PTBS
PTBS ist eine psychische Erkrankung, die nach einem traumatischen Erlebnis auftreten kann und langfristig zu seelischen Belastungen, Alltagsbeeinträchtigungen und verminderter Lebensqualität führt.
PTBS ist die Abkürzung für Posttraumatische Belastungsstörung und bezeichnet eine psychische Erkrankung, die infolge eines extrem belastenden oder traumatischen Ereignisses entstehen kann. Solche Erfahrungen werden von Betroffenen häufig als überwältigend, bedrohlich oder schockierend erlebt. In der Folge kann es zu anhaltenden Veränderungen im Erleben, Fühlen und Denken kommen. PTBS kann sich auf das emotionale, psychische und auch körperliche Wohlbefinden auswirken und den Alltag erheblich beeinträchtigen. Typisch sind unter anderem anhaltende innere Anspannung, Ängste oder wiederkehrende belastende Erinnerungen, die das tägliche Leben beeinflussen können.

PTBS Ursachen
PTBS kann unmittelbar nach einem traumatischen Ereignis auftreten oder sich einige Zeit später entwickeln. Auslöser sind schwer zu verarbeitende, stark belastende Erlebnisse, sogenannte Traumata. Dazu zählen unter anderem:
Treten traumatische Ereignisse wiederholt oder über einen längeren Zeitraum hinweg auf, spricht man von einer komplexen PTBS. Dabei handelt es sich um eine besondere Form der Posttraumatischen Belastungsstörung, die vor allem dann entsteht, wenn Betroffene den belastenden Situationen nicht entkommen konnten. Im Gegensatz zur „klassischen“ PTBS, die häufig auf ein einzelnes traumatisches Ereignis zurückgeht, ist die komplexe PTBS oft die Folge von dauerhafter Belastung, zum Beispiel:
In vielen Fällen zeigen sich bei einer komplexen PTBS auch stärker ausgeprägte und anhaltende Symptome. Durch die meist langanhaltenden oder wiederholten Traumatisierungen ist die Belastung häufig umfassender, sodass sich die Symptome stärker auf Alltag, Selbstwahrnehmung und soziale Teilhabe auswirken können. Bei einer komplexen PTBS können außerdem zusätzliche Symptome wie Störungen der Affektregulation, ein negatives Selbstbild und interpersonelle Schwierigkeiten auftreten.
PTBS Symptome
Die Symptome einer PTBS können unmittelbar nach dem traumatischen Ereignis auftreten oder sich erst verzögert, nach Wochen, Monaten oder sogar Jahren entwickeln.
Das zentrale Symptom einer PTBS ist das fortgesetzte, unkontrollierbare Wiedererleben des Traumas, etwa in Form von Flashbacks sowie belastenden Tag- oder Alpträumen, bei denen sich das Ereignis für Betroffene erneut real anfühlen kann.
Menschen mit PTBS verspüren häufig weniger Lebensfreude, zeigen emotionale Abstumpfung und vermeiden Situationen, die an das Trauma erinnern könnten, was zu sozialem und emotionalem Rückzug führen kann.
Zusätzlich können Symptome wie Konzentrationsstörungen, Schlafstörungen, Reizbarkeit, erhöhte Wachsamkeit oder eine ausgeprägte Schreckhaftigkeit auftreten. Kinder zeigen häufig auch Aggressionen.
Voraussetzung für die Diagnose einer Posttraumatischen Belastungsstörung ist, dass die Symptome über einen Zeitraum von mehr als vier Wochen bestehen und die Leistungsfähigkeit in zentralen Lebensbereichen wie Alltag, Beruf oder sozialen Beziehungen deutlich eingeschränkt ist.
Die Diagnostik erfolgt in der Regel im Gespräch mit einer qualifizierten Fachperson, etwa aus der Psychiatrie oder Psychotherapie. Dabei werden das erlebte Trauma, die aktuellen Beschwerden sowie deren Dauer und Ausprägung sorgfältig erfasst. Das Gespräch kann für Betroffene emotional belastend sein und vorübergehend zu einer Verstärkung einzelner Symptome führen. Dennoch ist eine gründliche diagnostische Abklärung entscheidend, um eine PTBS sicher zu erkennen, geeignete Behandlungsmaßnahmen einzuleiten und die Verarbeitung des Traumas gezielt zu unterstützen.
Traumatherapie
PTBS ist eine ernstzunehmende psychische Erkrankung, die die Lebensqualität und das Wohlbefinden erheblich beeinträchtigen kann und daher einer Behandlung bedarf. Umso wichtiger ist es, bei entsprechenden Anzeichen frühzeitig professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Eine traumatherapeutische Behandlung kann dabei unterstützen, belastende Erinnerungen zu verarbeiten und hilfreiche Bewältigungsstrategien zu entwickeln. Darüber hinaus spielen ein stabiles soziales Umfeld und achtsame Selbstfürsorge eine wichtige Rolle bei der Bewältigung der Erkrankung und der Förderung des Genesungsprozesses.
PTBS Klinik
In den Wicker Kliniken unterstützen wir Menschen mit PTBS bei der Bewältigung ihrer traumatischen Erfahrungen sowie der daraus resultierenden psychischen und körperlichen Beschwerden mit einem ganzheitlichen Therapiekonzept. Dabei setzen wir auf eine Kombination aus Gruppen- und Einzeltherapien, die Raum für Stabilisierung, Austausch und persönliche Entwicklung bieten. Durch individuell erstellte Therapiepläne passen wir die Behandlung an die jeweiligen Bedürfnisse an. Mögliche weitere Therapien sind:
Kontakt
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FAQ
Sowohl für die Betroffenen selbst, als auch für Angehörige kann eine PTBS mit vielen offenen Fragen verbunden sein. Wenn Sie hier nicht fündig werden, wenden Sie sich gerne an uns.
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