Erschöpfung

Burnout

Burnout ist ein Zustand chronischer Erschöpfung, verursacht durch langanhaltenden Stress. Ein Burnout äußert sich durch emotionale Erschöpfung, reduzierte Leistungsfähigkeit und negative Haltung gegenüber Arbeit und Leben.

PsychotherapieBurnout

Was ist ein Burnout?

Ein Burnout ist ein ernstzunehmender Zustand, der sich aus langanhaltendem Stress und übermäßiger Belastung, oft am Arbeitsplatz, entwickelt. Menschen, die von Burnout betroffen sind, fühlen sich emotional, körperlich und geistig erschöpft. Sie erleben eine tiefe Müdigkeit, die nicht allein durch Ruhe oder Schlaf gelindert wird. Eine verminderte Leistungsfähigkeit und das Gefühl der Entfremdung von der Arbeit können ebenfalls auftreten. Der krankhafte Erschöpfungszustand kann sich auch auf das private Leben auswirken, indem es soziale Beziehungen und die allgemeine Lebensqualität beeinträchtigt. Erkennen Sie sich in den Symptomen wieder, können Sie unseren Burnout Selbsttest für eine erste Einschätzung durchführen.

Burnout Diagnose

Nach ICD-10 war Burnout keine eigenständige Krankheit als "Problem mit Bezug auf Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung" oft als Zusatz- oder Rahmendiagnose zu einer anderen psychischen Störung wie beispielsweise einer Depression gestellt. Mit der ICD-11 soll Burnout nun zukünftig als "berufsbedingtes Phänomen, das durch chronischen Arbeitsstress entsteht", beschrieben und eigenständig diagnostiziert werden. Die ICD-11 definiert Burnout erstmals mit drei Dimensionen:  

  • Gefühle der Energieerschöpfung 
  • Erhöhte geistige Distanz zum Beruf oder Zynismus 
  • Gefühl der Ineffektivität und mangelnden Leistung 
Mann sitzt erschöpft vor seinem Laptop und stützt sein Kinn auf die Hand
Mann sitzt erschöpft vor seinem Laptop und stützt sein Kinn auf die Hand

Totale Erschöpfung

Ursachen von Burnout

Die Burnout Ursachen sind vielfältig und entstehen oft aus einer Kombination von Faktoren. Individuelle Risikofaktoren sollten frühzeitig erkannt und Strategien zur Stressbewältigung, Selbstfürsorge und Unterstützung entwickelt werden, um einem Burnout vorzubeugen. Dazu gehören:

  • Eine langanhaltende Stressbelastung
  • Ungesunde Arbeitsumgebungen
  • Persönliche Eigenschaften wie Perfektionismus und geringes Selbstwertgefühl
  • Ein unausgewogener Lebensstil
  • Mangelnde Selbstfürsorge
  • Belastende Lebensumstände
  • Unklare Rollen und Erwartungen im beruflichen Kontext
  • Ein Mangel an Unterstützung

Wer erkrankt an Burnout?

Menschen jeden Alters, in verschiedenen Berufen und Lebenssituationen können an Burnout erkranken. Am häufigsten ist Burnout bei Personen im erwerbstätigen Alter zu finden. Berufs­tätige, die übermäßigem Stress, hoher Arbeitsbelastung und emotionalen Anforderungen ausgesetzt sind, sind besonders anfällig für ein Burn Out. Der Erschöpfungs­zustand kann aber auch bei jüngeren Menschen wie Studenten oder jungen Berufstätigen auftreten.

Burnout bei Männern und Frauen

Laut einer Studie der Techniker Krankenkasse (TK) sind Frauen häufiger von Burnout betroffen als Männer. Bei einem Burnout neigen Frauen eher zu emotionaler Erschöpfung und psycho­somatischen Symptomen, während Männer eher Desillusionierung und Leistungs­einbußen zeigen. Dass Frauen häufiger von Burnout betroffen sind als Männer, kann auf verschiedene Faktoren wie unterschiedliche Arbeits­belastungen, familiäre Verpflichtungen und gesell­schaftliche Erwartungen zurück­zuführen sein. Ein Beispiel dafür ist das sogenannte Mama-Burnout, das häufig durch die Doppel­belastung von Beruf und Familie bedingt. Kommt es zu einem Burnout suchen Frauen oft soziale Unterstützung, Männer zeigen eher Vermeidungsverhalten.

Burnout bei bestimmten Berufsgruppen

Bestimmte Tätigkeiten bergen ein erhöhtes Burnout-Risiko. Sei es durch hohe emotionale Belastung, zeitlichen Druck, große Verantwortung für andere Menschen oder fehlende Erholung. Besonders häufig von einem Burnout betroffen sind Pflegepersonal, Lehrkräfte, medizinisches Personal und Führungskräfte.

