Osteoarthritis
Arthrose ist eine degenerative Gelenkerkrankung, die zu Schmerzen, Steifheit und eingeschränkter Bewegungsfreiheit führt. Arthrose kann altersbedingt oder durch Verletzungen ausgelöst werden.
Kliniken
Arthrose, auch als degenerative Gelenkerkrankung, Verschleißerkrankung oder Osteoarthritis bekannt, ist die häufigste Form von Arthritis. Es handelt sich um eine chronische Erkrankung, bei welcher der Knorpel, der die Gelenke bedeckt, langsam abgebaut wird.
Nach Angaben des Deutschen Rheuma-Forschungszentrums (DRFZ) leiden in Deutschland etwa 20-30 % der Erwachsenen an Arthrose. Diese Prävalenz steigt mit dem Alter an. Es handelt sich um eine weit verbreitete Gelenkkrankheit. Weltweit gibt es keine genauen Statistiken. Schätzungen zufolge sind jedoch Millionen von Menschen von dieser Erkrankung betroffen. Es wird angenommen, dass Arthrose die häufigste Form von Arthritis ist.

Verlauf
Arthrose entsteht durch den Abbau von Knorpelgewebe in den Gelenken. Normalerweise fungiert der Gelenkknorpel als glatte, schützende Schicht zwischen den Knochen und ermöglicht ein reibungsloses Gleiten während der Bewegung.
Aufgrund von Alterung, übermäßiger Belastung, Verletzungen, genetischer Veranlagung, Fehlstellungen oder anderen Faktoren kann der Knorpel beginnen zu degenerieren und zu verschleißen. Entzündungen und andere Prozesse können ebenfalls zur Entwicklung von Arthrose beitragen. Oft entsteht Arthrose auch durch eine Kombination aus mehreren der genannten Faktoren. Typische Folgen an den betroffenen Gelenken sind:
Alter und Geschlecht spielen eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Arthrose. Arthrose tritt in der Regel mit zunehmendem Alter auf, kann jedoch auch bei jüngeren Menschen auftreten. Warum die Erkrankung mit fortgeschrittenem Alter häufiger auftritt, lässt sich damit erklären, dass sich der Knorpel im Laufe der Zeit abnutzen kann. Bei jüngeren Menschen ist Arthrose eher zu finden, wenn Verletzungen oder eine übermäßige Beanspruchung der Gelenke vorliegen.
Geschlechtsspezifische Unterschiede lassen sich nicht eindeutig festmachen. Frauen sind jedoch etwas häufiger betroffen als Männer, insbesondere nach den Wechseljahren. Bei einigen Gelenken, so beispielsweise den Knie- und Hüftgelenken, lassen sich jedoch unterschiedliche Prävalenzraten zwischen Frauen und Männern ausmachen. Hormonelle Unterschiede und biomechanische Faktoren erklären dieses Ungleichgewicht.
Symptome
Prinzipiell kann Arthrose alle Gelenke im Körper treffen. Typischerweise sind große und stark beanspruchte Gelenke betroffen, da sie aufgrund ihrer Bewegungsfrequenz und -belastung anfälliger für den Knorpelabbau sind. Die Symptome und der Verlauf der Erkrankung können je nach dem betroffenen Gelenk variieren.
Arthrose in der Hüfte kann Schmerzen in der Leiste oder im Oberschenkel verursachen und das Gehen sowie das Aufstehen aus dem Sitzen erschweren.
Kniearthrose kann Schmerzen beim Treppensteigen oder längeren Gehen auslösen und das Gelenk steif wirken lassen.
Arthrose der Wirbelsäule kann Rückenschmerzen hervorrufen und die Beweglichkeit stark einschränken.
Arthrose in der Hand kann die Kraft verringern und alltägliche Tätigkeiten wie das Öffnen von Flaschen oder das Tragen von Gegenständen erschweren.
In den Fingern können Schmerzen und Knoten verursacht werden, die das Greifen, Schreiben oder Zuknöpfen beeinträchtigen.
Der Grad der Behinderung bei Arthrose kann je nach Schwere der Erkrankung und den Auswirkungen auf die täglichen Aktivitäten variieren. Die Festlegung des Grades der Behinderung erfolgt oft durch ärztliche Untersuchungen und Beurteilungen. Es kann regional oder länderabhängig unterschiedliche Klassifizierungssysteme geben.
In Deutschland wird der Grad der Behinderung (GdB) auf einer Skala von 0 bis 100 bewertet, wobei höhere Werte einen höheren Grad der Behinderung anzeigen. Bei Arthrose kann der Grad der Behinderung je nach betroffenem Gelenk, Schweregrad der Symptome, Bewegungseinschränkungen und Auswirkungen auf die Lebensqualität unterschiedlich ausfallen. Eine individuelle ärztliche Untersuchung und Begutachtung sind entscheidend, um den genauen GdB bei Arthrose festzulegen.
Es ist elementar, dass der Grad der Behinderung nicht nur von der medizinischen Seite abhängt, sondern auch von der individuellen Beeinträchtigung im täglichen Leben und der Arbeitsfähigkeit. Eine rechtliche Anerkennung der Schwerbehinderung durch Arthrose kann auch verschiedene rechtliche und soziale Vorteile bieten, abhängig von den jeweiligen Regelungen im Land oder in der Region.
Behandlungsmethoden
Die Behandlung von Arthrose zielt darauf ab, die Symptome zu lindern, die Funktion des betroffenen Gelenks zu verbessern und das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen.
Typische Behandlungsmethoden bei Arthrose sind Lebensstiländerungen, Medikamente, Physiotherapie, Hilfsmittel, chirurgische Eingriffe und alternative Therapien wie Akupunktur, physikalische Therapie oder auch Massagen.
Die Behandlung hängt von der Schwere der Arthrose, dem betroffenen Gelenk und individuellen Faktoren ab. Ein ganzheitliche Therapieansatz unter ärztlicher Aufsicht ist empfehlenswert, um die beste Behandlung zu gewährleisten.
Behandlung von Arthrose
In unseren Kliniken kommen sowohl Gruppen- als auch Einzeltherapien zum Einsatz, um unseren Patienten die bestmögliche Rehabilitation zu bieten. Neben den klassischen Behandlungsmethoden spielen bei der Arthrose Therapie auch weitere Ansätze eine wichtige Rolle, darunter:
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