie Fragen oder Anliegen zum Thema Fibromyalgie haben. Möchten Sie mehr über unsere Klinik erfahren oder unsere Therapie wissen, helfen wir Ihnen gerne weiter.

FAQ Fibromyalgie

Fragen & Antworten
zu Fibromyalgie

Fibromyalgie kann als medizinisches und komplexes Thema viele Fragen aufwerfen. Sollten Sie hier die Antwort auf Ihre Frage nicht finden, melden Sie sich gerne bei uns.

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