Zervixkarzinom

Gebärmutterhalskrebs

Gebärmutterhalskrebs bezeichnet eine bösartige Erkrankung des Gebärmutterhalses, die meist durch eine anhaltende Infektion mit bestimmten humanen Papillomviren (HPV) entsteht. Früh erkannt, ist die Erkrankung in vielen Fällen gut behandelbar.

Onkologie und HämatologieGebaermutterhalskrebs

Was ist Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom)?

Gebärmutterhalskrebs ist eine bösartige, onkologische Erkrankung der Gebärmutter. Im Unterschied zum Gebärmutterkörperkrebs (Endometriumkarzinom), bei dem die Gebärmutterschleimhaut betroffen ist, entsteht das Zervixkarzinom im Bereich des Gebärmutterhalses (Zervix). Dieser bildet den unteren Abschnitt der Gebärmutter und verbindet sie mit dem Scheidenraum.

Die Zellen im Gewebe des Gebärmutterhalses können sich im Laufe der Zeit verändern. Häufig bleiben solche Veränderungen harmlos und bilden sich von selbst wieder zurück. In manchen Fällen entwickeln sich daraus jedoch Vorstufen von Krebs. Werden diese nicht erkannt und behandelt, können sich die Zellen weiter verändern, bösartig werden und sich unkontrolliert vermehren. Entsteht ein Tumor, kann er später auch in umliegendes Gewebe eindringen, etwa in die Scheide, den Gebärmutterkörper oder das Bindegewebe des Beckens. In fortgeschrittenen Stadien können auch benachbarte Organe betroffen sein. Eine regelmäßige Vorsorge ist daher besonders wichtig, da Gebärmutterhalskrebs früh entdeckt oft gut behandelbar ist.

Krebspatientin posiert vor einem weißen Hintergrund
Krebspatientin posiert vor einem weißen Hintergrund

Erkrankungsrisiko

Ursachen für Gebärmutterhalskrebs

In den meisten Fällen geht die Entstehung des Zervixkarzinoms auf eine Infektion mit bestimmten Typen der humanen Papillomviren (HPV) zurück. Besteht eine solche Infektion über einen längeren Zeitraum, können die Viren Veränderungen in den Zellen des Gebärmutterhalses hervorrufen, aus denen sich zunächst Vorstufen und später ein bösartiger Tumor entwickeln kann.

Darüber hinaus gibt es weitere Faktoren, die das Risiko, an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken, zusätzlich erhöhen können:

  • Rauchen
  • Adipositas bzw. starkes Übergewicht
  • frühe erste Regelblutung
  • mehrere Schwangerschaften (Multiparität)

HPV-Impfung und Krebsvorsorge

Gebärmutterhalskrebs ist die vierthäufigste Krebs­erkrankung bei Frauen und die zweithäufigste bösartige gynäkologische Erkrankung. Betroffen sind vor allem Frauen im jüngeren bis mittleren Lebensalter. Das durch­schnittliche Erkrankungs­alter liegt bei etwa 53 Jahren. Krebs­vorstufen werden hingegen häufig bereits bei Frauen zwischen 35 und 40 Jahren festgestellt.

Da eine Infektion mit humanen Papillomviren (HPV) als Hauptursache für die Entstehung von Gebär­mutter­hals­krebs gilt, ist die HPV-Impfung ein wichtiger Bestand­teil der Vorsorge. Sie schützt vor den häufigsten krebs­auslösenden HPV-Typen und kann das Risiko, an Gebär­mutter­hals­krebs zu erkranken, deutlich senken. Die Impfung wird idealer­weise vor dem ersten sexuellen Kontakt empfohlen, kann aber auch später noch sinnvoll sein. Ergänzend dazu sind regelmäßige gynäkologische Vorsorge­unter­suchungen von großer Bedeutung. Durch Abstrich­unter­suchungen können Zell­veränderungen frühzeitig erkannt und behandelt werden, noch bevor sich Krebs entwickelt. Eine frühe Diagnose verbessert die Heilungschancen erheblich.

Gebärmutterhalskrebs Symptome

Anzeichen für Gebärmutterhalskrebs

Im frühen Stadium verursacht Gebärmutter­hals­krebs häufig keine oder nur unspezifische Symptome. Mit zunehmender Größe und Ausdehnung des Zervix­karzinoms können dann verschiedene Beschwerden auftreten.

