Pankreaskarzinom
Das Pankreaskarzinom ist eine meist aggressiv verlaufende Krebserkrankung der Bauchspeicheldrüse. Häufig wird die Erkrankung erst spät erkannt, da die Symptome zu Beginn oft unspezifisch sind und nicht eindeutig zugeordnet werden.
Bauchspeicheldrüsenkrebs (medizinisch als Pankreaskarzinom bezeichnet) ist eine bösartige Tumorerkrankung, die sich in der Bauchspeicheldrüse entwickelt. Diese liegt im Oberbauch hinter dem Magen und spielt eine wichtige Rolle bei der Verdauung sowie bei der Regulation des Blutzuckerspiegels. Verändern sich Zellen der Bauchspeicheldrüse und beginnen sich ungebremst zu vermehren, kann sich ein Tumor bilden, der gesundes Gewebe verdrängt. Das Pankreaskarzinom tritt zwar eher selten auf (etwa 20.000 Neuerkrankungen in Deutschland pro Jahr), gilt aber als besonders aggressiv, da es häufig schnell wächst und früh Metastasen bilden kann. Zudemm wird Bauchspeicheldrüsenkrebs häufig erst in einem späten Stadium erkannt, da anfangs oft nur unspezifische Symptome auftreten.

Stadien
Nur ein kleinerer Teil der Pankreaskarzinome wird in einem frühen, noch gut operablen Stadium diagnostiziert. Häufig wird der Krebs aufgrund der nicht eindeutigen Symptome erst in einem fortgeschrittenen Stadium erkannt. Zudem liegt die Bauchspeicheldrüse tief im Bauchraum, sodass ein Tumor lange unbemerkt wachsen kann. Je nachdem wie weit sich der Tumor ausgebreitet hat, wird der Bauchspeicheldrüsenkrebs in verschiedene Stadien eingeteilt eingeteilt (gemäß TNM-System):
Die genauen Ursachen für die Entstehung von Bauchspeicheldrüsenkrebs sind bislang nicht eindeutig geklärt. Es gibt jedoch verschiedene Faktoren, die das Risiko erhöhen können, an einem Pankreaskarzinom zu erkranken. Dazu gehören sowohl nicht beeinflussbare als auch beeinflussbare Faktoren, insbesondere der individuelle Lebensstil.
Ein wesentlicher Risikofaktor ist das Alter. Mit zunehmendem Lebensalter steigt das Risiko, an Bauchspeicheldrüsenkrebs zu erkranken. Auch das Geschlecht spielt eine Rolle, Männer sind etwas häufiger betroffen als Frauen.
Ebenfalls spielt die genetische Veranlagung eine Rolle. Wenn Verwandte ersten Grades, also Eltern, Geschwister oder Kinder, bereits erkrankt sind, besteht ein erhöhtes Risiko, ebenfalls an Bauchspeicheldrüsenkrebs zu erkranken.
Bestimmte Vorerkrankungen gelten ebenfalls als Risikofaktor für Bauchspeicheldrüsenkrebs. Dazu gehört vor allem Diabetes mellitus, insbesondere wenn die Zuckerkrankheit erstmals im höheren Lebensalter auftritt. Auch eine chronische Entzündung der Bauchspeicheldrüse kann das Risiko erhöhen, da es über Jahre hinweg zu anhaltenden Gewebeschäden kommt und so die Entstehung von Krebs begünstigt werden kann.
Darüber hinaus können beeinflussbare Faktoren eine Rolle spielen. Vor allem Tabakkonsum gilt als bedeutender Risikofaktor. Auch ein übermäßiger Alkoholkonsum kann das Risiko steigern. Ein bewusster Lebensstil mit dem Verzicht auf Tabak und einem maßvollen Umgang mit Alkohol kann daher zur Risikoreduktion beitragen. Zudem wird eine regelmäßige körperliche Aktivität empfohlen.
Bauchspeicheldrüsenkrebs Symptome
Im frühen Erkrankungsstadium verursacht Bauchspeicheldrüsenkrebs häufig keine Beschwerden oder zeigt sich lediglich durch allgemeine, unspezifische Symptome. Dennoch gibt es bestimmte Anzeichen, die auf Bauchspeicheldrüsenkrebs hindeuten können und ärztlich abgeklärt werden sollten.
Bauchspeicheldrüsenkrebs kann Schmerzen im Oberbauch oder Rücken verusachen. Insbesondere in späteren Stadien, wenn der Tumor benachbarte Organe verdrängt oder in sie hineinwächst. Zudem können Wasseransammlungen im Bauchraum entstehen.
Auch Übelkeit, Appetitmangel und ein damit einhergehender unbeabsichtigter Gewichtsverlust zählen zu den möglichen Symptomen von Bauchspeicheldrüsenkrebs. Zudem können Fettstühle auftreten, die meist heller als gewohnt sind und schmierig oder glänzend wirken.
Auch Störungen der Insulinproduktion können auftreten und zur Entwicklung von Diabetes mellitus führen. Darüber hinaus sind Veränderungen der Blutgerinnung möglich, wodurch sich Blutgerinnsel in den Gefäßen bilden können.
Eine Gelbsucht kann insbesondere bei Tumoren im Pankreaskopf auftreten. Durch die Einengung des Gallengangs kann es zu einer Gelbfärbung von Haut und Augen kommen, oft begleitet von dunklem Urin und hellem Stuhl.
Wenn einzelne oder mehrere der genannten Symptome ohne erkennbare Ursache auftreten oder über einen längeren Zeitraum, etwa zwei bis vier Wochen, anhalten, sollten sie ärztlich abgeklärt werden. Zunächst erfolgt in der Regel ein ausführliches Gespräch zur Krankengeschichte sowie eine körperliche Untersuchung mit Abtasten des Bauchraums. Besteht ein Verdacht auf eine Erkrankung der Bauchspeicheldrüse, kommen bildgebende Verfahren sowie ergänzende Untersuchungen zum Einsatz, um die Diagnose zu sichern und das Ausmaß der Erkrankung zu bestimmen. Der Zeitpunkt der Diagnose ist entscheidend für die Therapieplanung und die Prognose. Grundsätzlich gilt, je früher Bauchspeicheldrüsenkrebs erkannt wird, desto besser sind die Behandlungsmöglichkeiten.
Therapien
Die Möglichkeiten der Bauchspeicheldrüsenkrebs-Behandlung richten sich nach dem Fortschreiten der Erkrankung sowie nach der individuellen Situation des Patienten.
Reha Klinik
In unseren Reha Kliniken für Bauchspeicheldrüsenkrebs unterstützen wir Sie nach der OP, der Erkrankung oder der Akuttherapie bei der schrittweisen Rückkehr in den Alltag. Ziel der onkologischen Reha ist es, typische Folgen der Krebserkankung und der Behandlung zu lindern.
Unser interdisziplinäres Behandlungsteam begleitet Sie dabei individuell und ganzheitlich. Dazu gehören verschiedene Therapieangebote von bewegungstherapeutischen Maßnahmen über kreative Verfahren bis hin zu einer psychoonkologischen Begleitung. Damit Sie nach der Erkrankung Schritt für Schritt zu mehr Stabilität, Belastbarkeit und Lebensqualität zurückfinden können.
Kontakt
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Die Diagnose Bauchspeicheldrüsenkrebs ist mit vielen Unsicherheiten verbunden. Sollten Sie weitere Fragen haben, stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.
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