Erschöpfung
Burnout ist ein Zustand chronischer Erschöpfung, verursacht durch langanhaltenden Stress. Ein Burnout äußert sich durch emotionale Erschöpfung, reduzierte Leistungsfähigkeit und negative Haltung gegenüber Arbeit und Leben.
Ein Burnout ist ein ernstzunehmender Zustand, der sich aus langanhaltendem Stress und übermäßiger Belastung, oft am Arbeitsplatz, entwickelt. Menschen, die von Burnout betroffen sind, fühlen sich emotional, körperlich und geistig erschöpft. Sie erleben eine tiefe Müdigkeit, die nicht allein durch Ruhe oder Schlaf gelindert wird. Eine verminderte Leistungsfähigkeit und das Gefühl der Entfremdung von der Arbeit können ebenfalls auftreten. Der krankhafte Erschöpfungszustand kann sich auch auf das private Leben auswirken, indem es soziale Beziehungen und die allgemeine Lebensqualität beeinträchtigt. Erkennen Sie sich in den Symptomen wieder, können Sie unseren Burnout Selbsttest für eine erste Einschätzung durchführen.
Nach ICD-10 war Burnout keine eigenständige Krankheit als "Problem mit Bezug auf Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung" oft als Zusatz- oder Rahmendiagnose zu einer anderen psychischen Störung wie beispielsweise einer Depression gestellt. Mit der ICD-11 soll Burnout nun zukünftig als "berufsbedingtes Phänomen, das durch chronischen Arbeitsstress entsteht", beschrieben und eigenständig diagnostiziert werden. Die ICD-11 definiert Burnout erstmals mit drei Dimensionen:

Totale Erschöpfung
Die Burnout Ursachen sind vielfältig und entstehen oft aus einer Kombination von Faktoren. Individuelle Risikofaktoren sollten frühzeitig erkannt und Strategien zur Stressbewältigung, Selbstfürsorge und Unterstützung entwickelt werden, um einem Burnout vorzubeugen. Dazu gehören:
Menschen jeden Alters, in verschiedenen Berufen und Lebenssituationen können an Burnout erkranken. Am häufigsten ist Burnout bei Personen im erwerbstätigen Alter zu finden. Berufstätige, die übermäßigem Stress, hoher Arbeitsbelastung und emotionalen Anforderungen ausgesetzt sind, sind besonders anfällig für ein Burn Out. Der Erschöpfungszustand kann aber auch bei jüngeren Menschen wie Studenten oder jungen Berufstätigen auftreten.
Laut einer Studie der Techniker Krankenkasse (TK) sind Frauen häufiger von Burnout betroffen als Männer. Bei einem Burnout neigen Frauen eher zu emotionaler Erschöpfung und psychosomatischen Symptomen, während Männer eher Desillusionierung und Leistungseinbußen zeigen. Dass Frauen häufiger von Burnout betroffen sind als Männer, kann auf verschiedene Faktoren wie unterschiedliche Arbeitsbelastungen, familiäre Verpflichtungen und gesellschaftliche Erwartungen zurückzuführen sein. Ein Beispiel dafür ist das sogenannte Mama-Burnout, das häufig durch die Doppelbelastung von Beruf und Familie bedingt. Kommt es zu einem Burnout suchen Frauen oft soziale Unterstützung, Männer zeigen eher Vermeidungsverhalten.
Bestimmte Tätigkeiten bergen ein erhöhtes Burnout-Risiko. Sei es durch hohe emotionale Belastung, zeitlichen Druck, große Verantwortung für andere Menschen oder fehlende Erholung. Besonders häufig von einem Burnout betroffen sind Pflegepersonal, Lehrkräfte, medizinisches Personal und Führungskräfte.
Burnout Symptome
Ein Burnout äußert sich mit verschiedenen Symptomen, sowohl körperlichen als auch emotionalen. Die Burnout Symptome können unterschiedlich sein und von Person zu Person variieren.
Eine abnehmende emotionale Energie und ein Gefühl der Leere, ausgebrannt zu sein oder keine Reserven mehr zu haben.
Eine abnehmende Leistungsfähigkeit und Effizienz bei der Arbeit, begleitet von dem Gefühl trotz großer Anstrengungen nichts erreichen zu können.
Das Auftreten negativer Einstellungen gegenüber Kollegen, Kunden und weiteren Personen im Umfeld.
Probleme beim Ein- oder Durchschlafen sowie ein nicht erholsamer Schlaf können ebenfalls Symptome sein und die Erschöpfung zusätzlich verstärken.
Weitere mögliche Symptome sind eine erhöhte Reizbarkeit, Konzentrationsstörungen und körperliche Beschwerden wie Kopfschmerzen, Magen-Darm-Probleme und ein geschwächtes Immunsystem sein.
Bei langanhaltendem und unbehandeltem Burnout können bleibende Schäden auftreten. Burnout Spätfolgen können vielfältig sein, sich auf verschiedene Lebensbereiche auswirken und sowohl physischer als auch psychischer Natur sein. Chronischer Stress und Erschöpfung können zu dauerhaften Veränderungen im Gehirn führen, die die kognitive Funktion, die Stimmung und die Stressbewältigung beeinträchtigen können. Es können psychische Folfen wie Depressionen oder Angstzustände auftreten, aber auch körperliche Gesundheitsprobleme wie Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, Probleme mit Magen-Darm und ein schwaches Immunsystem können sich etablieren. Auch berufliche Konsequenzen wie verminderte Leistungsfähigkeit, Karriereeinbußen und berufliche Frustration sind mögliche Burnout Spätfolgen. Beziehungsprobleme, soziale Isolation und eine veränderte Lebensqualität können ebenfalls auftreten.
Um bleibenden Schäden durch Burnout vorzubeugen, sollten Sie angemessene Schritte zur Selbstfürsorge und Stressbewältigung unternehmen, frühzeitig auf Anzeichen von Burnout achten und bei Bedarf professionelle Unterstützung in Anspruch nehmen.
Vorbeugung & Therapie
Die Burnout Behandlung umfasst verschiedene Ansätze, die je nach Schweregrad der Symptome sowohl zu Hause, ambulant als auch stationär angewendet werden können. Dazu gehören:
Auch Arbeitgeber können durch Maßnahmen wie Arbeitsplatzanpassungen, Förderung einer gesunden Arbeitsumgebung und Unterstützung der Mitarbeiter zur Prävention von Burnout beitragen.
Therapie bei Burnout
In unseren psychosomatischen Einrichtungen nutzen wir sowohl Gruppen- als auch Einzeltherapien, um Patienten dabei zu helfen, ihre mentalen und körperlichen Probleme zu bewältigen. Neben psychotherapeutischen Ansätzen kommen weitere ganzheitliche Therapien zum Einsatz, um den spezifischen Bedürfnissen unserer Patienten gerecht zu werden:
Kontakt
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FAQ Burnout
Sie oder ein Angehöriger sind von einem Burnout betroffen? Sicherlich stellen sich Ihnen viele Fragen. Wir haben Fragen zusammengetragen, die uns häufig von Burnout Patienten gestellt werden. Sollten Sie die Antwort auf Ihre Frage nicht finden, melden Sie sich gerne.
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