Burnout Symptome

Wie äußert sich ein Burnout?

Ein Burnout äußert sich mit verschiedenen Symptomen, sowohl körperlichen als auch emotionalen. Die Burnout Symptome können unterschiedlich sein und von Person zu Person variieren.

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emotionale erschöpfung

Emotionale Erschöpfung

Eine abnehmende emotionale Energie und ein Gefühl der Leere, ausgebrannt zu sein oder keine Reserven mehr zu haben.

reduzierte leistungsfähigkeit

Reduzierte Leistungsfähigkeit

Eine abnehmende Leistungsfähigkeit und Effizienz bei der Arbeit, begleitet von dem Gefühl trotz großer Anstrengungen nichts erreichen zu können.

depersonalisation

Depersonalisation

Das Auftreten negativer Einstellungen gegenüber Kollegen, Kunden und weiteren Personen im Umfeld.

Icon Schlafstörung

Schlafstörungen

Probleme beim Ein- oder Durchschlafen sowie ein nicht erholsamer Schlaf können ebenfalls Symptome sein und die Erschöpfung zusätzlich verstärken.

weitere symptome

Weitere Symptome

Weitere mögliche Symptome sind eine erhöhte Reizbarkeit, Kon­zen­tra­tionsstörungen und körperliche Beschwerden wie Kopf­schmerzen, Magen-Darm-Probleme und ein geschwächtes Immunsystem sein.

Kann ein Burnout bleibende Schäden oder Spätfolgen haben?

Bei langanhaltendem und unbehandeltem Burnout können bleibende Schäden auftreten. Burnout Spätfolgen können vielfältig sein, sich auf verschiedene Lebensbereiche auswirken und sowohl physischer als auch psychischer Natur sein. Chronischer Stress und Erschöpfung können zu dauerhaften Veränderungen im Gehirn führen, die die kognitive Funktion, die Stimmung und die Stressbewältigung beeinträchtigen können. Es können psychische Folfen wie Depressionen oder Angstzustände auftreten, aber auch körperliche Gesundheitsprobleme wie Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, Probleme mit Magen-Darm und ein schwaches Immunsystem können sich etablieren. Auch berufliche Konsequenzen wie verminderte Leistungsfähigkeit, Karriereeinbußen und berufliche Frustration sind mögliche Burnout Spätfolgen. Beziehungsprobleme, soziale Isolation und eine veränderte Lebensqualität können ebenfalls auftreten.

Um bleibenden Schäden durch Burnout vorzubeugen, sollten Sie angemessene Schritte zur Selbstfürsorge und Stressbewältigung unternehmen, frühzeitig auf Anzeichen von Burnout achten und bei Bedarf professionelle Unterstützung in Anspruch nehmen.

Erschöpfter Mann sitzt am Schreibtisch und stützt seinen Kopf auf die Hand

Vorbeugung & Therapie

Burnout Behandlung

Die Burnout Behandlung umfasst verschiedene Ansätze, die je nach Schweregrad der Symptome sowohl zu Hause, ambulant als auch stationär angewendet werden können. Dazu gehören:

  • eine psychotherapeutische Unterstützung
  • ein angemessenes Stressmanagement
  • eine gesunde Work-Life-Balance
  • soziale Unterstützung
  • Selbstfürsorge
  • Aufbau von Resilienz

Auch Arbeitgeber können durch Maßnahmen wie Arbeitsplatzanpassungen, Förderung einer gesunden Arbeitsumgebung und Unterstützung der Mitarbeiter zur Prävention von Burnout beitragen.

Burnout Patientin bei der Einzeltherapie

Therapie bei Burnout

Behandlungsmethoden

In unseren psychosomatischen Einrichtungen nutzen wir sowohl Gruppen- als auch Einzeltherapien, um Patienten dabei zu helfen, ihre mentalen und körperlichen Probleme zu bewältigen. Neben psychotherapeutischen Ansätzen kommen weitere ganzheitliche Therapien zum Einsatz, um den spezifischen Bedürfnissen unserer Patienten gerecht zu werden:

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FAQ Burnout

Fragen & Antworten
zu Burnout

Sie oder ein Angehöriger sind von einem Burnout betroffen? Sicherlich stellen sich Ihnen viele Fragen. Wir haben Fragen zusammengetragen, die uns häufig von Burnout Patienten gestellt werden. Sollten Sie die Antwort auf Ihre Frage nicht finden, melden Sie sich gerne.

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