Icon Bluttropfen

Blutungen oder Ausfluss

Typische Anzeichen können unge­wöhnliche Blutungen sein, etwa Zwischen­blutungen, Blutungen nach den Wechsel­jahren oder Kontakt­blutungen nach dem Geschlechts­verkehr. Auch auffälliger, teils übel­riechender Ausfluss kann auftreten.

Icon Blitz

Schmerzen

Weitere Symptome von Gebär­mutter­hals­krebs können Schmerzen beim Geschlechts­verkehr, Beschwerden oder Schmerzen beim Wasser­lassen sowie anhaltende Unterleibs- oder Becken­schmerzen sein, die im Verlauf an Intensität zunehmen können.

Icon müdes Auge

Weitere Beschwerden

Zusätzlich können allgemeine Symptome auftreten, wie eine anhaltende Müdigkeit, verminderte Leistungs­fähigkeit sowie eine ungewollte Gewichts­abnahme, insbesondere in fort­geschritteneren Krankheits­stadien.

Behandlung von Gebärmutterhalskrebs

Vor allem bei frühzeitiger Erkennung ist Gebärmutterhalskrebs in vielen Fällen gut behandelbar. Die Heilungschancen hängen unter anderem vom Tumorstadium, der Größe des Tumors sowie davon ab, ob sich Krebszellen bereits in die Lymphknoten im Becken oder andere Bereiche des Körpers ausgebreitet haben. Welche Therapie infrage kommt, wird stets individuell festgelegt und an die jeweilige Situation der Patientin angepasst. Häufig wird eine Operation durchgeführt, bei der der Tumor und ggfls. auch umliegendes Gewebe oder betroffene Lymphknoten entfernt werden. Auch eine Strahlentherapie, oft in Kombination mit einer Chemotherapie, können zum Einsatz kommen. Diese Verfahren können ergänzend nach einer Operation oder als alleinige Behandlung angewendet werden. Ziel der Therapie ist es, den Krebs wirksam zu behandeln und mögliche Krankheitsfolgen zu begrenzen.

Frau liegt mit Bauchschmerzen auf dem Sofa und hält die Hände auf den Bauch

Anschlussheilbehandlung

Reha nach Gebärmutterhalskrebs

Im Anschluss an die Akutbehandlung spielen Nachsorge und Reha­bilitation eine wichtige Rolle, um die körperliche und seelische Erholung zu unterstützen, Beschwerden zu lindern und die Rück­kehr in den Alltag bestmöglich zu begleiten.

Eine Reha nach Gebär­mutter­hals­krebs kann dabei helfen, therapie­bedingte Neben­wirkungen zu bewältigen, die körperliche Leistungs­fähigkeit wieder aufzubauen und psychische Belastungen zu verarbeiten. Ziel ist es, die Lebens­qualität nachhaltig zu verbessern und Patientinnen auf ihrem Weg zurück in ein möglichst selbstbestimmtes Leben zu unterstützen.

Patientin und Physiotherapeutin stehen nebeneinander und halten Bälle in der Hand

Reha Klinik

Onkologische Reha bei Wicker

In unserer onkologischen Abteilung verfolgen wir einen ganzheitlichen Ansatz, bei dem die individuellen Bedürfnisse jeder Patientin im Mittelpunkt stehen. Auf dieser Basis erstellen wir Therapiepläne, die gezielt auf Beschwerden, Belastungen und Rehabilitationsziele abgestimmt sind. Das Therapieangebot umfasst unter anderem:

  • Physiotherapie sowie Sport- und Bewegungstherapie
  • Ernährungsberatung und Ernährungstherapie
  • Ergotherapie
  • Kunst-, Kreativ- und Musiktherapie
  • Psychoonkologische Betreuung
  • Entspannungsverfahren

Kontakt

Melden Sie sich gerne bei uns

Benötigen Sie weitere Informationen oder haben Fragen zu unseren onkologischen Reha-Angeboten? Nehmen Sie jederzeit gerne Kontakt zu uns auf.

FAQ

Häufig gestellte Fragen

Eine Krebsdiagnose bringt für Betroffene und Angehörige viele Fragen und Unsicherheiten mit sich. Sollten Sie hier keine passende Antwort finden, können Sie sich jederzeit gerne direkt an uns wenden.

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